Test zu Bye Sweet Carole - Nintendo Switch

Bye Sweet Carole – Ein magischer Reinfall

Auf der diesjährigen gamescom war die Indie Arena Booth mit dem ein oder anderen Schmuckstück gefüllt, unter Kolleginnen und Kollegen tauschten wir uns dahingehend auch mit allerlei Geheimtipps aus. Einer dieser Geheimtipps war Bye Sweet Carole – ein Indie-Titel mit starker narrativer Komponente, das aussieht, als käme es frisch aus der Disney-Presse der 1980er Jahre. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen, packte Bye Sweet Carole auf alle Wunschlisten, die ich hatte, und durfte seit einigen Tagen in das magische englische 20. Jahrhundert eintauchen. Warum ich es aber kaum abwarten konnte, diese schmutzige und verkommende Ära wieder zu verlassen, erfahrt ihr in diesem Test.

Fangen wir beim Offensichtlichen an: Bye Sweet Carole könnte ein waschechter Disney-Film sein und orientiert sich visuell sowie inhaltlich am Animations-Großkonzern. Die Frames und Animationen sehen wahnsinnig hübsch aus und vermitteln ein wahrlich magisch-nostalgisches Gefühl, das auch mich abholte. Auch ich wuchs mit Disney-Klassikern wie Schneewittchen und die sieben Zwerge oder Bambi auf, welche sogar maßgeblich meine Berufswahl beeinflussten. Aber nicht nur das Aussehen, sondern auch die Charaktere, Soundeffekte und die Story erinnern an alte Disney-Streifen.

Die Story ist interessant geschrieben und die Nebencharaktere machen auch einiges her

© Maximum Entertainment

In Bye Sweet Carole schlüpft ihr in die Rolle von Lana Benton, eine Schülerin des Waisenheims Bunny Hall. Angesetzt ist die Geschichte im frühen 20. Jahrhundert, mitten in der englischen Bewegung von Frauenrechtlerinnen, womit Bye Sweet Carole auch eine progressive politische Note innehält. Die Story beginnt, als Lanas beste Freundin Carole Simmons plötzlich verschwindet. Die Lehrerinnen wollen ihr weismachen, dass Carole weglief, wie es im Waisenhaus Bunny Hall angeblich üblich sei. Lana glaubt das nicht, setzt sich kurzerhand an ihre ganz eigenen Ermittlungen und findet immer wieder kleine Briefe ihrer verschwundenen besten Freundin. Allmählich wird klar, dass Carole nicht wirklich weggelaufen ist, sondern in großer Gefahr steckt. Bei ihren Ermittlungen gelangt Lana in eine magische Parallelwelt und deckt nach und nach mehr über das mysteriöse Königreich Corolla auf.

Auf ihrem Weg dorthin verwandelt sie sich in ein Kaninchen, kann sich aber jederzeit wieder zurückverwandeln, weil sie das Glück hatte, ihre Haarschleife zu tragen. Das sorgt dafür, dass Lana ihre menschliche Gestalt in der magischen Welt beibehalten und so besser den Geheimnissen nachgehen kann. Ihre Reise stellt sich allerdings nicht als Disney-Spaziergang heraus, sondern als gruselige und gefährliche Tour, die ihr das Leben kosten könnte. Sie wandert nicht unbemerkt durch Corolla, sondern wird ständig von mächtigen Feinden terrorisiert – so beginnt eine gefährliche Reise durch das Unbekannte in der Hoffnung, ihre Freundin Carole zu retten.

Grusel kommt leider nur in den seltensten Fällen auf, das Technik-Desaster reißt den Spieler zu oft aus der Immersion

© Maximum Entertainment

Im Laufe des Spiels wechselt Lana zwischen dem bekannten Waisenhaus und der gruseligen Parallelwelt, als würde Bunny Hall mit Corolla verschmelzen. Das sorgt nicht nur in der Story für Spannungen und interessante Wendungen, sondern auch im Gameplay, welches ich später unter die Lupe nehme. Die Geschichte fängt eindrucksvoll an und kann mich wirklich in die fiktionale Welt mitnehmen. Die Figuren sind märchenhaft, Lana ist mutig und neugierig, aber auch die Nebencharaktere sind spannend. Beide Welten sind wirklich hübsch dargestellt und jeder Frame könnte eingerahmt werden – hier hat das Studio in Sachen Visuals wirklich saubere Arbeit geleistet. Allerdings birgt dies auch ein Problem: Den ganzen Spielverlauf über dachte ich mir, dass Bye Sweet Carole lieber eine Mini-Serie oder ein Film geworden wäre, denn jeder Gameplay-Anteil stört. Und das ist bei einem narrativen Videospiel ein großes Problem.

Ich ordne das Spiel dem Adventure-Genre zu, dementsprechend Gameplay-arm ist Bye Sweet Carole. In den 2D-Welten lauft ihr von links nach rechts, klettert Kanten hoch und springt sie wieder runter, wenn ihr gewisse Schalter gedrückt und Kurbeln gedreht habt. Und meine Güte war das langweilig. Die Rätsel sind viel zu einfach, das Gameplay so träge, dass ich aus dem Gähnen nicht mehr herauskam, und die „Horror-Elemente“ sind zum Teil wirklich unangenehm schlecht. Denn ja, Bye Sweet Carole ist eigentlich ein Horrorspiel mit Jumpscares, gruseligen Figuren und einigen Verfolgungssequenzen – schauriger Thrill kam eigentlich nie auf. Lauft ihr vor den Feinden weg, könnt ihr euch in Schränken verstecken und kurz abwarten – diese Mechanik ist vielleicht am Anfang gruselig, wird schnell allerdings unfassbar anstrengend. Sie sorgt nicht für einen Gruselfaktor, sondern für Seufzer, weil das ohnehin schon verdammt träge Gameplay erneut unterbrochen wird. Nicht selten habe ich mich in den flinken Hasen verwandelt und bin dem tödlichen Feind in die Arme gelaufen, um schneller zu respawnen und endlich das dritte gleiche Rätsel hinter mich zu bringen.

Manche Rätsel sind interessant umgesetzt, in der Regel aber sehr anspruchslos

© Maximum Entertainment

Ja, richtig, die Rätsel unterscheiden sich zwar minimal in ihrer Aufmachung, aber in der Regel müsst ihr immer neue Schalter betätigen, die irgendwelche Türen auf der anderen Seite der Szene öffnen. Das höchste der Gefühle erreichte das Spiel in der zweiten Hälfte, wenn Lana zwischen den Welten wechselte. Dabei musste sie Gegenstände so positionieren, dass sie in einer zukünftigen Zeitlinie an exakt der richtigen Stelle bereitlagen; ein eigentlich cleveres Konzept, das viel zu selten genutzt wurde. Auch das Mischen von Chemikalien stellte eine Ausnahme dar.

Die Einfachheit der Rätsel wäre akzeptabel gewesen, wenn die Zielgruppe klarer definiert gewesen wäre. Bye Sweet Carole sieht aus, als wäre es für die Jüngeren entwickelt worden, auch die Geschichte könnte unter Umständen Anklang bei den Kids finden. Die Rätsel und das Gameplay eigentlich auch, dennoch wurde es von der FSK für eine Altersgruppe von 12 auf der Nintendo Switch und 16 auf der PC-Plattform Steam eingestuft. Das kommt durch verschiedene kleine Momente im Spiel, die für das Spiel ungewöhnlich „brutal“ sind und dadurch eine klare Dissonanz zwischen Schwierigkeitsgrad, Anspruch und visuellem Auftreten hervorrufen.

Zur technischen Kritik, die auf der Nintendo Switch erneut einfach nur katastrophal ausfällt, fasse ich mich zu meinem eigenen Schutz einfach kurz: Bye Sweet Carole ist auf Nintendos Konsole so sehr von Abstürzen und Fehlern geplagt, dass sie den eigentlichen Horror des Spiels darstellen. Als wäre technischer Totalausfall Teil des Gameplays ruckelt der Titel wirklich jedes Mal, wenn sich Lana in ihre Kaninchenform verwandelt – und das müsst ihr eigentlich nahezu alle 10 Sekunden machen. Dank der Ladezeiten könnt ihr zwischendurch allerdings durchatmen und eurem Frust ganz kurz Luft machen, denn diese dauern ebenfalls einige Sekunden. Auch hier gilt: In Bye Sweet Carole müsst ihr wirklich oft von links nach rechts laufen und andere Gebiete besuchen, sodass ihr den Ladescreen beinahe öfter zu Gesicht bekommt als die eigentlichen wunderschönen Handzeichnungen. Bye Sweet Carole reiht sich somit in die vielen anderen technischen Katastrophen auf der Nintendo Switch ein, dass ich gezwungen bin, zu sagen: Bitte, liebe Entwicklerstudios, bedient die Konsole endlich ordentlich oder einfach gar nicht mehr. Diese „Spielerlebnisse“ sind nicht mehr zumutbar.

Unser Fazit

5

Für Genre-Fans

Meinung von Michael Barg

Bye Sweet Carole sieht aus wie aus der Disney-Presse und kann zumindest visuell einen warmen, magischen Charme versprühen. Die Story ist interessant geschrieben und wird besonders durch die handgezeichneten Welten und Charaktere zum Leben erweckt – auch das Ende ist überraschend und stellt eine schaurige Wendung dar. Dennoch bin ich überzeugt, dass Bye Sweet Carole aufgrund des Gameplay- und Technik-Desasters lieber ein Film oder eine Mini-Serie geworden wäre. Auf euch warten die immergleichen, gähnend-langweiligen Rätsel und irritierenden Horror-Aspekte, über welche ihr euch in den unsagbar langen Ladescreens Gedanken machen könnt. Oder während der unzähligen Momente, in denen das Spiel einfach abstürzt. Oder von technischen Bugs zerfressen wird. Schaut euch Bye Sweet Carole eventuell auf anderen Systemen an, wenn euch meine genannten Kritikpunkte unter Umständen nicht stören – für mich war Bye Sweet Carole jedenfalls ein magischer Reinfall.
Mein persönliches Highlight: Die wunderschönen, handgezeichneten Visuals und die Story

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Kommentare 18

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  • Taske

    Turmfürst 22. Oktober 2025 um 16:03

    Ohje, das ist wirklich schade! :(

    Anhand der überaus charmanten Trailer hatte ich mir doch deutlich mehr von diesem Spiel erhofft.

  • Ninjasexparty

    Meister des Turms 22. Oktober 2025 um 16:06

    Das ist so Schade...Hatte mich echt gefreut auf das Spiel. Das das Gameplay nicht der Oberhammer wird, hab ich ja schon vermutet, aber das es so langweilig wird, hätte ich nicht gedacht.
    Wenns technisch noch gepatcht wird, dann würde ich dem Spiel wohl trotzdem noch eine Chance geben...wahrscheinlich aber erst im Sale...

  • editor0range

    Turmknappe 22. Oktober 2025 um 16:24

    Yeah endlich mal ein Reviewer, der die Technik anprangert. Ich dachte ich bin alleine, aber es gibt in dem Spiel extrem oft blockartige Kompressionsartefakte, die wohl wieder der physischen Catridge geschuldet sind. Hätte man das Spiel einfach digital veröffentlicht würde man da auch dieselbe Qualität kriegen, wie bei der PS5-Version. Ich spiele auf einem 55 Zoll TV und da sieht man die Kompression richtig schlimm, besonders in dunklen Szenen, zB innerhalb der ersten Stunden im Keller der Schule.

    Atmosphäre kann das Spiel gut und ich bin auch gewillt weiterzuspielen, wenn ein ordentlicher Patch rausgekommen ist. Bei Shinobi Vengeance hat´s ja auch nach zwei Monaten geklappt :P

  • Phil46

    Meister des Turms 22. Oktober 2025 um 16:29

    Schade vielleicht dann doch lieber Digital kaufen und hoffen das noch ein Switch 2 Update kommt.

  • Iggy-Koopa

    Baron van Spezi 22. Oktober 2025 um 16:36

    Das ist jetzt mal gar nicht schön zu lesen.
    Hmm.....
    Dann glaub ich, fliegt ein Spiel von der Liste.
    Echt Schade das ganze.

  • Maverick 18

    Black Hole Kommandant 22. Oktober 2025 um 18:31

    Ist schon traurig, wenn man den Testbericht liest. Das Potenzial ist definitiv da, aber wenn die Technik streikt, ist das schon sehr bitter. Irgendjemand muss das Spiel ja freigegeben und auf die Menschheit losgelassen haben. Ich verstehe immer nicht, wie das heute noch passieren kann.

    Bis jetzt bin ich selber noch nicht dazugekommen, es zu spielen. Von daher warte ich mal ab, ob da ein Patch nachgeliefert wird. Oder ich habe Glück und es betrifft die digitale Version nicht.

  • Korgnex

    Turmheld 22. Oktober 2025 um 18:42

    "Ein magischer Reinfall" <-- Ich finde die Überschrift etwas arg übertrieben.

    Ich spiele das auf der Switch 2.

    Es gab bisher keinen Absturz, auch keine Slowdowns oder irgendwelche auffälligen Ladezeiten. Der Übergang von Raum zu Raum geht - zumindest auf der Switch 2 - schnell vonstatten, allerdings nicht in einer Sekunde, sondern etwa 2 Sekunden. Das ist aber nicht der Switch-Version geschuldet, sondern ist auch bei der Steam-Version so, wie dort in den Foren zu lesen ist. Das könnte man sicher noch optimieren und erscheint Engine-bedingt. Wenn man stirbt, ist man ebenfalls in wenigen Sekunden wieder an Ort und Stelle. Das Spiel ausschalten und wieder reingehen, habe ich auch getestet. Das geht sehr schnell.

    Kurz: Dieses Spiel hat - auf der Switch 2 - KEINE lange Ladezeiten.

    Es könnte auf der Switch 1 etwas länger laden. Ich bezweifle allerdings, dass das viel länger sein kann. Es gibt schlicht und ergreifend nichts, was die Switch 1 hardware-mäßig für dieses Spiel limitiert. Dann müsste der Port schlecht sein. Davon ist auf der Switch 2 zumindest nichts zu merken.


    Fehler mit Gegenständen / den Rätseln, die das Spiel hatte, wurden in der Steam-Version bereits gefixt. Noch nicht alle, aber vieles, was gemeldet worden ist. Weitere Patches werden folgen, die Entwickler lesen die Foren auf Steam und haben weitere Patches bereits angekündigt.

    Bei Nintendo habe ich außer dem Day1-Update auf 1.0.2 noch keinen Patch erhalten. Das scheint vermutlich wieder mal an Nintendo zu liegen, bereits eingereichte Patches der Entwickler nicht zügig freizugeben.

    Also wer eine Switch 2 hat: Das Spiel läuft auf der Switch 2 fast 1:1 wie auf Steam - mit verzögerten Patches (bisher nur Day1 = Version 1.0.2).


    Das Spiel hat in der Switch 1-Version knapp 10,9 GB. Das ist fast dasselbe wie die Steam-Version (14,57 GB). Grafische Downgrades gibt es - Gott sei Dank - nicht. Die Datenkompression ist bei der Switch bekanntlich eine andere als es das für den PC bräuchte.


    Ich möchte kurz erklären, was dem Tester aufgefallen ist, was ich selber als nicht die richtige Entscheidung der Entwickler halte. Es ist aber bei Weitem kein Beinbruch und KEIN technischer Makel der Switch-Version.

    Das Spiel hat auch in der Steam-Version keine grafischen Einstellungsmöglichkeiten. Die Auflösung (im TV-Modus) scheint 1080p zu sein. Bei der Steam-Version gibt es keine höhere interne Auflösung, was auf natives 1080p hindeutet.

    Nun zur Grafik konkret:

    1) Irgendwann in der Entwicklung hat man sich dazu entschlossen, mit chromatischer Abberation zu arbeiten und die Farbgebung/Düsterheit des Spiels angepasst. Dabei führt chromatische Abberation zu Farbfehlern und "Pixelfehlern", die beabsichtigt sind und einen filmischen Effekt erzeugen. Mir wäre es lieber, man könnte dies per Option an- oder ausschalten, um unterschiedliche Geschmäcker zu bedienen. Eine solche Option gibt es aktuell aber nicht. Für einen Laien - so evident in den Steam-Foren - wirkt das wie als wäre K.I. im Spiel, da diese Bildfehler fälschlicherweise die wundervolle Handarbeit (bitte mal googlen was Chris Darill für Artworks für frühe Prototypen von Remothered gezeichnet hatte) in ein falsches Licht rücken.

    2) Des Weiteren entschieden sich die Entwickler dazu, den Zeichentrickstil des Spiels mit einem "VHS-Filter" mehr an klassische Zeichentrickfilme anzupassen. Jedoch kommt hierbei unsinnigerweise eine Art "Pixelation Filter" zum Zuge, der das Bild wie bei niedrig aufgelöstem Video (z.B. aus den Anfangszeiten des Internets oder einfach sehr schlechtes Streaming) stellenweise verpixelt.

    Das ist das, was auch dem Tester von ntower im Keller gegen Anfang des Spiels aufgefallen ist. Es ist hauptsächlich bei dunklem Backdrop und bei Objekten, die aufgrund des Parallexing (Scrollen von Objekten auf mehreren Ebenen) sich im Vordergrund der Szene bewegen auffällig wie z.B. die Blumen im Bildschirmvordergrund in der ersten spielbaren Szene des Spiels. Diese sind verpixelt. Geht man die Treppe bei dem dunklen Background hoch oder runter, sieht das aus wie ein zu niedrig aufgelöstes Video. Hier greift der Filter und verschlechtert die visuelle Darstellung absichtlich. Ich finde das unnötig und der schönen Zeichenarbeit nicht gerecht werdend.

    Das hat nichts mit der Switch-Version zu tun. Das ist auch in der Steam-Version so. Bei VHS hatte man jedoch keine derartige Verpixelung, das gab es nur bei LaserDiscs. Das ist wie die ewige Diskussion von PixelArt, durch die CRT-Bildschirme von früher haben wir keine hässlichen Pixel wie in den heutigen "Retro-Spielen" gesehen, sondern die Pixel wurden "gerundet" und alles sah früher besser aus als heute mit modernen Displays. Daher ist dieser künstliche Filter mMn arg unnötig und stuft die künstlerisch sehr hochwertige Gestaltung des Spiels un Unrecht herab.

    Ich erinnere hier gerne an wie man früher "Die Schöne und das Biest" (Disney Zeichentrickfilm von 1991) auf VHS daheim geschaut hat. Da war das Bild nicht kristallklar und scharf, aber es gab keine Verpixelung. Das hatte man, wenn man die LaserDisc hatte (die dafür bessere Farbdarstellung bot).

    Heute will ich "Bye Sweet Carole" eigentlich so spielen können, wie "Die Schöne und das Biest" (Disney Zeichentrickfilm von 1991) in der HD-/3D-Version aussieht. Dort sieht man erstmals wie aufwendig die ganzen Zeichenarbeit ist (Multi-Plan-Kamera für verschiedene Ebenen, vor allem in der 3D-Version bemerkenswert!) und alles ist sauber und sehr hübsch. Das ist eigentlich das, was die Entwickler hier auch gemacht haben, aber sie haben sich dann entschlossen, mit Filtern einen Retro-Look zu erzeugen und die Spieler können derzeit die Filtern nicht nach Belieben an- oder ausschalten. Das ist sehr schade!

    Meiner Meinung nach sollte man den Spielern die Möglichkeite geben, beides an- oder auszuschalten. Bei Steam findet sich ein Thread, der das von den Entwicklern fordert. Unterstützt das in dem Thread und vielleicht wird entsprechend nachgebessert --> https://steamcommunity.com/app/2428980/di…62291941750271/


    Also: Bis auf noch vorhandene Bugs und verzögerte Patches (Danke, Nintendo!), ist die Switch-Version - auf der Switch 2 - dasselbe Erlebnis wie die Steam-Version!

  • Iggy-Koopa

    Baron van Spezi 22. Oktober 2025 um 18:43

    Maverick 18
    Ach, da ist und bleibt das beste Beispiel immer noch "Souldiers". Ab dem ersten Haupt-Boss, wo man endlich das erste Mal den Untergrund verlässt und in die Stadt geht, ist es immer ein fürchten und hoffen, das der nächste Speicherpunkt nicht das Spiel zum Absturz bringt. Was ab dem Zeitpunkt sehr oft passiert. In der Pyramide ist es dann komplett zum kotzen, da kann ein einfach Gegner der dich trifft, dieses Schauspiel verursachen. Ich hatte so viel Spaß mit dem Game. Doch ab dem dritten großen Bereich Unmöglich. Da jedes Speichern das Spiel zum Abbruch zwang und ohne zu speichern kam ich nicht weiter. Das dieses Spiel so durchging und da bis heute nichts gemacht wurde, versteh ich nicht.

  • Lapras

    Turmheld 22. Oktober 2025 um 19:09

    Wirklich schade, da ich mir das Spiel jedoch schon vor einem Jahr vorbestellt habe und Amazon schon versendet hat, werde ich es trotzdem behalten und am Wochenende selbst spielen.

  • Korgnex

    Turmheld 22. Oktober 2025 um 19:20

    Hier mal die Patch Notes von Patch 1.0 und Patch 2.0 auf Steam - bislang fehlen diese Patches für die Switch-Version.

    Wer weiß, wo man bei Nintendo Druck machen kann, dass sich da was tut (am Entwickler liegt es nicht!), der kann das ja mal gerne tun oder hier mitteilen, wie man dort Leute erreicht.

    PATCH 1.0 (2025/10/14) - PATCH NOTES

    • Fixed an issue causing players to occasionally lose input and “hold your breath” UI in a hiding spot, specifically in the shower room in Chapter 4
    • Fixed a collision issue causing Lana to get stuck in the walls after climbing down in the lower part of the future Library in Chapter 7
    • Fixed an issue occasionally preventing Lana from interacting with the crank in the Sewing Room in Chapter 4
    • Fixed a rare infinite loading issue when trying to go back to the dancing room after leaving in Chapter 6
    • Fixed a rare issue blocking Lana in the searching animation after finding the crank during the boss fight in Chapter 5
    • Fixed an issue causing the mannequin to occasionally appear twice in the Sewing Room in Chapter 4
    • Made it impossible for the player to go through the gate in the Sewing Room before fully opening it, preventing a softlock in Chapter 4
    • Fixed a rare infinity loading issue when reaching the Tower in Chapter 10
    • Fixed an issue in the Sewing room where the mannequin wouldn't fall from the top level, blocking Lana on the crate and preventing progression


    PATCH 2.0 (2025/10/21) - PATCH NOTES:

    • Fixed an issue causing Lana to get stuck hanging from the handle and preventing her from grabbing it in the waste room in Chapter 3
    • Fixed an issue causing Lana to rotate the crank indefinitely during the well boss fight in Chapter 5
    • Fixed an issue causing Mr. Baesie to fall through geometry when using the dumbwaiter in the control room in Chapter 6
    • Fixed an issue causing a black screen upon entering the dining room from the elevator shaft in Chapter 10
    • Fixed a prompt that was occasionally missing to open a door in Chapter 7, blocking the player in the Library
  • Taske

    Turmfürst 22. Oktober 2025 um 19:25

    Vielen Dank für die hilfreiche und ausführliche Ergänzung/Erläuterung! :)

  • Maverick 18

    Black Hole Kommandant 22. Oktober 2025 um 21:05

    Iggy-Koopa

    2011/ PS3 / Skyrim

    Es gab da einen Bug, wo ab einem bestimmten Charakterlevel das Spiel immer wieder abgestürz ist oder es hat massiv geruckelt. Vorher war alles gut (also für Bethesda-Verhältnisse) und dann ging es auf einmal los, wie als ob ein Schalter umgelegt wurde. Das war dann komplett unspielbar und es hatte auch eine Weile gedauert, bis das gefixt wurde.

    Das waren noch goldene Zeiten. :D

  • editor0range

    Turmknappe 23. Oktober 2025 um 09:38

    Das Spiel hat in der Switch 1-Version knapp 10,9 GB. Das ist fast dasselbe wie die Steam-Version (14,57 GB). Grafische Downgrades gibt es - Gott sei Dank - nicht. Die Datenkompression ist bei der Switch bekanntlich eine andere als es das für den PC bräuchte.

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    Das ist Steam-Capture und der Wolkenhimmel sieht gut aus. Auf Switch ist alles voll mit Kompressionsblöcken.

    Die Kompressionsartefakte sind das Downgrade. Da braucht es einen Patch. Egal ob Switch 1 oder 2.

  • Korgnex

    Turmheld 23. Oktober 2025 um 10:18

    Danke für das Video. Nach genauerer Analyse ist dem zuzustimmen, dass die Verpixelung in der Switch-Version schlimmer ist als in der Steam-Version. Die Steam-Version hat zwar auch künstliche Verpixelung, aber in geringerem Umfang.

    Dann hat man tatsächlich unnötig oder schlecht komprimiert oder der Grafikfilter löst zu niedrig auf, irgendwas stimmt mit der Switch-Version definitiv nicht. Anders kann ich mir das nicht erklären. Es ist nur merkwürdig, weil nichts davon Videos oder pre-rendered ist, sondern in Echtzeit gerendert wird. Dann hat der Publisher unzureichende Erfahrung mit der Switch 1-Hardware, denn die restlichen Titel sind grafisch sehr einfach gehalten.

  • editor0range

    Turmknappe 23. Oktober 2025 um 13:14

    Korgnex

    Mich stört am meisten, dass das Gameplayfootage im Switch-Launch-Trailer keine Kompressionsartefakte hat und daher von der PC/PS5-Version stammt. Im Trailer sind da die Stiegengeländer zu nennen, die in der Switch-Vollversion 1.0.2 Artefakte aufweisen. Ich meine, jeder Switch-Besitzer schaut sich den Trailer an, bevor er/sie kauft und dann ist das Gezeigte einfach eine Täuschung. Also echt bissl heftige Aktion... oder rege ich mich zu viel auf?

  • Korgnex

    Turmheld 23. Oktober 2025 um 14:11

    Nein, das stimmt. Nintendo betreibt eh keine wirkliche Qualitätskontrolle, das ist nur PR.

    Schlimm ist auch, dass Nintendo bis heute NULL Transparenz bzgl. Vertonung bietet. Bei Steam wird mir "Oberfläche" (= Menüs usw.), Ton (Sprachausgabe) und Untertitel in jeder verfügbaren Sprache im Store angezeigt. In der Regel stimmt das auch.

    Nintendo suggeriert einem Sprachen wie Deutsch und Eltern kaufen ihrem Kind ein Spiel nur um festzustellen, dass es keine deutsche Sprachausgabe gibt. Das ist höchst irreführend.

    Ich hatte mich damals bei Nintendo mit derem Kundendienst wg. irreführenden Angaben herumgeschlagen. Man wollte keine Erstattung veranlassen. Man ist dann eingeknickt und hat nachgegeben und kurze Zeit später wurde das Vorbestell-System überarbeitet.

    Jedoch umschifft Nintendo hierzulande immer noch allgemeines Verbraucherrecht, indem einem vorgegaukelt wird, dass man 7 Tage vor Veröffentlichung nicht von einer Vorbestellung zurücktreten könne. Und leider hat sich der Verbraucherschutz mit der neuen Regelung vorerst zufrieden gegeben, obwohl die Ausführung der Gegenleistung erst mit Veröffentlichung erfolgt und ein Rücktritt nicht durch das Widerrufsrecht (bzw. dessen Verzicht) ausgeschlossen wird, weil die Leistung ja noch gar nicht erfolgt ist. Und gerade bei Sachmängeln - eben wegen irreführender Werbung seitens Nintendo im eShop - steht einem nach wie vor der Rücktritt oder Kaufpreisminderung zu. Nachbessern tut Nintendo ja nicht, da fast alles nicht ihre Produkte sind.

  • Iggy-Koopa

    Baron van Spezi 25. Oktober 2025 um 11:58

    Korgnex
    Hab mich entschieden, ich traue mal deiner Aussage hier und hab es mir jetzt trotzdem auch geholt. Auch wenn meine Erste Aussage war, dann streichen wir es von der Liste. Aber da du erwähnt hast, bei der Switch² läuft alles, sind wir mal ehrlich gut und durch deine Erklärungen hab ich auch, durch Googlen mehr verstanden was gemeint ist. Aber wehe den.
    Mistgabel ist frisch gespitzt. 😉

  • Korgnex

    Turmheld 25. Oktober 2025 um 21:05

    Korgnex
    Hab mich entschieden, ich traue mal deiner Aussage hier und hab es mir jetzt trotzdem auch geholt. Auch wenn meine Erste Aussage war, dann streichen wir es von der Liste. Aber da du erwähnt hast, bei der Switch² läuft alles, sind wir mal ehrlich gut und durch deine Erklärungen hab ich auch, durch Googlen mehr verstanden was gemeint ist. Aber wehe den.
    Mistgabel ist frisch gespitzt. 😉

    Bzgl. der Kompressionsartefakte hat editor0range leider recht. Die gehören da nicht hin. In den Steam-Foren müssten mehr Leute in dem verlinkten Thread hierzu was schreiben (notfalls per Google-Übersetzer auf Englisch übersetzen lassen). Bisher schweigt man noch zu dem VHS-Filter und der Switch. Ist natürlich ein Nischentitel und von ntower geht wohl kaum einer ins Steam-Forum und schreibt dort.