Unser Test zum Spiel: Final Fantasy Crystal Chronicles: My Life as a King

Final Fantasy. End-Fantasie? Nein, eben nicht. Unter dem Namen "Final Fantasy" verbirgt sich was ganz Großes. Viele Charaktere, schöne Landschaften, ein ausgewogenes Kampfsystem und eine epische Geschichte halten dieses Franchise auf Trab. Jetzt ist auch das erste Final Fantasy Spin Off unter dem Namen Final Fantasy Crystal Chronicles: My Life as a King für die Wii erschienen, jedoch nicht als Vollpreis-Titel, sondern als WiiWare-Spiel auf Nintendos erfolgreichem Downloadportal im Wii-Shop-Kanal. Doch einen großen Unterschied gibt es: man hat nicht auf die altbekannten RPG-Elemente gesetzt, man hat daraus ein Aufbau-Spiel gemacht. Wie sich der Titel letztendlich spielt und ob sich die 1500 Wii-Points lohnen, erfahrt ihr im folgenden Text.

Die Geschichte von Final Fantasy Crystal Chronicles: My Life as a King spielt nach der Situation vom Vorgänger für den Gamecube. Wie war das noch mal? Genau! Unser Planet Erde wurde dank der Kristall-Karawanen vom Miasma gerettet. Leo, der in beiden Final Fantasy Crystal Chronicles Teilen der junge König war, hatte dies am eigenen Leib gespürt. Schlussendlich landete er bei der Suche nach seinem Vater in den Ruinen einer alten Festung. Diese wurde mit einem großen blauen Kristall in der Mitte bestückt. Der Kristall gibt dem jungen König die Aufgabe, aus der Ruine eine große Stadt zu bauen und eine große Bevölkerung um sich zu scharen. Um dies zu meistern, überreicht der Kristall dem König die Kraft des Architek, diese soll es ihm ermöglichen, Gebäude zu errichten.

Hört sich auf den ersten Blick an wie eine simple Aufbau-Simulation, aber da habt ihr euch getäuscht. So geht es zwar hauptsächlich darum, die Stadt immer weiter auszubauen, doch um das tun zu können, müsst ihr euch um andere Dinge kümmern. Ihr müsst zum Beispiel Abenteurer in verschiedene Dungeons schicken, um dort blaue Element-Steine zu finden, welche ihr benötigt, um in der Stadt Gebäude bauen zu können. Besiegen eure Abenteurer verschiedene Bosse, erhaltet ihr neue Gebäude, die ihr errichten könnt. Die Dungeons werden euch nach bestimmten Gelegenheiten weitere Aufgaben bieten, so müsst ihr irgendwann für einen Schmied ein spezielles Metall aus den Dungeons besorgen, damit er spezielle Waffen herstellen kann. Doch Aufgepasst! Man sollte lieber Abenteurer hinschicken, die nach eurer Meinung am geeignetsten für die jeweilige Aufgabe sind, um eure Siegchancen zu erhöhen.
Bevor sich eure Helden an ihre Aufgabe machen, besuchen sie ein paar Geschäfte, um das wichtigste Zeug für die Reise zu kaufen. Je weiter ihr diese Shops upgraded, desto bessere Items können sich eure Auftrags-Söldner kaufen.
Während eure Abenteurer am kämpfen sind, könnt ihr euch im Dorf um andere Dinge wie das Wohlergehen eurer Bevölkerung kümmern, indem ihr mit dem einen oder anderen ein paar Worte austauscht. Denn dies steigert die Moral des Dorfes, die links im Bild mit einem Balken angezeigt wird. Wenn der erste Balken voll ist, erscheint unter dem Balken ein Punkt, was bedeutet, dass ihr zurück ins Schloss und diesen Punkt für die Popularität des Dorfes verwenden könnt. Habt ihr dies getan, muss der Balken erneut gefüllt werden.
Am Anfang eines Tages könnt ihr eurer Bevölkerung auf einem "schwarzen Brett" zeigen, welche Aufgabe bzw. welcher Dungeon sie erwartet. Dank einer Sprechblase könnt ihr an ihrer Mimik erkennen, ob sie das Ereignis freut oder unglücklich macht.
Gebäude könnt ihr nur an vorgegeben Stellen bauen und auch nur eine bestimmte Anzahl davon. Je mehr Gebäude in eurer Festung sind, desto höher wird die Bevölkerungsdichte des Dorfes. Nach längerer Zeit habt ihr die Möglichkeit, verschiedene Rassen-Häuser zu erstellen. Diese sind unterteilt in Schwarze/Weiße-Magier, Kämpfer und Diebe. Je nach der Größe der Gruppe kann man Leute in die einzelnen Häuser schicken und diese quasi auf die Fähigkeit „skillen“. Dies wird im späteren Verlauf auch ziemlich vonnöten sein, wenn man eine Party aus verschiedenen Klassen erstellen muss, um in den schweren Dungeons siegreich hervor zu gehen.
My Life as a King kann mit dem Gamecube- oder Classic-Controller, Wii-Remote oder Wii-Remote & Nunchuk gespielt werden.

Das Final Fantasy Spin Off zeigt sich von seiner guten Seite und kann mit schönen Effekten beeindrucken. Man merkt im Spiel wirklich, wie viel Liebe in die Charaktere gesteckt wurde, leider enttäuscht jedoch die Umgebung. Diese flimmert und wirkt ziemlich lieblos. Besonders wenn viele Gebäude im Dorf gebaut wurden und viele Charaktere herumlaufen, sinkt die Framerate im Spiel sehr stark nach unten. Nichts desto trotz merkt man, dass sich die Entwickler bei Square-Enix Mühe gegeben haben. Was einem vielleicht nicht schmecken wird, ist, dass My Life as a King nur englischen Bildschirmtext enthält.

Die Musik ist sehr stimmungsvoll gestaltet, und wird euch im Laufe des Spiels nicht auf die Nerven gehen. Schade ist, dass euch tagsüber im Spiel nur eine Melodie begleitet und dass keine große Abwechslung vorhanden ist. Vielleicht gibt es bald eine Möglichkeit, ein Song-Pack im Add-On-Content zu kaufen.

Unser Fazit

7

Spaßgarant

Meinung von Dennis Meppiel

Ach wie ist es schön, dass es die Sektion WiiWare gibt. Denn als Vollpreis-Titel wäre My Life as a King sicherlich gefloppt, denn das Spiel kann die Qualität eines Vollpreis-Spieles nicht ersetzen, aber für 15 Euro erwarten euch 10-15 Stunden Spielspaß. Und wer noch nicht genug hat: im Spiel gibt es die Möglichkeit zusätzlichen Download-Content gegen Bares herunterzuladen, aber leider sind die Preise sehr happig ausgefallen. Sonst machen die Grafik, abgesehen von der Framerate, und der Sound einen befriedigenden Eindruck.

Die durchschnittliche Leserwertung

10 User haben bereits bewertet