Unser Test zum Spiel: Laufrhythmus DS: Bring Bewegung in dein Leben!

Seit dem großen Erfolg von Wii Fit wissen wir, dass auch Fitness-Spiele Spaß machen und gut verkauft werden können. Besonders bei Nintendo war es auffällig, dass sie jedes Mal eine neue Peripherie mitgeliefert haben, um das Produkt teurer verkaufen zu können. Jetzt kommt „Laufrhythmus DS – Bring Bewegung in dein Leben“, das in der Verkaufsverpackung zwei Schrittzähler, auf Englisch Actimeter, beinhaltet. Doch was es mit dem Non-Game auf sich hat, erfahrt ihr im nachfolgenden Text.

Als erstes kann man dieses Produkt nicht als Spiel bezeichnen, da es nur eine Software ist, die eure Schritte am Tag zählt. Besonders auffällig ist, dass dieses Produkt nicht einmal eine Einstufung der USK oder sogar PEGI erhalten hat. Am Anfang muss man zuerst seinen Actimeter einrichten, in dem man ein Nutzerkonto eröffnet und sogar einen Mii erstellt oder ihn von der Wii-Konsole importiert. Dieser Einsatz der Verbindung zwischen Handheld und Konsole könnte in Zukunft ruhig öfter geschehen. Auch wenn der Spieler keine Wii-Konsole haben sollte, kann er dank des vollwertigen Mii-Editors in „Laufrhythmus“ seinen eigenen Charakter erstellen. Als Zugabe kann der Sport-Lehrling seinen Mii sogar sportlich einkleiden. Nachdem das Actimeter euch noch die restlichen Daten abgefragt hat (Ja, das Actimeter ist auch ein eigenständiger Charakter, so wie das Balance Board in Wii Fit) müsst ihr anfangen, jeden Tag mit dem Actimeter zu laufen, um euren Lebensrhythmus zu erhalten. Denn das Produkt will euch helfen, euren Rhythmus wieder zu finden, um einen guten Tagesablauf zu erhalten. Das Actimeter gibt euch jeden Tag Tipps, wie ihr diese Tage gut überstehen könnt. Um es jederzeit dabei haben zu können, könnt ihr es in eure Hemdtasche stecken, am Gürtel befestigen oder in eure Hosentasche stecken, damit eure Schritte jeden Tag registriert werden. Jeden Tag habt ihr ein bestimmtes Ziel, wie viele Schritte ihr laufen müsst. Dabei kann der Spieler selbst aussuchen, wie viel er laufen will. Am Anfang setzt das Produkt dem Spieler das Ziel, 3000 Meter am Tag zu laufen, aber für diejenigen, die diese Entfernung in ihrer Pause zurücklegen, kann das Ziel in den Optionen geändert werden. Es können sogar bis zu 99 Km eingestellt werden (Was natürlich total sinnlos wäre). Neben dem Tagesziel werden dem Spieler auch Tagesaufgaben gegeben, die der Spieler ehrlich erfüllen muss. So muss man zum Beispiel Ziele wie das richtige Kauen oder das Grüßen jedes Menschen erreichen. Wer das tatsächlich durchgezogen hat und ehrlich ist, kann die Frage am Ende des Tages bejahen. Wenn ein Tag vorbei sein sollte, müsst ihr das Actimeter dank der Infrarot-Technik mit dem DS(i) verbinden, damit das Programm eure Ergebnisse auswerten kann. Diese bleiben 14 Tage im Actimeter gespeichert – so lange habt ihr Zeit, die Ergebnisse auf den DS zu übertragen.

Neben der Hauptfunktion sind auch noch zwei kleinere Minispiele eingebaut, die mit euren Schritten zusammen arbeiten. So sorgt eines dafür, dass euer Haus mithilfe eurer registrierten Schritte erhellt wird,. Wenn ihr jeden Tag viel lauft, bekommt ihr relativ schnell die 10.000 Watt zusammen, die ihr für die volle Beleuchtung benötigt. Beim zweiten Spiel müsst ihr 100 Bilder aufdecken. Jedes Bild benötigt über 10.000 Schritte, um es aufdecken zu können. Diese sind auch mit einem Text untermalt, der euch Informationen wie zum Beispiel zum Eiffelturm verrät. Auch eine Online-Rangliste ist mit von der Partie, die aber eigentlich mehr als sinnlos ist. Denn man kann die Software natürlich betrügen, indem man einfach mit dem Actimeter wackelt, um seinen Zähler steigen zu lassen. So sind Spieler eingetragen, die am Tag 70.000 Meter laufen. Wer das glaubt, muss schon sehr naiv sein. Aber nicht nur der Mensch kann das Actimeter benutzen, ihr könnt das Gerät auch eurem Hund ans Halsband hängen.

Das Spiel ist von der grafischen Sicht her sehr schlicht und einfach gehalten. Neben der typischen Mii-Gestaltung protzt das Spiel mit keinerlei grafischen Highlights. Selbst die Bilder im Minispiel sehen sehr verpixelt aus, was aber wahrscheinlich am geringen Speicherplatz des DS-Moduls liegt.

Auch der Sound ist nicht in den Vordergrund gerückt worden, weil das Spiel wieder einmal vom typischen Edutainment-Sound von Nintendo Gebrauch macht.

Unser Fazit

Meinung von Dennis Meppiel

Natürlich kann man das Spiel nicht in der Zielgruppe der Hardcore-Gamer bewerten. Nintendo möchte einfach eine kleine Gruppe der Casual-Gamer zufrieden stellen, indem sie etwas Neues herausbringen, das den Markt revolutionieren soll. Die angesprochene Zielgruppe ist sogar noch etwas dezenter. Man möchte einfach Leute erreichen, die wissen wollen, wie ihr Laufrhythmus ist. Für diese Interessenten gebe ich auch eine Empfehlung. Andere Spieler, die sich fit machen wollen, sollten lieber zu Wii Fit greifen, soweit sie auch eine Wii besitzen.

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