Unser Test zum Spiel: World Championship Sports: Summer

Schaut man dieser Tage aus dem Fenster, sieht man nichts weiter als trostloses Herbstschmuddelwetter, das die Sehnsucht nach warmen Sonnenstrahlen wohl ins Unermessliche wachsen lässt. Doch Activision versucht mit World Championship Sports Summer ein Stückchen Sommer auf euren DS zu bringen, indem ihr euch auf einer Südseeinsel bei sechs verschiedenen Sportarten austobt. Ob euch beim Spielen warm ums Herz wird oder es euch eher kalt den Rücken runter läuft, erfahrt ihr in unserem Test.

Zu Beginn eures “Sportabenteuers” fertigt ihr euch euren eigenen Sportler. Dabei habt ihr allerdings nicht viele Möglichkeiten, sodass ihr damit ziemlich schnell fertig seid und euch ins eigentliche “Spielgeschehen” stürzen könnt. Euch erwarten mit Golf, Tennis, Fußball, Volleyball, Baseball und American Football insgesamt sechs Sportarten, welche allesamt in Form von kleineren Minispielen dargeboten werden. Ihr bestreitet also zum Beispiel keine echten Golf-Turniere oder ähnliches. Stattdessen schießt ihr auf zwei verschiedene Ziele, um Punkte zu sammeln; trefft ihr dabei die Zielscheibe, verdoppeln sich eure erzielten Punkte je nach Trefferzone. Beim Volleyball spielt ihr mit einer Bombe, bis sie jemand fallen lässt oder werft beim Football den Ball so, dass euer “Mitspieler” diesen locker fangen kann. Gespielt wird das Ganze mit Hilfe des Touchscreens, leider ist die Steuerung extrem ungenau, was vor allem beim Golf für Frust sorgt. Ihr habt keinerlei Anzeigen, wie stark ihr schwingen könnt und zumeist fliegen eure Bälle entweder zu weit oder landen zu früh im Grün. Schon nach kurzer Zeit langweilen euch die Disziplinen durch die ziemlich uninspirierte und lieblose Umsetzung, welche von euch nicht wirklich viel abverlangt. Auch die Möglichkeit, Highscores in den einzelnen Minispielen aufzustellen, kann einen nicht zum ausgiebigen Spielen anspornen. Einziger Vorteil der Handheld-Version ist, dass sich diese im Gegensatz zum großen Bruder auf der Wii eher für eine schnelle Runde für zwischendurch eignet, wenn man unterwegs ist.

Das Spiel scheint komplett für die jüngeren Zocker und Casual-Spieler konzipiert zu sein und bietet keinerlei Highlights, alles wirkt wie auf Sparflamme und schnell daher entwickelt. Im Gegensatz zur Wii-Version hat das Spiel nicht einmal einen Mehrspieler-Modus, was ein klarer Minuspunkt ist.

Die Grafik des Spiels ist wirklich richtig schlecht. Alles ist total verpixelt und nichts passt zusammen, grobe Clipping-Fehler und Klötzchenfiguren schmerzen eure Augen und sorgen in keinster Weise für Inselflair. Da wäre eindeutig mehr drin gewesen.

Soundtechnisch dudeln einfallslose und zugleich uninspirierte Hintergrundmelodien durch die Lautsprecher. Vereinzelt tönen euch während der Minispiele deutsche Kommentare entgegen, die euch ein kleines Feedback über eure aktuellen Leistungen geben sollen. Leider wiederholen sich diese aber viel zu häufig. Dennoch sollte man dies wenigstens löblich erwähnen, da somit auch kleine Zocker alles im Spiel verstehen können.

Unser Fazit

2

Enttäuschend

Meinung von Janine Brömme

World Championship Sports Summer ist eine enttäuschende Sportspielsammlung, welche keinerlei Besonderheiten vorweisen kann und am besten links liegen gelassen werden sollte. Schnell werden die Disziplinen langweilig und da es keinerlei Wiederspielwert gibt, wird das Spiel wohl schnell wieder aus eurem Nintendo DS wandern.

Die durchschnittliche Leserwertung

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