Test zu Die Simpsons – Das Spiel - Wii

  • Deutschland Deutschland: Die Simpsons – Das Spiel
Plattform
Wii
Erscheinungsdatum
08.11.2007
Vertrieb
Electronic Arts
Entwickler
Electronic Arts
Genre
Action
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Unser Test zum Spiel: Die Simpsons – Das Spiel

Von Pascal Hartmann () Die Simpsons sind wohl die bekannteste und auch beliebteste Fernsehfamilie der Welt. Da macht es keinen großen Unterschied, dass die Darsteller nicht einmal tatsächlich existieren. Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie sind Zeichentrickfiguren, die mit ihren Abenteuern primär die amerikanische Lebensart persiflieren, und damit auch außerhalb der USA die Lacher auf ihrer Seite haben. Mit Die Simpsons: Das Spiel bringt EA eine Umsetzung der Serie auf die Wii, die endlich die Serie vorheriger schlechter Umsetzungen auf den letzten Konsolen unterbrechen soll. Ob dies mit vollbracht wurde, erfahrt ihr in unserem Review.

Als Bart eines Tages wütend durch die Straßen Springfields zieht, weil seine Mutter ihm sein gerade erst neu erstandenes Videospiel „Grand Theft Scratchy“ abgenommen hat, fällt ihm eine Spielanleitung vor die Füße. Merkwürdigerweise sind er mitsamt seiner Familie die Helden des Spiels! Am interessantesten ist das Kapitel über die Superkräfte der einzelnen Familienmitglieder, die sich dann tatsächlich auch in Tat umsetzen lassen. Im Laufe des Spiels nutzt ihr diese Kräfte, um Mr. Burns teuflische Pläne zu vereiteln oder eine Alien-Invasion aufzuhalten.
Dies erledigt ihr immer in Zweier-Teams. Mit den beiden vorgegebenen Mitgliedern des Simpsons-Clans ist es euer Ziel, heil bis ans jeweilige Levelende zu kommen. Dazu prügelt ihr euch mit diversen Bösewichten wie Football-Spielern oder Holzfällern. Regelmäßig müsst ihr die Spezialfähigkeiten der Charaktere verwenden, um diverse Rätsel zu lösen. So kann Lisa zum Beispiel an bestimmten Stellen ihre telekinetischen Kräfte einsetzen, um bestimmte Gegenstände neu anzuordnen und so den weiteren Weg freizuräumen. Bart schwebt über weite Abgründe und Homer fliegt dank Helium durch die Lüfte. Nur durch den gekonnten Einsatz dieser Fähigkeiten und Teamplay haben die Simpsons eine Chance, ihr Abenteuer zu bestehen. Leider wiederholen sich die Rätseleinlagen im Laufe des Spiels ständig, und das Geprügel verliert schnell an Reiz. Dafür sind die einzelnen Level thematisch abwechslungsreich, und die Story entfaltet sich mit dem typischen Simpson-Humor und diversen Seitenhieben an bekannten Spielereihen wie Medal of Honor.

Man merkt dem Spiel leider an, dass EA sich keine Mühe bei der Umsetzung für Nintendos Konsole gegeben hat. Klappt das Herumlaufen per Analogstick noch ohne Probleme, und das Ausführen von Schlägen mit dem B-Knopf ebenso, verursacht das Springen per A-Knopf ab und zu Probleme. So kann es vorkommen, dass ihr auf eine Kante zulauft, um auf die nächste Plattform zu springen, und im nächsten Moment fallt ihr in tödliches Nass, da die Steuerung nicht reagiert hat. Könnte man darüber noch hinwegsehen, gibt es für die katastrophale Kamera keine Entschuldigung. Sie schafft es so gut wie nie, sich wenigstens halbwegs perfekt zu positionieren, ständiges manuelles korrigieren mit dem Steuerkreuz ist deshalb Pflicht. Doch selbst dann hat man es teilweise schwer, die richtige Perspektive zu finden. Ab und zu schwenkt die Kamera zusätzlich urplötzlich in eine andere Richtung, und ist man vorher auf einem schmalen Steg unterwegs gewesen, landet man auf Grund dessen schneller im Abgrund, als man den Schwenk realisiert hat. Die Spezialattacken werden durch bewegungs-sensitive Bewegungen ausgeführt. Dies funktioniert leider auch nicht immer sofort wie gewünscht. Insgesamt fühlt sich die gesamte Steuerung aufgesetzt an und nimmt dem Spiel eine große Menge an Spaß, den man eventuell mit dem Gameplay haben könnte.

Die Grafik ist ein deutlicher Pluspunkt von Die Simpsons: Das Spiel. Ihr habt immer das Gefühl, ihr bewegt euch innerhalb einer Folge der TV-Serie. Das Cel-Shading ist wirklich gelungen, zusätzlich könnt ihr, wenn ihr die Möglichkeit dazu habt, die hohe Weitsicht bewundern. Die Animationen sind Figuren-typisch und sehr nett anzusehen. Das Kantenflimmern hätte man aber deutlich minimieren müssen. Die Geschichte wird mit extra für das Spiel gezeichneten Zwischensequenzen vorangetrieben.

Alle Charaktere werden von den aus der Serie bekannten Synchronsprechern vertont. Somit fühlen sich Fans sofort heimisch. Die Hintergrundmusik düdelt unmerklich vor sich hin, dank der Pro Logic II Codierung bekommt man jedoch immerhin gut platzierte Umgebungsgeräusche zu hören. Die Sprüche der Charaktere, die sie während eines Levels von sich geben, sind beim ersten Lauschen noch witzig, nach der fünften Wiederholung sind sie jedoch nur noch nervig.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu Die Simpsons – Das Spiel

Meinung von Pascal Hartmann
Ein mit der Zeit eintöniges Gameplay, gepaart mit einer schrecklichen automatischen Kamera, können einem so richtig das Spiel vermiesen. Man muss sich schon auf das Spiel einrichten, um über die teils eklatanten Mängel hinwegsehen zu können. Soundtechnisch gibt es bis auf die Original-Sprecher nichts wirklich Erwähnenswertes. Dafür überzeugt Die Simpsons: Das Spiel in grafischer Hinsicht, man fühlt sich regelrecht in eine TV-Episode hineinversetzt. Der geniale Humor wird im Spiel und auch während der Zwischensequenzen konsequent fortgeführt. Fans werden sicherlich Spaß aus dem Spiel quetschen können, anspruchsvolle Jump’n’Runner greifen zu besseren Alternativen.