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Test zu Jam with the Band - Nintendo DS

  • Deutschland Deutschland: Jam with the Band
  • Japan Japan: Daigasso! Band Brothers DX
Plattform
Nintendo DS
Erscheinungsdatum
21.05.2010
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
Nintendo
Genre
Musik
Spieleranzahl
Lokal: 8 - Online: 1
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Unser Test zum Spiel: Jam with the Band

Von Dennis Meppiel ()

Wolltet ihr schon immer die Möglichkeit ergreifen, mit eurem Nintendo DS, Lite oder DSi durch die Straßen zu laufen und gleichzeitig in einem Spiel mit vielen Liedern abzurocken? Wollt ihr das? Hm? Wollt ihr??? Dann können alle lieben Musikfreunde jetzt mächtig den Lautstärkeregler ihres DS aufdrehen und abrocken! Mit Jam with the Band, welches die Musikreihe von Rhythm Paradise und Wii Music fortsetzen soll, könnt ihr euren DS in ein Instrument verwandeln. Doch ob das so gut gelungen ist? Das erfahrt ihr im nachfolgenden Text.

Bei Jam with the Band handelt es sich um das lang ersehnte Daigasso! Band Brothers DX, welches 2008 in Japan erschien und der Nachfolger vom fünf Jahre alten Daigasso! Band Brothers ist. Dieser Titel stand aber bereits schon vor Jahren auf den westlichen Release-Listen, verschwand aber nach ein paar Wochen wieder von der Bildfläche. Im Jahre 2010 wurde das Spiel wieder auf die Release-Liste gepackt und umbenannt: Jam with the Band.

Alle Musikliebhaber fragen sich bestimmt erst einmal, was man mit Jam with the Band erreichen kann oder was allgemein das Ziel von diesem Spiel ist. Anders als bei Wii Music oder Rhythm Paradise kommt es bei Jam with the Band verstärkt auf euer Geschick und musikalisches Talent an. Vergleichbar mit Rock Band oder Guitar Hero-Konsorten seid ihr gezwungen, vorgegebene Tasten zu drücken, die die jeweiligen Instrumenten-Töne darstellen. Klingt zwar viel einfacher, als auf einer Klampfe zu spielen, aber seid euch da mal nicht so sicher. Natürlicherweise gibt es auch verschiedene Schwierigkeitsstufen von Anfänger bis Meister, aber selbst bei der Schwierigkeit Amateur kommt ihr ziemlich ins Schwitzen. Jedes Lied besitzt verschiedene Parts von Instrumenten, so können unter anderem Trompeten, Streicher, Schlagzeug und vieles mehr dabei sein. Die Instrumente selbst besitzen auch noch einmal eine Schwierigkeit, die anhand von Sternen dargestellt wird. Wenn ihr zum Beispiel im Lied All The Small Things den Schlagzeug-Part übernehmen wollt und von Anfang an die Schwierigkeitsstufe Profi auswählt, wird euch der Kinnladen herunterfallen. Denn dann kann es passieren, dass ihr jederzeit zwei verschiedene Knöpfe in jedem Taktschlag drücken müsst, um das Instrument richtig zu spielen. Dadurch wird ersichtlich, dass nicht nur unerfahrene Spieler, sondern auch erfahrene Gamer Spaß an diesen Spiel haben können. Jedoch ist nicht nur Button-Mashing gefragt. In manchen Gitarren-Parts könnt ihr auf eurem Touchscreen die Saiten eurer Gitarre anspielen, um etwas Abwechslung in den Song zu bringen. Am Ende jedes Liedes wird eure Punktzahl ausgerechnet, die durch euer Taktgefühl und das Treffen der Noten beeinflusst wird. Ihr könnt übrigens eine maximale Punktzahl von 100 erreichen. Und anders als in Rock Band könnt ihr eine lange Serie von Noten auslassen, ohne aus dem Lied zu fliegen. Das wirkt sich natürlich negativ auf eure Punktzahl aus. Doch nicht nur das Gameplay macht Jam with the Band zu einem guten Musikspiel, die coolen und tollen Modi sind das Sahnehäubchen.

Schiebt ihr das Spiel zum ersten Mal in den DS-Slot, erwartet euch gleich eine Einladung von Barbara the Bat, auch bekannt aus Super Smash Bros. Brawl. Sie lädt euch in den Musikschuppen GB Music ein, um einen Mitgliedsausweis auszufüllen. Wenn eure Mitgliedschaft nach einigen Ausfüllaktionen steht, müsst ihr ein kurzes Tutorial bewältigen, damit euch das obere Gameplay haargenau erklärt wird. Danach steht euch eine Vielzahl an Modi zur Verfügung. So könnt ihr unter anderem mit dem heutigen Gig starten, in dem ihr einen zufälligen Song spielt, welcher in einem bestimmten Klang gespielt werden muss – zum Beispiel mit den Klängen eines Pianos. Wenn ihr zum Beispiel das Publikum mit All The Small Things auf dem Piano zum rocken bringt, kann es auch mal passieren, dass von euch eine Zugabe erwartet wird. Dies wiederum wirkt sich nur positiv auf euren Schwierigkeitsgrad aus, den Barbara nach einer gewissen Zeit gnadenlos nach oben schraubt. Wem jedoch diese ganze Geschichte zu schwierig wird, der kann sich im virtuellen Laden ein paar Songs aussuchen, um diese zu trainieren. Hier ist eine Auswahl aus den 50 vorinstallierten Songs, die ihr bei Jam with the Band spielen könnt:

ABC
Barbara Ann
Deeper Underground
Chariots of Fire
Do You Really Want to Hurt Me?
Every Breath You Take
I’m A Slave 4 U
I’m So Excited
Jungle Boogie
Lady Marmalade
Living In America
Material Girl
New York, New York
Our House
Smoke on the Water
Stop! In the Name of Love
The Final Countdown
The Pink Panther Theme
Walking on Sunshine
We Are the Champions
NES Classics Medley
F-Zero Medley
The Legend of Zelda Medley
Super Mario Kart Medley
Onigashima Medley
Super Mario Medley

Per Wifi-Connection könnt ihr euch 50 weitere Songs herunterladen. Aber aufgepasst! Ihr könnt sie nach dem Download nicht mehr vom Spielmodul löschen. Also müsst ihr euch die ganze Sache sehr gut überlegen! Neben dem Knöpfe drücken dürft ihr noch eure Stimme fördern und einen Besuch im Karaoke-Club, die ja sowieso in Japan sehr beliebt sind, einplanen. Falls ihr nicht wisst, welcher Song zu eurer Stimme passt, habt ihr die Möglichkeit, mit Barbara eine Stimmanalyse durchzuführen, die euch dann ein x-beliebiges Lied singen lässt und danach erklärt, welcher Song am besten zu euch passt.

Doch kommen wir zu einem anderen großen Modus, der die ganzen Musikliebhaber bestimmt am längsten fesseln wird: Mit Jam with the Band habt ihr die Möglichkeit, euren DS in ein Studio zu verwandeln und eigene Lieder zu komponieren. Bestimmt denken jetzt einige erst einmal: „WTF? OMFG! Ich bin doch viel zu blöd, um das zu schaffen!“ (Anm. d. Red.: Was Dennis kann, könnt ihr schon lange!) Aber kein Grund zur Aufregung. Auch wer keine Noten lesen oder setzen kann, hat seinen Spaß am Editor. Denn ihr könnt im einfachen Modus mit eurer Stimme einen Sound summen, der dann mit einer coolen Sounduntermalung fertig gestellt wird. Oder ihr könnt anhand einer Klavieroktavenreihe Töne drücken und diese dann ebenso in einem gewissen Musikstil abspielen lassen. Natürlich bekommt ihr in diesen vereinfachten Varianten nicht gerade unbedingt das, was ihr eigentlich gerne haben möchtet. Doch dafür ist ja auch der Expertenmodus gedacht, der euch am Anfang ein blankes und leeres Notenblatt bereitstellt. Im Drag & Drop-Verfahren müsst ihr dann Musiknoten und leere Taktschritte platzieren. Ebenso stehen euch insgesamt 58 Instrumente, unter anderem Gitarren, Blasinstrumente, Schlagzeuge und vieles andere parat, mit denen euch das Musizieren viel mehr Freude bereitet. Wenn ihr euch die Mühe gemacht und ein tolles Cover erstellt habt, könnt ihr es per Wifi-Connection zu Nintendo schicken, die es dann unter Umständen zur Verfügung stellen. Eigenkompositionen werden jedoch nicht veröffentlicht.

Einen Multiplayer-Modus enthält das Spiel ebenso und dieser ermöglicht es euch, mit bis zu acht Spielern zusammen zu spielen und zu komponieren. Für das gemeinsame Bestreiten von Konzerten wird nur ein Spiel benötigt. Ein weiterer cooler Bonus: mit eurer Wii könnt ihr euch einen Jam with the Band-Live-Kanal herunterladen. In eurer Anleitung zum Spiel befindet sich dafür ein Code, den ihr im Wii Live-Ticker eingeben müsst. Der Vorteil ist dann, dass ihr den Sound aus eurer Soundanlage genießen könnt. Leider wird aber schnell klar, dass der Sound etwas verzögert ist und ihr mit dem DS-Sound zusammenarbeiten müsst, um nicht zu viele Punkte bzw. Noten zu verfehlen. Aber hey, gute Musiker wüssten noch einen weiteren Grund so zu spielen: Es ist wie bei einem richtigen Konzert, denn dort sind die Musiker auch auf Monitorboxen angewiesen und können nicht abwarten, bis der Sound, der nach vorne ins Publikum gelangt, wieder zurückkommt. Vielleicht deshalb die Verzögerung? Na gut… wohl doch eher technisches Versagen.

Wie bei anderen Musikspielen auch muss die Grafik einen Zweck erfüllen: Es muss gut aussehen, aber trotzdem noch sehr flüssig laufen, damit der Spielfluss nicht gestört wird. So ist der Grafikaufwand bei Jam with the Band sehr minimal und alles läuft flüssig. Vom Design und der Atmosphäre her ist es Nintendo auf jeden Fall geglückt, das Spiel so abwechslungsreich wie möglich zu machen. Während ihr euch auf dem Topscreen auf die Noten konzentriert, fängt das Publikum im unteren Bildschirm an zu rocken, zu brennen, Feuerzeuge in die Luft zu halten oder einfach wie wild zu tanzen. Zwar ist das nicht super animiert, aber reicht, um eine passende Konzertstimmung zu erreichen.

Bei einem Musikspiel muss der Sound natürlich am härtesten bewertet werden, da dies auch der Augapfel eines Musikspiels ist. Alle Lieder in diesem Spiel sind mit Midi-Kompositionen und Midi-Instrumenten geschmückt. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, ist Geschmackssache. Natürlich muss Nintendo so wiederum keine Lizenzgebühren zahlen, aber wiederum wären die originalen Songs auch ziemlich dufte gewesen. Nichts desto trotz kann man es sich anhören und erkennt jedes einzelne Lied wieder. Spieler, die ihren DS mit einem WEP-fähigen Router verbinden können, haben die Möglichkeit, neben den 50 enthaltenen Songs weitere 50 von 120 Songs im Internet herunter zu laden. Aber wie wir oben schon beschrieben haben, kann man diese Songs leider nicht mehr vom Spiel löschen.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Jam with the Band

Meinung von Dennis Meppiel
Auch nach all den Jahren und bereits erschienenen Klonen hat Jam with the Band überhaupt keinen Charme verloren und macht sich durch die Multiplayer- und Online-Funktionen komplett einzigartig. Zwar ist das Gameplay auf Dauer sehr knifflig, aber das macht es am Ende auch aus, wenn man so richtig gefordert werden will. Auch der Sound kann besonders mit der Vielzahl an Download-Songs richtig gut punkten und ermöglicht eine riesige Auswahl an kostenlosen Songs. Schade nur, dass man sich in der EU-Version nur 50 Lieder herunterladen kann – in der japanischen durfte man sich ganze 100 Songs downloaden. Nichts desto trotz kann ich jedem Musik-Fan Jam with the Band empfehlen, da es viele Überraschungen und vieles mehr enthält.