Unser Test zum Spiel: Madagascar 3: Flucht durch Europa

Animationsfilme sind schon etwas Tolles. Angefangen mit Klassikern wie Toy Story, Monster AG oder auch Findet Nemo erscheinen heute fast monatlich neue Animationsfilme, welche Jung und Alt gleichermaßen ansprechen und uns schon viele lustige Momente bescheren konnten. Dabei liegt es auf der Hand, dass Spieleentwickler aus aller Welt es immer wieder versuchen, passende Videospiele herauszubringen, damit Fans die Abenteuer auch zu Hause nacherleben können. Heute befasse ich mich mit der Nintendo 3DS-Version von Madagascar 3: Flucht durch Europa. Der Film läuft seit Anfang Oktober in den deutschen Kinos, während die Videospiele sogar schon seit Ende September im Handel erhältlich sind. Werfen wir also gemeinsam einen Blick auf Madagascar 3: Flucht durch Europa für den Nintendo 3DS!



Anders als auf der Wii beginnt das Spiel auf dem Nintendo 3DS wesentlich actionreicher: Ihr steuert einen schwarzen Van durch die Straßen von Rom und flüchtet dabei vor der berüchtigten Tierfängerin DuBois. Dabei müsst ihr euer Fahrzeug durch geschickte Manöver zwischen den einzelnen Fahrbahnen hin- und herlenken, wobei dies durch den lebendigen Straßenverkehr gar nicht mal so einfach ist. Habt ihr die blöde Tierfängerin endlich abgehängt, erfahrt ihr den eigentlichen Plot des Spiels: Ihr seid durch eine Verkettung unglücklicher Umstände in Europa gelandet und benötigt nun die passende Kohle, um wieder zurück nach New York zu kommen. Dabei seid ihr in den Besitz eines Zirkus' gekommen und müsst diesem wieder zu altem Ruhm verhelfen. Und das alles ohne BWL-Kenntnisse.

Ihr findet euch nun in Person von Alex, dem Löwen, vor dem Zirkus wieder und könnt auf dem schwarzen Brett nach verfügbaren Missionen suchen. Das Gebiet vor dem Zirkus bietet euch aber noch mehr als Missionen, schließlich könnt ihr auch noch eine Wahrsagerin besuchen, eure Karten (die Währung des Spiels) gegen Items eintauschen oder euer Inventar verwalten. Habt ihr euch für eine Mission entschieden, geht es geradewegs zu eurem schwarzen Van, in dem ihr auf einer Weltkarte euer Ziel auswählt. Entscheiden wir uns also für eine der ersten Missionen von Madagascar 3: Flucht durch Europa: „Gehe zur Pizza Piazza und finde dort mein Werkzeug, welches mir gestohlen wurde!“

Ihr findet euch dann in einem 2,5-dimensionalen Level wieder, in dem ihr die Werkzeugkisten wiederfinden müsst. Dabei springt ihr über Häuserdächer, sammelt unterwegs Karten ein und flüchtet vor bösen Tierfängern. Gelegentlich kommt ihr aber auch an Stellen, an denen nur ein bestimmter Charakter aus eurer Gruppe weiterkommt. Gloria, das mollige Nilpferd, kann beispielsweise tauchen und somit versteckte Schalter betätigen. Marty, das Zebra, kann wiederum aus Kanonen geschossen werden und somit an höher gelegene Orte kommen.

Das Wechseln der einzelnen Tiere ist ein festes Element des Spiels und wird ständig eingesetzt. Ihr werdet jedoch schon früh merken, dass sich die Missionen vom Kern her immer wieder ähneln. Mal müsst ihr Werkzeug besorgen, mal eine goldene Krone. Gelegentlich kommt es auch vor, dass ihr das gesamte Level mit Werbeplakaten verschönern müsst, um euren Zirkus noch bekannter zu machen. Die einzelnen Level sind dabei sehr linear und keineswegs so offen gestaltet, wie es in der Wii-Version der Fall ist.

Ihr dachtet bereits, dass der 3D-Effekt in Nintendos New Super Mario Bros. 2 kaum bemerkbar ist? Die Entwickler von Madagascar 3: Flucht durch Europa haben dies mühelos getoppt! Es gibt tatsächlich bestimmte Passagen im Spiel, in denen ich wirklich keinen Unterschied zwischen 2D und 3D bemerken konnte. An anderen Stellen war der Effekt zwar bemerkbar, jedoch nicht weiter nützlich. Die Grafik hingegen macht einen saubereren Eindruck als in der Wii-Version. Es kam jedoch gelegentlich vor, dass das Spiel für wenige Sekunden ruckelte. Der Sound des Spiels konnte mich allerdings gerade durch die deutschsprachige Synchronisation überzeugen. Ihr werdet sogar feststellen, dass es sich bei denselben Synchronsprechern wie im Kinofilm handelt! Leider fehlte mir allerdings der gute Humor der Filme, welcher im Spiel nur sehr selten zum Vorschein kommt.

Im Gegensatz zur Wii-Version ist das Spiel für den Handheld nur für Einzelspieler geeignet. Ihr könnt den Abenteuermodus weder zu zweit spielen, noch gibt es zusätzliche Minispiele. Auch für StreetPass wurde scheinbar keine Verwendung gefunden. Gesteuert wird das Abenteuer ganz klassisch mit dem Schiebepad und den Tasten. Der Touchscreen wird meistens für Statistiken verwendet, während sich das Hauptgeschehen auf dem oberen Bildschirm abspielt. Im Vergleich zur Wii-Version hat mir Madagascar 3 für den Nintendo 3DS etwas besser gefallen, auch wenn ein paar zusätzliche Features gestrichen wurden. Die einzelnen Welten wirken alle wesentlich kompakter und lassen sich flüssiger spielen, als es oftmals in der Wii-Version der Fall ist. Erwartet hinsichtlich der Spielzeit aber nicht zu viel, da ihr bereits nach einigen Tagen den Abspann seht. Neben einem höheren Schwierigkeitsgrad gibt es dann übrigens keine nennenswerten Anreize, das Spiel noch einmal zu beginnen. Für mich jedenfalls…

Unser Fazit

6

Überzeugend

Meinung von Kevin Maßmann

Es ist eigentlich alles gesagt. Mit der 3DS-Version von Madagascar 3: Flucht durch Europa erwartet euch ein recht nettes Einzelspieler-Abenteuer, welches euch nach einigen Stunden jedoch zu eintönig werden könnte. Fans der Filme könnten allerdings trotzdem ihren Spaß haben, wenn ihnen das beschriebene Gameplay zusagt. Warum die Entwickler allerdings sämtliche Mehrspielerfunktionen der Wii-Version gestrichen haben, kann ich mir nicht erklären. Aber egal, habt ihr die Wahl zwischen der 3DS- und der Wii-Version, empfehle ich euch die 3DS-Variante. Verzichtet ihr auf beide Spiele, verpasst ihr aber auch nichts.

Die durchschnittliche Leserwertung

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Kommentare 1

  • König Bowser

    Meister des Turms

    Der erste Teil auf dem Cube war noch ganz gut. Versteh trotzdem nicht, warum ihr dem Spiel keinen Award gegeben habt ...