Unser Test zum Spiel: FaceBreaker: K.O. Party

Nachdem Electronic Arts schlechte Bewertungen auf Grund eines zu hohen Schwierigkeitsgrads in den Xbox 360 und Playstation 3 Versionen von der Presse einkassieren musste, beschloss der Publisher, der Wii-Version den letzten Schliff zu verpassen, um wenigstens hier ein paar potenzielle Käufer zu finden. Dem ganzen hat man eine innovativere Steuerung sowie den gewissen Party-Spaß verliehen. Doch ob die Wii-Version gegenüber der PS3- und Xbox 360-Versionen überzeugen kann, erfahrt ihr im nachfolgenden Text.

Bis auf die Technik hat man dem Spiel nichts abgezogen, was sonst fehlen könnte. Die gleichen Akteure lassen sich auch hier wieder finden - neue Charaktere wurden jedoch nicht hinzugefügt. Insgesamt gibt es 14 Kämpfer, mit denen ihr in den Ring steigen und eurem Gegner mal so ordentlich das Gesicht verunstalten könnt. Jeder Fighter hat seine eigenen Stärken und Schwächen, die sich aber nicht großartig auf den Kampf auswirken. Neben den Charakteren findet ihr aber auch zahlreiche Modi; neben dem Arcade-Modus mit einer Trainings-Option sowie einer „Schlag dich durch“ Karriere dürfen sich Wii-Besitzer über einen exklusiven Modus freuen, der sich „Kampf-O-Mat“ nennt. Ihr müsst in diesem Modus auf eine Boxbirne einschlagen, um einen Mechanismus in Gang zu setzen. Dann werden euch Kämpfer und eine Arena zugewiesen, in denen ihr eine spezielle Aufgabe bestreiten müsst. So könnt ihr euren Gegnern nur mit Spezialangriffen Schaden zufügen oder müsst gegen diese in einem Minispiel antreten, das aber nicht mehr viel mit dem eigentlichen Boxen zu tun hat. Bis zu vier Teilnehmer dürfen ihren Spaß an diesem Modus mit ihren Kameraden teilen. Aufgrund der Abwechslung ist dieser ziemlich gut gemacht und ist für jede Party gut geeignet. Der T.K.O-Modus im Multiplayer-Modus wirkt eher nicht so einfallsreich, denn in diesem müsst ihr euch drei Kämpfer auswählen und per Zufallsprinzip könnt ihr euren Wunschgegner aus der Aufstellung eurer Gegner aussuchen. Auch hier sind bis zu vier Spieler erlaubt.

Steuerungsmäßig könnt ihr nur mit der Wii-Remote und dem Nunchuk auf eure Gegner eindreschen. Dies macht wirklich ziemlich viel Spaß, ist aber auf Dauer ziemlich anstrengend, da ihr dauernd eure Arme nach vorne schwingen müsst. Im Vergleich muss man sagen, dass es auch viel mehr Spaß macht als das Button-Mashing auf der Xbox 360 oder der PS3. Jedoch bleibt die Kampftechnik die selbe. Das heißt, es können Schläge von unten und oben ausgeteilt werden; auch das Blocken kann eingesetzt werden. Schläge könnt ihr mit dem Nunchuk aufladen, indem ihr es nach oben haltet und dann schließlich einen Konter ansetzt, um diesen aufgeladenen Schlag zu aktivieren. Während der Abwehr wird des Öfteren eine Art Minispiel angezeigt. Hier müsst ihr den Gegenschlag genau so ausführen, wie der Zeiger es auf der eingeblendeten Skala im grünen Bereich angezeigt hat. Wenn ihr mehrere Schläge ohne einen Gegentreffer zu erhalten bewältigt, bekommt ihr in einer Anzeige einen aufgeladenen Groundbreaker bis hin zum Facebreaker. Diesen könnt ihr mit einer Tastenkombination ausführen und eurem Gegner ordentlich Lebensenergie abziehen. Wenn euch die Aufladung bis zum Facebreaker gelingt, wird der Kampf sofort beendet, da der Gegner nach dem gewaltigen Schlag sofort KO geht.

Einen kleinen Abstrich musste die Wii jedoch erleiden. So wurde der Wii-Version der Editor, in dem man eigene Boxer basteln und diese online anbieten konnte um im Gegenzug andere herunterladen zu können, wegrationalisiert. Leider fällt auch die Funktion weg, eigene Videos hochladen und diese bewerten lassen zu können. Online-Kämpfe werden auch nicht angeboten. Somit fallen alle Online-Features von EA weg, die in den neuesten EA Sports Titel vorhanden sind und eine ordentliche Schippe auf den Spielspaßhaufen geworfen hatten.

Die Wii Version macht gegenüber den HD-Konsolen einen sehr guten Eindruck und ähnelt sich diesen sogar ziemlich. Die Figuren sind zwar ziemlich eckig ausgefallen und die Schrammen im Gesicht fallen nicht mehr so auf wie in den anderen Versionen, nichts desto trotz kann der Rest des Spiels durchweg überzeugen. Sogar die Arenen wurden noch einmal überarbeitet und bieten eine schönere Optik. Zwar spielt sich in der Umgebung außerhalb des Rings nicht mehr so viel ab, aber dafür kann man sich echt zufrieden geben. Insgesamt bietet Electronic Arts einen echten Hingucker, und die Framerate läuft konstant auf 60 FPS. Einen 60Hz- sowie HDTV-Modus ist hier auch enthalten.

EA-Typisch gibt es im Menü wieder die EA Trax mit verschiedenen Liedern zu hören. Alle Lieder stammen von unbekannten Bands, sind aber durchaus Ohrwürmer. Auch eine Sprachausgabe ist enthalten, die ziemlich gut gelungen ist und ihren Humor enthält. Während des Kampfes kommt die Atmosphäre besonders gut zum Vorschein, die den typischen Sound eines Boxkampfes wiederspiegelt. Der Dolby Pro Logic 2 Modus wird unterstützt.

Unser Fazit

4

Erträglich

Meinung von Dennis Meppiel

Zwar ist der Schwierigkeitsgrad in der Wii-Version immer noch ziemlich hart, aber dank der Bewegungssteuerung wurde dies mit „Spaß“ vereinfacht, da man statt Button-Rumdrücken das Rumwedeln mit der Wii-Remote und dem Nunchuk bevorzugt. Vom Umfang her wurde einiges gestrichen, was die Wii-Version auch gleich unattraktiver macht. Die Grafik und der Sound können aber groß punkten. Nichts desto trotz sollte man sich bewusst sein, dass hier keinem ein Top-Spiel geboten wird, sondern wieder mal nur Durchschnittskost, die aber trotzdem noch besser ist als die PS3 oder Xbox 360 Variante.

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