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User-Test von AnimalM zu Burai Fighter Deluxe - Game Boy

  • Deutschland Deutschland: Burai Fighter Deluxe
  • USA USA: Burai Fighter Deluxe
  • Japan Japan: Burai Fighter Deluxe
Plattform
Game Boy
Erscheinungsdatum
1991
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
Noch keine Angaben
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Burai Fighter Deluxe - GB

Von AnimalM () Eins vorweg: unterschätzt dieses Spiel nicht. Ja, Burai Fighter Deluxe ist ein altes Spiel. Verdammt alt, möcht ich sagen. Wenn ich recht informiert bin, ist es sogar ein Remake (oder Fortsetzung?) von einem älteren NES Titel. Sei's drum. Es handelt sich hier also um ein Gameboyspiel meiner Jugend und hat dadurch also für mich auch so etwas wie einen Nostalgiefaktor. Ich werde trotzdem versuchen, den etwas außer Acht zu lassen.

Story und Gameplay: Wie bei den meisten Spielen aus der Zeit sollte man auch bei Burai Fighter Deluxe (im Folgenden als BFD abgekürzt) keine allzu groß erzählte Handlung erwarten. Bestenfalls gibt einem die Umverpackung und vielleicht auch die Gebrauchsanleitung einen Hinweis darauf, warum man sich in dieser Fantasyzukunft mit einem Schweberucksack und einer vielseitigen Wumme ausgerüstet in den Kampf gegen die Burai stürzt.

Hier wären wir auch schon beim Setting dieses doch etwas eigenen Sidescrollers. Ihr befindet euch in der Zukunft im Jahre X. Ausgerüstet mit dem Jetpack schwebt ihr durch weiträumige Korridore in 2D (was auch sonst :D) und ballert in einer Tour. Während ihr euch dank des Geräts auf eurem Rücken in jede denkbare Richtung bewegen könnt, scrollt das Bild von allein weiter. Ein Sidescroller eben, vergleichbar mit Klassikern wie R-Type oder Nemesis. Der Clou besteht jedoch darin, dass das Bild nicht einfach immer stur nach rechts scrollt, sondern auch mal nach oben und unten, und auch wieder zurück. Hier kommt es manchmal aber auch zu etwas komischen Situationen: Da ihr manchmal für versteckte Powerups ums Eck müsst, kann es passieren, dass das Bild weiterscrollt und ihr von einer unsichtbaren Wand zerquetscht werdet. Das passiert am Anfang sogar ziemlich häufig. Hebt dafür aber auch den Schwierigkeitsgrad etwas an, da ihr immer aufpassen müsst, wo ihr euch am dem Bildschirm befindet und wie das Level weiterläuft.

Ballern: Typisch für solche Spiele ist ja eigentlich, dass man den Feuerknopf von der ersten bis zur letzten Sekunde gedrückt hält. Das ist im Grunde auch in BFD nicht anders. Jedoch kommt hier der zweite Clou: Ihr habt die Möglichkeit, euer Feuer in bestimmte Richtung auszurichten und dort mit gedrückter Taste sozusagen einzufrieren. Das klappt erstaunlich gut und sorgt zusammen mit der Bewegungsfreiheit für ein für Gameboy-Zeiten recht komplexes Ballervergnügen. Dies wird sogar noch dadurch erhöht, dass ihr eure Waffen mit Powerups upgraden könnt. Diese kommen immer mal wieder angeflogen und wechseln im Sekundentakt vor dem Einsammeln ihre Kennung. Hier ist am Anfang etwas Timing gefragt, damit ihr den gewünschten „Schuss“ auswählt und diesen wiederum steigert. Fette Energiestöße oder lieber ein Lasermaschinengewehr? Oder doch besser die Energiekugeln, die durch die Wände gehen? Die Auswahl ist zwar überschaubar aber vielfältig in der Anwendung, zumal die Upgrades die Waffe auch in ihrer Feuerrichtung verändern. Eine kleine Bonusabsicherung gibt es zudem in Form einer Kugel, die um euch herumfliegt sowie Bomben, die alle Gegner auf dem Screen zu Staub zerteilen.

Gegner, Grafik und sonst so: Feinde gibt es zu Hauf. Das Highlight sind aber die Endbosse, die teilweise einer irren Feder entsprungen scheinen: Riesige Totenkopfkrabben mit um sich schwingenden Fühlern und natürlich der berüchtigte Drache, der das Cover ziert (hier kommt der erwähnte Fantasyaspekt zum Tragen). Für Gameboy-Verhältnisse sah das damals schon echt gut aus. Überhaupt ist das Spiel meiner Meinung recht gut gealtert. Das arcadige Spielprinzip ist so simpel wie zeitlos, die Grafik zwar keine Pracht aber dennoch recht gut und das Spiel kann sogar zu zweit gespielt werden (hab ich noch nicht getestet, stell ich mir aber lustig vor). Obendrauf gibt es noch die Möglichkeit mit Passwörtern seinen Spielfortschritt zu dokumentieren. Runde Sache, finde ich. Einzig der Soundtrack ist vielleicht Geschmackssache, ich fand ihn aber okay.

Wertung

7

Mein Fazit zu Burai Fighter Deluxe

Meinung von AnimalM
Hach ja, das gute alte Burai Fighter Deluxe. Hatte wohl auch jeder, kennt aber heute kaum einer. Oder doch? Ich denke gerne an das Spiel zurück. Damals war mir gar nicht klar, wie ungewöhnlich Steuerung, Setting und Geballer miteinander harmonieren. Doch - ich würde es auch heute noch als gutes Spiel bezeichnen. Wer gern Retrogames spielt und es nicht kennt, sollte mal einen Blick riskieren.
Mein persönliches Highlight: Das Rundumgeballer mit dem R-Upgrade ;)

Kommentare 4

  • min-Bekker -

    Ja, auf jeden Fall - dem schließe ich mich an: sehr guter Testbericht zum schönen Klassiker. Wenn ich nur an Burai Fighter DX denk, hab ich gleich wieder die Melodie aus dem ersten Level im Kopf. ^^

    • AnimalM -

      Geht mir genau so :D

  • FloX99 -

    ich liebe die NES Version von dem Game, das sah für damalige Verhältnisse einfach geil aus und war auch spielerisch recht gut. Die Musik ist finde ich das beste am Game, hört sich super an.

    aber ich hab mir nun auch die Gameboy Version mal angeschaut, optisch ist der unterschied schon ziemlich groß zum hübscheren NES orginal.

    Schöner Testbericht eines seinerzeit großartigen Spiels (wenn auch etwas kurz)

    • AnimalM -

      Vielen Dank :)