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User-Test von megasega2 zu GRIS - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: GRIS
  • USA USA: GRIS
  • Japan Japan: GRIS
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
13.12.2018
Vertrieb
Devolver Digital
Entwickler
Nomada Studio
Genre
Platformer, Puzzle, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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GRIS - Switch

Von megasega2 () Zugegeben, ich habe vielleicht insgesamt auf der Switch knapp 50 Spiele gespielt. Nintendo AAA Titel mit einberechnet. Mit dabei waren aber auch einige skurrile, schöne und kurzweilige Indie-Games. Wandersong etwa, The First Tree und Feather. Und da ist da noch GRIS. Als ich das Spiel Ende letzten Jahres im eshop entdeckte und mir Videos dazu ansah, war ich interessiert. Vor allem der Wasserfarben-Look und der wunderschöne Soundtrack hatten es mir angetan. Doch GRIS ist weitmehr, als man es auf den ersten Blick vermuten würde.


Ruhiges Tempo - jedenfalls meistens.


GRIS ist kein brachiales, schnelles Spiel. Zu einem sehr großen Teil ist es sogar ruhig, in sich gekehrt, nur um im nächsten Moment schier zu explodieren, was Kreativität und Schönheit angeht. Die Schauplätze sind diverse Schattierungen der Farben blau, rot, grün und deren Schattierungen. Schwarz und weiß sind hier starke Wirkfarben, die entweder Licht, Dunkelheit oder aber auch einfach Schattierungen erzeugen. Da alles in dem Aquarell-Stil gehalten ist, sieht das wunderschön aus. Da das Spiel, außer in einigen Momenten nie im Tempo anzieht, hat man auch genügend Zeit, das zu genießen.


Ein Soundtrack zum Abtauchen - und Abheben.


GRIS hat den schönsten Soundtrack, den ich in einem Indiespiel seit 2009 gehört habe. Mal leise und kaum hörbar, mal verspielt und leicht beschwingt, mal dick auftragend. Dabei wird hier nicht von Song zu Song gehechelt, sondern die Musik baut sich auf, geht Treppen, rutscht hinab, springt hinauf , hebt ab und taucht unter, genauso, wie man es gerade mit der Spielfigur tut.


Eine Story, die sich aufbaut


Zu Beginn des Spiel fällt alles in sich zusammen. Die Farben wurden aus der Welt gesogen. Wie das Malen eines Gemäldes, fügt der Spieler nun nach und nach die Farben wieder hinzu. Dabei gibt es Rückschläge, Fortschritte und, wie in jeder Story, Antagonisten. Der Feind jeder Buntheit, das Chaos, die Leere. Diese Story beginnt tragisch. Ihr Ende ist ein Magnum Opus, welches sich von Anfang an aufbaut und doch nicht vorhersehbar ist.


Endlich mal wieder etwas Fühlen.


GRIS ließ mich zum ersten Mal seit Jahren wieder einfach träumen. Ich habe es im ersten Durchgang tatsächlich in einem Rutsch durchgespielt, weil ich einfach nicht aufhören wollte, zu träumen. Doch das Spiel ist kein Traum, es ist real und kann im eshop gekauft und genossen werden. Hattet ihr einen schlechten Tag? Spielt GRIS und ihr werdet eure Sorgen für eine kurze Zeit vergessen :)

Wertung

10

Mein Fazit zu GRIS

Meinung von megasega2
Für mich bisher das GOTY 2019. So ein kleines, aber wunderschönes Spiel, welches vollkommen ohne rumgeballer, abgetrennte Köpfe und Gewalt auskommt. Einzig, das es so kurz ist (etwa 2 Stunden) ist ein Wermutstropfen. Ein genialer Soundtrack, kreatives Grafikdesign und eine wunderschöne traurige Story ergeben ein Spiel, das hoffentlich viele Käufer findet.
Mein persönliches Highlight: Am Anfang des Spiel sammelt man einen kleinen Stern. Was am Ende daraus wird, ist schlicht wunderschön.

Kommentare 2

  • wonderboy -

    danke für deinen Testbericht!

    da Du es ja in einem Rutsch durchgespielt hast, würde mich interessieren wie lang das Spiel bis zum Schluss ausfällt?

    • megasega2 -

      Zwei, Drei Stunden, je nachdem, wie man es spielt. Hab nicht gerade gebummelt.