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User-Test von achtbitmusik211 zu Pokémon Schild - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Pokémon Schild
  • USA USA: Pokémon Shield
  • Japan Japan: Pokémon Shield
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
15.11.2019
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
GAME FREAK
Genre
RPG
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 4
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Pokémon Schild - Switch

Von achtbitmusik211 () Nach mittlerweile 47 Stunden Spielzeit bin ich in "Pokémon Schild" nun endlich Champ und widme mich der Aufgabe, meinen Pokédex zu vervollständigen. Das Abenteuer ist an dieser Stelle noch nicht vorbei.
Aber nachdem der wesentliche Part dieses Spiels vorbei ist ... bin ich eigentlich zufrieden mit den Spielen?

"Pokémon Schild" - was mir in 47 Stunden Spielzeit nicht zugesagt hat
Wer mich und meine Haltung in den Diskussionen kurz vor Release bemerkt hat, der weiß, dass ich dem Spiel sehr offen gegenüber getreten bin, quasi mit einer Null-Erwartungen-Haltung.
Das Spiel hat mich dahingehend enttäuscht, dass viele Bereiche wahllos leer sind und sich insbesondere Interieure mehrfach wiederholen. Mir hat die Abwechslung gewechselt und die Überraschung, etwas Neues zu sehen. Große Gebiete haben somit einfach leer gewirkt, was für mich die Dynamik wahnsinnigst entschleunigt hat - als würde man endlos darauf warten, dass etwas passiert.
Der Online-Modus des Spiels ist ein Fall für sich und für mich das eigentliche No-Go dieser Titel. Mir stellt sich die Frage, welche Rechtfertigung dahinter liegt, dass man auf benutzerfreundliche Freundesysteme sowie ein wertvolles Kernkonzept des "Pokémon"-Online-Gamings, der GTS, verzichtet. Man ist fürs Online-Gaming genötigt, die - zwar nicht allzu teure - NSO-Mitgliedschaft abzuschließen. Aber welchen Mehrwert haben wir als Spieler? Ein auf Zufall und Glück basierter Zaubertausch, der in weitaus mehr als 50% der Fälle bei mir kein brauchbares Tauschergebnis geliefert hat. Ein auf Glück basiertes Passwortsystem zum Tauschen mit Freunden - es kann nämlich sein, dass aufgrund der vierstelligen Kennung sich ein anderer Spieler zu dir gesellt und nicht dein eigentlicher Nintendo Switch-Freund, mit dem du tauschen möchtest. Ich kann diesen enormen Rückschritt einfach nicht verstehen. Nintendo prahlt mit einem stabilen Online-Service dank NSO und wir werden bei "Pokémon Schwert" / "Pokémon Schild" so dermaßen reduziert auf simple Mechaniken, die aber noch nicht mal ansatzweise der minimalen Anforderung an das Online-Gameplay der Vorgänger drankommt. Einfach nur enttäuschend.
Ein Punkt, der für mich keine Vollkatastrophe ist, weil er einfach seit Jahren standard und somit "Gott gegeben" ist: Die Einfachheit bzw. der Schwierigkeitsgrad der Spiele. Die Spiele wurden als "core titles" angekündigt, weil man mit den "Let's Go"-Ablegern unbedingt eine Casual-Schiene schaffen wollte, mit dem sich auch Neulinge anfreunden können. Vollkommen einverstanden, guter Plan! Aber wenn diese Spiele "core titles" sind - wo bleibt der Anstieg der Schwierigkeit im Gegensatz zu LGP/E? Irgendwie fühle ich mich so langsam dazu verdonnert, im Trott zu wandern, wenn ich mich durch jedes neue "Pokémon"-Spiel bewege. Ich weiß genau, dass ich keiner Herausforderung gegenüberstehe. Oder bin ich als Spieler, der auch über den Nintendo-Tellerrand schaut, andere Standards gewohnt, die man aber bei "Pokémon" nicht erfüllen kann oder gar will?! Ich hätte mir ein intensiveres Abenteuer gewünscht, wo man wirklich lange dran zu knabbern hat. Wo Grinding keine Alltagsgelegenheit ist. Wo Training wirklich Training und somit wirklich harte Arbeit ist. "Pokémon Schild" ist eindeutig kein "core title" - es ist ein Upgrade der LG-Reihe, was kein Tor zur Hölle aufreißt. Aber es ist einfach schlichtweg eine Lüge für mich, diese Spiele als "core title of the Pokémon series" zu betiteln. #sorryNotSorry

Was mich eher kalt ließ, auch wenn es ein "Pokémon"-Hauptserienableger ist
Das Spiel wurde vor Release für seine technischen Schwächen und mangelnden Inspirationen mehr als nur am Karren geschleift. Viele Punkte sind nachvollziehbar, für mich aber nicht ausschlaggebend.
Das Thema Grafik, Texturen und Animationen waren im Vorfeld mehr als nur ein Grund für den Twitter-Hashtag-Shitstorm unter #fuckYouGameFreak. Mir sind die Probleme in Streams und Videos vor Release aufgefallen, aber ich habe nicht das Bedürfnis gehabt, mich den Spielen abzuwenden. Im Gegenteil: Ich war mehr und mehr darauf aus, diese Spiele auszuprobieren. Die Grafik des Spiels ist ... ja, da muss ich zustimmen, ein Upgrade vom 3DS. Aber es macht sich nicht schlecht und ich habe ehrlich gesagt keinen Quantensprung erwartet. Was GameFreak hier also geschickt gemacht hat, ist einfach nur eine - für meine Verhältnisse und mein Verständnis - stabile Engine zu verwenden, die funktioniert. Never change a running system. If it ain't broke, don't fix it. Irgendwie in dem Sinne. Die Texturen fallen mir beim Spielen gar nicht so sehr auf, weil es für mich keinen Stilbruch in der Atmosphäre des Spiels darstellt. Wenn man sich fortbewegt, nimmt man die eigentlich sehr matschigen Texturen gar nicht wahr. Würde ich von saubereren Texturen profitieren? Nein, für mich hat "Pokémon" nie den Anspruch erfüllen müssen, hyperrealistisch und blitzeblank zu wirken. Das ist mein Denken und spiegelt keine allgemeine Meinung wieder. Die Animationen in dem Spiel sind wirklich lustig. Es ist teilweise schon seltsamen, dass Charaktere teilweise ihren Kopf bewegen können und dir dann mit dem Blick folgen. Aber dann gibt es Momente, in denen sich das ganze Charaktermodell statisch um 180 Grad dreht, weil du an ihm vorbeiläufst. Es ist amüsant, es ist für mich kein Beinbruch, wenn ein NPC oder mein Charakter kein natürlichen Bewegungen macht. Nochmal: Diesen Anspruch haben die "Pokémon"-Spiele nicht zu erfüllen. Auch hier bin ich dann einfach der Meinung: "Es ist so, vielleicht wird es bald besser."
Vom technischen Aspekt weg gehe ich nun auf die Spieleinhalte ein und beziehe mich auch aufs Gameplay. Ich habe mich gefreut, dass die Arenen wieder zurück sind. Für mich sind die Arenen ein wesentliches Konzept der "Pokémon"-Reihe. Allerdings haben mich die Arenen-Herausforderungen wenig beeindruckt. Man hat hier etwas Bekanntes unter neuem Wortlaut versucht zu verkaufen. Wir haben in den bisherigen Editionen viele Herausforderungen bereits meistern müssen. War es Norberts Eis-Labyrinth in Mahagonia City, Silvanas Uhren-Brücke in Ewigenau oder Kamillas Achterbahn- / Metro-Fahrt in Rayono City. Ich kann aber verstehen, dass man viele neue Kunden mit dieser Art und Weise begeistern will, die Spiele zu spielen. Die Aufmachung dieser Herausforderungen ist auch etwas anders, was das alles etwas mehr wie einen attestierten Erfolg wirken lässt. Ist das gut? Nein. Ist das schlecht? Nein. Es ist einfach wieder da. Nur neu. Anders neu.
Ein anderer Gameplay-Aspekt, den ich eher ernüchternd finde, ist das Konzept der TM und - nun neu - TP. Gut, im ersten Moment musste ich schmunzeln, als der Typ in Engine City mir etwas von Nostalgie, Schallplatten und einmaliger Anwendbarkeit erzählt. Kudos. Aber ich finde die Variation insbesondere bei den TM sehr ernüchternd. Vielleicht ist es nur mein Eindruck, aber ich habe kaum eine gute und brauchbare TM während der Story erhalten, wo ich sagen: "Die muss mein Pokémon nun sofort lernen!" Die Abwechslung findet dann natürlich bei den TP statt, was ich ehrlich gesagt begrüße. Dass sie als Belohnung aus Dyna-Raids winken, ist ein netter Bonus. Aber die Kehrseite der Medaille ist dann wiederum die einmalige Anwendbarkeit. Es nimmt sich ingesamt nichts, gibt sich aber auch nicht viel.
Was mich schon in XY und dann auch SoMo unbeeindruckt gelassen hat und nun StSd einen neuen Namen erhalten hat - PokéMonAmi, PokéPause und nun PokéCamping. Es ist ein netter Zeitvertreib und man spart sich auf Routen und in der Naturzone die Kosten für Tränke und Beleber. Über die Minispiele lässt sich die Freundschaft zu deinen Pokémon verbessern, was im Endeffekt einen EP-Bonus bedeutet. Das Kochen-Feature - der Currydex ist für mich einer der uninteressantesten Features überhaupt - ist hierbei eine Art mobiles Pokémon-Center, wodurch dein Team geheilt wird. Vollständig. Ich habe bislang nicht den Fall gehabt, dass es nur eines von sechs Pokémon getroffen hat, dass es geheilt wurde. Aber was bietet das Konzept sonst? Achja. Via Online-Modus können in der Naturzone andere Spiele beitreten und ihr könnt gemeinsam kochen. So lassen sich neue Rezepte für den Currydex finden. Für mich einfach nur vollkommen uninteressant.
In den bisherigen Pokémon-Spielen war ich immer wieder aufs Neue von der Musik / den Themes der einzelnen Routen und Städten begeistert. In diesen Spielen muss ich allerdings zugeben ... es ist sehr durchwachsen. Gerade die Aussetzer in der Naturzone, wo einfach mal willkürlich die Musik aufhört zu spielen, finde ich etwas mau. Hat man hier versucht, den Effekt aus "The Legend Of Zelda: Breath Of The Wild" zu rekonstruieren? Ich finde ganz einfach, dass das gar nicht gepasst hat. "Pokémon" hat hierfür eine ganz andere Dynamik. Die Musik macht in dem Spiel viel aus. Das Gym Theme aus GSK ist für mich ein wahres Meisterwerk. Der Lavandia Theme sowohl in RBG als auch GSK und HGSS ist einfach nur Bombe. Rayono City hat ein wahnsinnig gutes Theme, auch das Team Galaktik-Kampf-Speersäulen Theme ist einfach majestätisch. Und von Ns Schloss sowie dem SW-Intro muss ich nicht anfangen. Aber hier ... ich weiß nicht, es gibt einige Höhen und Tiefen, ja. Aber es wirkt alles so ... unaufregend. Schade eigentlich. Hier fehlt mir einfach die Finesse.
Eine für die Reihe wirklich obligatorische Änderung ist der Schritt in Richtung Heimkonsole. Wir haben mit LGP/E zwar den ersten Schritt gewagt, aber wir haben hier nun einen vollwertigen Hauptableger, der sich wirklich problemlos hybrid spielen lässt. Auf dem Fernseher zu spielen ist wirklich interessant und die Wirkung ist eine ganz andere - "Pokémon" war halt immer ein Handheld-Ableger, weswegen es erst befremdlich war. Aber ich spiele von Zeit zu Zeit auf dem Fernseher und finde es wirklich angenehm. Aber als ultimativen Bonuspunkt der Reihe würde ich es wirklich nicht ansehen, weil sich das Handheld- und TV-Gameplay von einander einfach nicht unterscheiden und ich dann doch lieber gemütlich im Handheld-Modus spiele.

Warum für mich "Pokémon Schild" ein gutes Nintendo Switch-Spiel ist
Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss.
Und Gott sei Dank sind "Pokémon Schwert" und "Pokémon Schild" noch nicht das Ende der "Pokémon"-Reihe. Aber nichtsdestotrotz machen die Spiele einiges wirklich gut, wo ich mir in Zukunft wünschen würde, dass darauf wieder eingegangen wird. Nach all der negativen und neutralen Kritik folgt nun ... ja, das Beste. Wie bereits erwähnt.
Ich habe nicht damit gerechnet, weil ich sowohl Mega-Entwicklungen als auch Z-Attacken einfach nur als Gimmick angesehen habe, aber das Dynamax-Phänomen ist eine wirklich interessante Variable im Kampf. Mir gefällt der allgemeine Stärke-Boost der Attacken und durch das Dynamax-Leveling hat man hier noch die Möglichkeit, eine neue Ebene - bei einigen Pokémon dann in Form des Gigadynamaxings - zu schaffen bzw. sich wieder abzuheben. Das ist gar kein schlechtes Konzept, mir gefällt die Limitierung auf drei Runden und dass es nur in besonderen Kämpfen stattfinden kann. Mir war die willkürliche Überladenheit der bisherigen Features einfach etwas zu absurd. In wichtigen Kämpfen macht es daher Sinn. Hier wurde also an der Notwendigkeit geschraubt. Aber würde ich auch ohne Dynamaxing auskommen? Auf jeden Fall. Es bloß im Sinne der - womöglich temporären - Zusatzfunktionen die bislang beste. In diesem Zuge muss ich auch zugeben, dass die Dyna-Raids eine unterhaltsame Zusatzkomponente sind. Als Belohnung dafür ein starkes Pokémon zu erhalten finde ich gar nicht mal so schlecht. Mich stören nur die etwas mauen Fangraten der Pokémon, und dass der Fangversuch auf einmal begrenzt ist.
Was vielen sauer aufstößt, mich aber positiv überrascht hat, ist der Entfall der Top 4 und der Ausgleich durch den Champ-Cup. Zumal man jetzt auch die Arenaleiter etwas mehr einbezieht und nicht nur ein Haken auf der To-Do-Liste sind. Mir hat dieses Turnierkonzept sehr gefallen und ich bin schon gespannt, wie hier das Rematch-System aussieht. Immerhin waren die Arenaleiter einem angemessenen Level vertreten - immer noch sehr leicht, aber nicht unterirdisch schlecht. Auch der Kampf gegen Delion war in Ordnung. Eine wahre Inszenierung. Vielleicht ein bisschen zu viel - aber das zeichnet das Spiel leider aus.
Was die Musik in dem Spiel leider nicht geschafft hat, machen dafür wieder die imposanten Städte aus. Und, oh mein Gott, was bin ich begeistert. Furlongham sieht aus wie die Kerrygold-Werbung. Der Schlummerwald ist für mich einer britischen Folklore-Saga entsprungen, genauso der Wirrscheinwald und Fairballey. Engine City hat schöne Steampunk-Elemente, Claw City ist Ns Schloss 2.0. Circhester mit der Therme, ein Traum. Score City ist London - so wie Illumina City an Paris und Stratos City an New York erinnert. Die Galar-Minen sind so schön, ich fasse es kaum. Etwas fraglich finde ich es, dass einige Biotope mit kompletten Gegensätzen so nah aneinander liegen, aber es wirkt insgesamt wirklich schön und mir gefällt die Ästhetik sehr.
Zu den Pokémon allgemein kann ich nur sagen: Wie jedes Mal gibt es Wunderwerke und Fragwürdigkeiten. Mir gefällt die Idee bei Knapfel, dass es ein Wurm im Apfel ist. Die geteilte Weiterentwicklung über einen entsprechenden Apfel finde ich clever gelöst. Dann gibt es einige Galar-Formen, die mir gar nicht zusagen, aber das ist einfach normal, das gehört dazu. Galar-Ponita und -Gallopa sind meine Highlights, genauso cool finde ich Galar-Zigzachs und -Geradaks sowie Barrikadax. Allerdings muss ich sagen, dass die Starter dieses Mal insgesamt eher Mittelmaß sind. Durch die Bank weg. Memmeon sagt mir immer noch am meisten zu, aber diese Begeisterung wie bei Flamiau und Bauz verspüre ich hier jetzt nicht. Positiver Shoutout an der Stelle auch an: Fatalitee (Gott, dieser Name), Mortipot; die Fossilien-Pokémon, inbesondere Pescryodon; Toxel und Riffex, ich meine ... HALLO?! Mega gut!
Kommen wir nun zum Pferd im Flur, dem Elefanten im Raum, der langsamen Rentnerin an der Kasse: Die Naturzone. Ich habe anfangs wirklich Bedenken gehabt, was GAME FREAK mit der Naturzone anstellen möchte. Wie wird sich ein open world concept in "Pokémon" integrieren lassen? Kann das eine Symbiose zu eigentlichen Statik der over world zu schaffen? Für mich macht die Naturzone vieles richtig, aber auch viel falsch. Es wirkt alles noch etwas ... weit, stellenweise leer, ja. Die Spawnpunkte sind viel zu statisch, wenn es kein hohes Gras ist. Das könnte man auflockern. Die Weitläufigkeit der Areale ist gut gelöst, aber ich finde, es gibt zu wenig Diversität. Wetterabhängig gibt es ein Schneegebiet, aber hier wäre eine verschneite Bergspitze noch schön gewesen - ggf. auch eine Berg- und Höhlenareal im Vorlauf. Oder aber eine vulkanähnliche Gegend. Klar macht das alles in Hinsicht auf Galars Vorbild, Großbritannien, gar keinen Sinn, aber ich finde, hier wurde zu viel auf bestehende Muster vertraut. Seenflächen haben sich wiederholt und weite Steppen wirkten wie ein copy-paste-System. Gut hingegen fand ich die ... Sandwüste!? Es hat das Erscheinungsbild schön entzerrt. Die unterschiedlichen Wetterbedingungen steuern die Spawns der unterschiedlichen Pokémon, was ich wirklich gut gelöst finde. Aber insgesamt wirken die Spawns allesamt limitiert.
Limitiert ist eine gute Überleitung - der Pokédex. Die Empörung ist groß, dass nur 400 Pokémon fix im Spiel codiert sind. Viele Pokémon fehlen - auch viele meiner Lieblinge. (R.I.P. Altaria) Aber ist das wirklich so ein dermaßen großes Problem? Stand jetzt hat es mich nicht gestört und ich sehe auch keinen Grund, weshalb ich bei Vervollständigung des Galar-Dex eins darin sehen sollte. Man ist das komplette Spiel über damit beschäftigt, nicht nur neue Pokémon kennenzulernen, man muss auch zusehen, viele der alten wieder einzufangen. Die Quintessenz des Spiels - Pokémon fangen - ist somit nicht verloren. "Gotta catch'em all - at least, what's left" passt perfekt, aber macht es das Spiel kaputt? Ich finde nicht. Man hat mit 400 Pokémon genug zu tun, wovon fast 10% versionsexklusiv sind. Man hat aufgrund der Limitierung die Möglichkeit, Pokémon in den Fokus zu stellen, die aufgrund der Masse komplett verloren gehen würden. Ich als "Pokémon"-Spieler habe zu Beginn jeder Generation das Ziel, mich nur auf neue Pokémon zu konzentrieren. Ich habe so viele Jahre mit bereits altbekannten Monstern zu spielen, dass ich einfach mal was Neues erleben möchte. Mit neuen Lieblingen. (Shoutout to Schlapfel / Drapfel, Riffex und Pescryodon.) Ich finde es gar nicht so schlecht, dass GAME FREAK diesen Weg in Zukunft geht und in jeder neuen Generation nur einen gewissen Teil aller Pokémon implementiert. So werden die Karten neu gemischt. Eigentlich genau richtig. Ich würde mir dennoch wünschen, wenn man "Pool"-Spiel entwickelt, auf dem sich alle Pokémon dann befinden und man mit diesen dann kämpfen kann. Vielleicht lässt sich auch hier die core-Komponente verwirklichen? Es wäre ein Ansatz.
Ein weiterer Punkt, der mir in den neuen Spielen sehr gut gefallen hat, ist die Inkludierung Pokémon unterschiedlicher Level, allerdings die Limitierung der Fangmöglichkeit in Bezug auf die Orden, die man erhält. Ich weiß nicht, warum mich dieses Konzept so sehr anspricht, aber ich habe es genossen, in der Naturzone Pokémon zu finden, die weit über meinem Level waren - ich diese aber aufgrund der fehlenden Orden einfach nicht fangen kann. Es ist ein so simpler Mechanismus, aber er schafft keine künstliche Barriere. Man kann die Pokémon sehen, man kann sie bekämpfen - man kann sie aber einfach nicht fangen. Weil man als Trainer noch nicht "gut genug" ist. Damals hat man das gelöst, in dem man stärkere Pokémon in die Siegesstraße oder die entsprechenden Routen nach den Arenen gepackt hat. Jetzt ist das alles zentral in der Naturzone und mir gefällt dieser Ansatz einfach etwas besser.

Wertung

7

Mein Fazit zu Pokémon Schild

Meinung von achtbitmusik211
Für mich sind "Pokémon Schwert" und "Pokémon Schild" bei Weitem nicht das Maß der Dinge und sie haben für mich auch nicht das Rad erneuert. Die Spielereihe wirkt immer noch altbekannt, vielleicht altbacken für viele, aber die neuen Ideen und Ansätze sind wirklich gut. Was ich schade finde, ist, dass bereits vorhandene Konzepte einfach so über Bord geschmissen wurden und für fast rudimentäre Systeme ausgetauscht worden sind. Der Online-Modus ist für mich ein Graus - abseits der Lags und unzuverlässigen Aktualisierung der social media-ähnlichen Benutzeroberfläche im Ypsi-Com. Auch der Schwierigkeitsgrad ist in GAME FREAK- / "Pokémon"-typischer Manier einfach nicht attraktiv und für einen angepriesenen "core title" wirklich nicht repräsentativ. Die Naturzone hat der Spielereihe einen neuen Touch verliehen, bei dem ich mir wünsche, dass dieser beibehalten und wirklich weiter ausgebaut wird. Neue Biotope, bessere Spawnpunkte, eine dynamischere und lebendigere over world. #thankYou Einige Kritikpunkte sind wirklich meckern auf hohem Niveau, aber es entspricht meiner Wahrnehmung und meiner letztendlichen Reaktion darauf. Würde ich die Spiele noch mal durchspielen? Ja. Das Spiel macht Spaß, es lässt sich mit unterschiedlichen Bedingungen an- und durchspielen. Was man im Endeffekt daraus macht, ist jedem selbst überlassen.
Mein persönliches Highlight: Die Naturzone mit ihren unausschöpflichen Möglichkeiten, die wunderschönen Städte und die cleveren neuen Pokémon-Ideen.

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