User-Test von AnimalM zu Castlevania: Aria of Sorrow - Wii U, Game Boy Advance

  • Deutschland Deutschland: Castlevania: Aria of Sorrow
  • USA USA: Castlevania: Aria of Sorrow
  • Japan Japan: Castlevania: Akatsuki no Minuet
Plattform
Game Boy Advance
Erscheinungsdatum
09.05.2003
Vertrieb
Konami
Entwickler
Konami
Genre
Adventure, Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Castlevania: Aria of Sorrow - GBA

Von AnimalM () Schon komisch, wie sich ein Ausflug im Jahr 2035 entwickeln kann. Eigentlich wollte ich mir nur mit meiner lieben Mina die Sonnenfinsternis am Hakuba Schrein ansehen. Stattdessen bin ich nun in einem riesigen Schloss unterwegs, hüpfe und kämpfe um mein Leben gegen Monster und versuche gleichzeitig meine Freundin vor dem sicheren Tod zu bewahren. Dieser seltsame Arikado scheint mir mit seinen rätselhaften Aussagen auch keine richtige Hilfe. Und dann dieser Belmond? Komischer Name. Und noch komischerer Typ. Springt hier durch die Gegend mit ner Peitsche in der Hand. Auf mich scheint er aus irgendeinem Grund auch nicht gerade gut zu sprechen zu sein. Ich versteh einfach gar nichts mehr.

Tja, unser Held Soma kann einem schon ein bisschen leid tun. Einsam in Draculas Schloss Castlevania unterwegs, zahllose Monster vernichtend und nur ein Ziel im Auge: das Leben seiner Freundin zu retten. Willkommen in Castlevania - Aria of Sorrow (folgend AoS), das 2003 als drittes und letztes Castlevania für den Gameboy Advanced erschien. Bis heute gilt es als eines der besten Handheld Castlevania, was für mich nach dem grandiosen Castlevania – Dawn of Sorrow der nächste logische Schritt in meinem Backlog war.

Wie auch die anderen GBA Castlevania ist AoS ein 2D-Plattformer im Metroidvania Stil. Ihr lauft, springt und kämpft euch durch ein großes Labyrinth, dass ihr fortwährend erkundet. Ihr erlangt im Laufe des Spiels neue Fähigkeiten, die es euch ermöglichen, an zuvor unerreichbare Stellen zu gelangen. So eröffnen sich immer wieder neue Gebiete und ihr lernt das Schloss Stück für Stück kennen.

Und es hat einiges zu bieten: angefangen von einer prächtigen Eingangshalle über einen Uhrturm voller Zahnräder, Eisgrotten, Katakomben, einem Ballsaal und vielem mehr. An Abwechslung mangelt es nicht. Zwar kennt man viele dieser Räume schon aus anderen Castlevania Teilen – Draculas Schloss erscheint halt immer in der ein oder anderen Form, hat aber immer einen anderen Aufbau – doch machen Grafik und Leveldesign hier alles richtig. Die Level sind schön designed, verwinkelt und doch eingängig zu spielen.

Die Seele eines Monsters
Wie auch die anderen Handheld-Teile der Serie, verfügt auch AoS über ein Alleinstellungsmerkmal. Zum ersten Mal war es hier dem Protagonisten möglich, Seelen von besiegten Monstern aufzunehmen und so ihre Fähigkeiten zu kopieren. Hierdurch wurde das Spiel richtig interessant und abwechslungsreich. Knochen und Feuerbälle werfen, Fledermäuse als Begleiter ausrüsten und vieles mehr. Dazu kommen noch besondere Seelen, die ihr nur einmal erhaltet und die in der Regel entscheidende Fähigkeiten beinhalten, die es euch ermöglichen, weiter im Spiel voran zu kommen.

Damit aber noch nicht genug, den seit dem damals erschienenen Castlevania – Symphony of the night levelt euer Protagonist auf, wird stärker und kann sich zudem mit allerlei nützlicher Gegenstände ausrüsten. Rüstungen und Mäntel, Waffen verschiedenster Gattungen und Verbrauchsgegenstände wie Essen und Heiltränke wollen gefunden und genutzt werden. So wird aus dem anfangs noch recht schwachen Soma im Laufe des Abenteuers eine wandelnde Kampfmaschine mit dämonischen Kräften. Und ist man erstmal an diesem Punkt, kann einem sowieso nichts und niemand mehr etwas anhaben – und das rockt!

Aufleveln, Fähigkeiten erlernen, neue Waffen finden und benutzen – das alles motiviert ungemein. Dazu noch das immer weiter Erkunden des Schlosses, die Story vorantreiben und riesige Bossgegner platt machen. Ist man einmal im Flow drin, spielt sich AoS wunderbar flüssig. Gegner die anfangs noch ein Hindernis darstellten, können euch irgendwann nichts mehr anhaben. Auch die Level selbst, in denen ihr euch anfangs noch mühselig zum nächsten Speicherpunkt geschleppt habt, setzen euch nicht mehr unter Druck. Ihr werdet zum neuen Herrn dieses Schlosses!

Grafik und Sound auf höchstem GBA Niveau
Auch grafisch weiß der dritte der GBA Teile am besten zu überzeugen und holte damals nochmal alles aus der kleinen Kiste raus, was ging. Die Animationen sind flüssig, das Gegnerdesign stimmig und die Level strotzen vor kleinen Details. Auch 17 Jahre nach seiner Veröffentlichung ist AoS immer noch ein schönes Spiel. Und nicht zu vergessen der Sound, der mit wunderschönen Melodien euer Abenteuer begleitet.

Wertung

9

Mein Fazit zu Castlevania: Aria of Sorrow

Meinung von AnimalM
Aria ofSorrow ist verdientermaßen eines der beliebtesten Castlevania Spiele. Das Finden und Einsetzen der Seelen, das umfangreiche Arsenal, die verzweigten Level – das alles motiviert einfach ungemein zum Weiterspielen. Die Story ist nicht wirklich tiefgründig, aber durchaus unterhaltsam und im Vergleich zu den anderen Teilen sogar nicht nur bloßes Beiwerk. Letztlich ist es aber das flüssige Gameplay, dass diesen Teil so unglaublich gut macht.
Mein persönliches Highlight: Das motivierende Seelen-System

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