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Vorschau zu Fire Emblem Warriors - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Fire Emblem Warriors
  • USA USA: Fire Emblem Warriors
  • Japan Japan: Fire Emblem Musou
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
20.10.2017
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
Omega-Force, Team Ninja
Genre
Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Ein Hauch von Strategie in den Kriegswirren von Fire Emblem Warriors

Von Daniel Kania ()
Nachdem Hyrule Warriors im Spätsommer 2014 für die Wii U erschien, war vielen klar, dass wir das Gemetzel fortan nicht nur in Hyrule, sondern auch in weiteren Nintendo-Welten erleben würden. Das Hack 'n' Slay überzeugte sowohl Fans der The Legend of Zelda-Serie, als auch alteingesessene Dynasty Warriors-Spieler gleichermaßen, so kombiniert es schließlich das Beste aus beiden Serien und fügt es zu einem Gesamterlebnis zusammen. Was damals Link, Zelda, Ganondorf und Co. waren, sind nun Marth, Chrom oder Corrin, da in Zusammenarbeit mit Koei Tecmo nun das zweite Nintendo-Hack 'n' Slay entsteht: Fire Emblem Warriors. Bei meiner bisherigen Spielzeit mit dem Titel konnte ich erste Erfahrungen mit dem "taktischen Gemetzel" sammeln, über welche heute berichtet werden kann und darf.

Die beste Strategie: Immer feste drauf!

Langjährige Fans oder Neueinsteiger, welche mit den neuesten Titeln hinzugekommen sind, werden Fire Emblem als Strategie-Spiel kennen, bei dem ihr eure Einheiten über Schach-ähnliche Umgebungen führt und gegnerische Einheiten möglichst geschickt auskontert. Dabei spielt natürlich auch die Waffe der Einheit und das berüchtigte Waffen-Dreieck eine Rolle, doch auf dem ersten Blick scheint all dies in Fire Emblem Warriors keine Rolle zu spielen, doch damit liegt man weit daneben. Wie man es aus Hyrule Warriors oder anderen Warriors-Spielen kennt, bewegt ihr euren Charakter – das wäre in dem Fall einer der vielen Helden aus den Fire Emblem-Spielen – in der Third-Person-Perspektive in einer dreidimensionalen Umgebung und zerhackt, stampft oder mäht alles nieder, was sich euch in den Weg stellt. Hack 'n' Slays fordern euch meistens heraus, eine möglichst große Combo aufzustellen, welche gut und gerne einmal aus mehreren Hundert Gegnern bestehen kann. In Fire Emblem Warriors hat man von einer solchen Combo nicht allzu viel, außer vielleicht das ein oder andere Item, welches nur bei bestimmter Anzahl an besiegten Feinden auftaucht.

Da sind sie, unsere beiden Protagonisten Lianna (links) und Rowan (rechts)!

Der Ersteindruck weckt dabei ganz klar Erinnerungen an das vorherige Crossover, Hyrule Warriors. Genau wie damals könnt ihr euch mit den Titelhelden in den Story-Modus stürzen, um eine eigens für dieses Crossover erdachte Geschichte zu erleben, die zudem mit zahlreichen schön anzusehenden Zwischensequenzen und Dialogen bestückt ist. Dabei ist jede einzelne Zeile, welche von Charakteren gesprochen wird, nicht nur in Textform lesbar, sondern auch hörbar. Sämtliche Dialoge wurden komplett von den englischen Sprechern der Figuren synchronisiert, was die altbekannten Helden sowie die neuen Figuren, welche Fire Emblem Warriors zu bieten hat, lebendiger und ausdrucksstärker wirken lässt. Die Geschichte wird dabei hauptsächlich zwischen den Kapiteln des Story-Modus vorangetrieben, wobei auch Sequenzen innerhalb eines Kapitels für Wendungen sorgen können. Allgemein lässt man sich dabei aber auf einen Wechsel zwischen Story und typischem Warriors-Gameplay ein, welches vorsieht Massen über Massen an Gegnern zu eliminieren, Festungen einzunehmen, indem der jeweilige Festungskommandat erledigt wird, und Bossgegner aufzuhalten. Von Riesenmonstern, wie es bei den Bossen in Hyrule Warriors der Fall war, ist bislang nichts zu sehen. Stattdessen kämpft ihr meist gegen die Hauptakteure selbst, etwa gegen Frederick, dem ihr als Fremde eure Stärke beweisen müsst.

Jeder Charakter spielt sich – wenn auch alle auf derselben Formel basieren – ein wenig anders. Während ihr bei den vielen Schwertkämpfern bereits eine Detailanalyse vornehmen müsst, um feine Unterschiede im Angriffsstil festzustellen, ist es zwischen den verschiedenen Klassen ziemlich eindeutig. Frederick, der auf seinem treuen Ross unterwegs ist, spielt sich deutlich anders als Lissa, obwohl beide mit einer Axt ausgestattet sind. Lissa etwa kann mit einer ihrer Angriffe ihre Werte kurzzeitig erhöhen und, einmal vom Kämpfen abgesehen, auch verwundete Verbündete mit ihrem Stab heilen. Einheiten auf Pferden agieren deutlich aggressiver und preschen mit ihren stolzen Vierbeinern durch die Gegnerhaufen, als gäbe es kein Morgen mehr. Einige Angriffe von Frederick können Gegner an seine Axt kleben, sodass er sie für eine Weile mitschleift und kontinuierlich Schaden verursacht. Mit ihm ist wirklich nicht zu spaßen! Alle Angriffe werden dabei mit zwei Knöpfen geregelt. Drückt ihr den Y-Knopf, führt ihr gewöhnliche Combo-Angriffe aus. Dies geht zu Beginn bis zu vier oder fünf Mal. Drückt ihr in eurer Combo-Kette allerdings einmal den X-Knopf, beendet ihr eure Combo mit einem deutlich stärkeren Angriff, der davon abhängig ist, wie oft ihr den Y-Knopf zuvor betätigt habt. Auf dem A-Knopf entfesselt ihr eine wahnsinnig zerstörerische und imposante Attacke, die Gegner vor euch trifft. Begleitet wird dieser Angriff mit einer einzigartigen Animation sowie einem denkwürdigen Spruch des jeweiligen Charakters, welcher meist eine Anlehnung an seinen Ursprungstitel ist.

Hier seht ihr den Historischen Modus. Kommt Fire Emblem-Spielern diese Szene vielleicht bekannt vor?

Solltet ihr vom Story-Modus genug haben, wartet Fire Emblem Warriors noch mit weiteren Inhalten auf euch. Im sogenannten "Historischen Modus" könnt ihr die Geschichten früherer Fire Emblem-Ableger einmal selbst erleben – zumindest soweit es der Rahmen eines Hack 'n' Slay es zulässt. Im Pixel-Look bewegt ihr euch über eine im klassischen Fire Emblem-Stil gehaltene Karte aus der Vogelperspektive und könnt auf der Karte voranschreiten, indem ihr Gegner besiegt, die sich auf der Karte befinden. Der Historische Modus ist vergleichbar mit dem Abenteuer-Modus aus Hyrule Warriors, da beide Modi versuchen, das Ur-Prinzip der jeweiligen Spieleserie in das Dynasty Warriors-Gameplay einzubinden. Statt euch mühselig Feld für Feld voranzutasten, geht der Historische Modus flotter voran, da lediglich Barrieren auf der Karte entfernt werden müssen, ergo einfach nur die vorhandenen Gegner erledigt werden müssen. Steuert ihr einen Gegner an, landet ihr nicht etwa in einem Zweikampf, Mann gegen Mann, sondern euch wird eine mehr oder weniger vollwertige Mission mit einem Missionsziel präsentiert. Gespielt wird dabei in den bekannten Umgebungen aus dem Story-Modus, wobei Aufbau, Nebenmissionen und Hauptaufgabe natürlich vom Story-Modus abweichen. Habt ihr die Mission geschafft, erhaltet ihr eine Bewertung in Form von Buchstaben. Dabei könnt ihr maximal den S-Rang erreichen, wofür eine S-Bewertung bei unterschiedlichen Faktoren, wie der benötigten Zeit oder den besiegten Gegnern, vonnöten ist. Manche dieser Missionen im Historischen Modus geben euch sogar ein spezielles Item nur dann, wenn ihr besagten S-Rang erreicht habt. Und so viel sei gesagt: es lohnt sich!

Letzte Worte können noch zur Präsentation des Spiels verloren werden. Fire Emblem Warriors bietet zwei Optionen, wie ihr euer Spiel genießen wollt. Entweder mit einem Fokus auf Grafikleistung, dafür aber gelegentlichen Framerate-Einbrüchen, oder aber einem Fokus auf Leistung, das heißt, dass ihr "nur" mit einer Auflösung von 720p spielt, im Gegenzug allerdings ein butterweiches Spielgeschehen zu sehen und spüren bekommt. So oder so sieht Fire Emblem Warriors gut aus. Die Charakter-Modelle sind liebevoll gestaltet und auch die Animationen brauchen sich nicht zu verstecken. Einzig die etwas matschigen oder verwaschenen Texturen mancher Umgebungen oder Objekte sind weniger ansehnlich. Dafür kann das Spiel aber auch in Sachen Musik punkten und nimmt Fire Emblem-Fans mit rockigen Neu-Interpretierungen alter Musikstücke in die Arme. Im Kampfgeschehen hört man allgemein nicht viel vom Soundtrack, besonders nicht, wenn alle paar Sekunden einer der Charaktere dazwischenplappert, gut anhören tut es sich dennoch.

Unsere Prognose zu Fire Emblem Warriors

Meinung von Daniel Kania
Bisher stehen die Zeichen gut, dass Fire Emblem Warriors ein genauso erstklassiges Hack 'n' Slay wird, wie es Hyrule Warriors war. Die liebenswerten Charaktere werden im Story-Modus und dem Historischen Modus näher beleuchtet und actiongeladene Zwischensequenzen sorgen für den nötigen Pepp. Ist man nicht gerade dabei, humorvolle Dialoge durchzulesen beziehungsweise tatsächlich auch anzuhören, überzeugt das klassische Warriors-Gameplay mit Ergänzungen typischer Fire Emblem-Elemente, wie dem Waffen-Dreieck und sogar ein wenig taktischer Würze. Umfang und freischaltbare Inhalte deuten ebenso bereits darauf hin, dass wir es mit einem Spiel zu tun haben, mit dem viele Fans mehrere Hundert Stunden verbringen können, wenn sie denn nur wollen.
Mein persönliches Highlight: Die Zwischensequenzen machen ordentlich was her und werten den Story-Modus deutlich auf.

Kommentare 9

  • Casualatical Casublume - 09.10.2017 - 15:23

    Wie viel Umfang bietet der historische Modus?
  • 16-Bit-Fan Gamer4Fun - 09.10.2017 - 15:40

    Bin gespannt, dauert ja jetzt nicht mehr lang.
    Mal sehen wie lang es mich fesseln kann.
  • Pirotess Turmamazone - 09.10.2017 - 16:02

    Ich freue mich auf das Spiel. Wenn es sich so wie Hyrule Warriors spielt, dann ist es genau das richtige für mich. Mit den DLC bin ich noch skeptisch, aber lasse mich da gerne eines besseren belehren.
  • mrbubbles Turmknappe - 09.10.2017 - 16:27

    hab es auf japanisch bereits sehr ausgiebig gespielt. bisher ist der umfang nicht ganz so verrückt wie bei hyrule warriors, aber hyrule warriors war vor den diversen erweiterungen auch "nur" ein 100-stunden spiel. hab bisher 55 stunden auf dem zähler und nähere mich den 100%. finde das aber ehrlich gesagt ziemlich cool. hyrule warriors legends vollständig zu spielen ist eine lebensaufgabe und etwas was man definitiv kein zweites mal macht. fire emblem warriors dagegen würde ich auch mal wieder rauskramen. aber wie gesagt: DLCs kommen noch und die werden das ganze paket sicher deutlich erweitern.
  • Zgravity Real Gamer - 09.10.2017 - 17:37

    @mrbubbles Du Sack... die Leute warten sehnsüchtig darauf es selber zu spielen und du hast es fast durch. :troll:
  • Vanni88 South Park-Fangirl ^u^ - 09.10.2017 - 17:42

    Ich freue mich schon unheimlich auf das Spiel. Hoffentlich bekomme ich meine Limited Edition 1-2 Tage vor Release. :D
  • Cú Chulainn Wielder of the Gáe Bolg - 09.10.2017 - 21:02

    Ich war ja lange Zeit skeptisch gegenüber dem Spiel, wegen der eher dürftigen Charakterauswahl, aber inzwischen freue mich doch ziemlich auf den Releasetag. Schwache Charakterauswahl hin oder her, ich kann nicht weg reden, dass sich das Spiel bislang ziemlich gut anhört. Gerade zwei Reviews der japanischen Version, die beide meinten das Spiel sein noch mal eine ganze Ecke besser als Hyrule Warriors, haben mich noch überzeugt das Spiel doch noch zu kaufen.
  • BANJOKONG Turmfürst - 10.10.2017 - 00:50

    Also Charakter Auswahl als dürftig zu bezeichnen finde ich schon übertrieben.
    Ich finde es vollkommen ausreichend.......
  • Vanoka Idolpower (>o<)/ - 11.10.2017 - 20:01

    Das japanische Gameplay hat mir gezeigt wie toll das Spiel ist(was ich nie bezweifelt habe). Andererseits zeigt mir auch wie toll die japanischen Stimmen sind. Und ich darf sie nicht benutzen.... verflucht seid ihr dafür