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Vorschau zu Luigi's Mansion 3 - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Luigi's Mansion 3
  • USA USA: Luigi's Mansion 3
  • Japan Japan: Luigi's Mansion 3
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
31.10.2019
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
Next Level Games, Nintendo
Genre
Adventure, Action
Spieleranzahl
Lokal: 8 - Online: 8
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Der Schrecken geht in die dritte Runde

Von Chris Holletschek () Nachdem Luigi dem Nintendo GameCube vor rund 17 Jahren in seinem ersten Mansion-Abenteuer zu einem erfolgreichen Marktdebüt verhalf, gruselt sich der Klempner mit der Lieblingsfarbe grün Ende Oktober endlich auch auf der Nintendo Switch. Dabei fängt erst einmal alles ganz harmlos an: Luigi und seine Kumpane werden in ein Luxushotel eingeladen. Da sich die handwerklich begabten Brüder mal einen ausgedehnten Urlaub verdient haben, nehmen sie die Einladung an. Warum ihnen das allerdings zum Verhängnis wird, dürfen wir euch nun vorab in der vorliegenden Vorschau verraten.

Noch strotzt das Luxushotel nur so vor Glamour. © Nintendo

Umweltbewusst reisen Mario, Prinzessin Peach, einige Toads und eben auch Luigi gemeinsam in einem großen Bus und kommen entsprechend zur selben Zeit am prachtvollen Hotel an. Es wird allerdings relativ schnell klar, dass der güldene Bau mehr Schein als Sein birgt, denn hinter der Einladung steckt einmal mehr König Buu Huu. Dieser ist nicht nur ein weiteres Mal entkommen, sondern sinnt auch nach Rache. Deshalb ließ sich der Geisterkönig jene List einfallen, um seine Erzfeinde an einem Ort zu versammeln und in Gemälden einzusperren. Der Plan geht auch beinahe zur Gänze auf, wäre da nicht Luigi, der dem drohenden, sehr eintönigen Schicksal gerade so entkommen kann. Damit liegt es nun an dem schreckhaften Latzhosenträger, seine Freunde zu befreien und den Fängen Buu Huus zu entrinnen.

Wer die Vorgänger gespielt hat, wird in Luigi’s Mansion 3 schnell klarkommen, denn viel hat sich am grundsätzlichen Spielprinzip nicht geändert. So seid ihr zunächst mit einer speziellen Taschenlampe ausgestattet, die euch nicht nur den düsteren Weg durch das Hotel erhellt, sondern auch über einen sogenannten Stroboblitz verfügt, der beim Kampf gegen die vielen Geister essenziell ist. Darüber hinaus nutzt ihr mit der Düsterlampe eine weitere Funktion, die scheinbar Unsichtbares wieder sichtbar macht. Noch recht früh im Spiel werdet ihr zudem auf eine Person treffen, die Mansion-Veteranen sehr vertraut ist: Professor Imanuel Gidd, kurz I. Gidd, ist auch in diesem Abenteuer vertreten und steht euch hilfsbereit zur Seite – wobei ihr eher als sein Mittel für den Zweck angesehen werdet. Nichtsdestotrotz stattet I. Gidd euch mit dem zweiten für das Gruselabenteuer überlebenswichtigen Gegenstand aus: Nach 08/16 und 09/15 ist es dieses Mal der „Schreckweg F-LU“, eine Art Staubsauger, mit der ihr die feindlich gesinnten Geister einfach einsaugt.

Im Mittelpunkt des dritten Gruselabenteuers stehen Fluigi und ... Aufzugknöpfe. © Nintendo

Damit fängt die durchaus anspruchsvolle Tastenbelegung aber erst so richtig an. So könnt ihr nicht nur saugen, sondern auch pusten. Zudem verfügt das Gerät nun sowohl über einen Saugschuss als auch eine Funktion, mit der ihr an Ort und Stelle ein Abbild von euch selbst auftauchen lassen könnt – allerdings ganz in grün und … glibbrig. „Fluigi“ ist zwar bereits mit dem Nintendo 3DS-Remake des ersten Teils in das Universum eingeführt worden, lässt sich aber dennoch weiterhin als Neuerung bezeichnen, da die schleimige Kopie nun ein fester Bestandteil der Einzelspielerkampagne ist. Sie bringt zudem einige interessante Gameplay-Kniffe mit sich, denn Stacheln, Gitter oder verschlossene Tore halten euch nun nicht mehr länger auf. Fluigi glitscht problemlos durch die meisten Dinge hindurch, womit ein stetiges Weiterkommen gesichert zu sein scheint – doch hier treffen wir auf ein erstes Problem. Einerseits hält der Professor zwar ständigen Kontakt zu euch und macht euch in einer fast aufdringlichen Weise auf die derzeit anstehende Aufgabe aufmerksam, wenn das Spiel meint, dass ihr gerade ein wenig zu langsam vorankommt. Auf der anderen Seite hat es manch ein Rätselraum aber auch durchaus in sich und es ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich, was nun gerade eigentlich zu tun ist – was der Profi hier als willkommene Herausforderung sieht, kann für Einsteiger auch schnell mal in Resignation enden. Zudem erscheint mir auch die Steuerung als solche nicht ganz zu Ende gedacht, doch dazu erzähle ich euch in einigen Tagen mehr.

Wo ich ebenfalls noch einiges an Erfahrung zu sammeln habe, sind die neuen Mehrspieler-Modi. So ist unter anderem der aus Luigi's Mansion 2 bekannte Wirrwarrturm auch ein Bestandteil des dritten Gruselabenteuers. Dort könnt ihr wahlweise lokal oder online, gegen Freunde oder Fremde den aus dem Vorgänger bekannten „Jäger“-Modus spielen. Dabei werdet ihr mit der Aufgabe konfrontiert, wahlweise fünf oder zehn Etagen von jeglichen Geistern zu befreien. Pro Stockwerk habt ihr aber nur eine bestimmte, nach meinen bisherigen (sehr kläglichen) Erfahrungen eher knapp bemessene Zeitvorgabe von wenigen Minuten, bis wohin alle übernatürlichen Wesen eingefangen werden sollen. Es scheint dafür ein ausgewogener Mix aus Aufteilen und Zusammenspielen vonnöten zu sein. Denn einerseits könnt ihr auf euch allein gestellt zwar schneller alle Räume einer Ebene erkunden, diese sind auf der anderen Seite aber wiederum mit der ein oder anderen Falle gespickt. Seid ihr einmal in eine getappt, kann euch in der Regel nur ein Mitspieler wieder befreien – und da die Zeit ziemlich kostbar ist, sollte bis zur Befreiung nicht zu viel davon vergehen. Ich hoffe, ich kann in der kommenden Zeit noch ein paar Erfolgserlebnisse sammeln und euch bald davon berichten.

Luigi's Mansion 3 versucht, mit einem schaurig-schönen Ambiente zu überzeugen – mit Erfolg. © Nintendo

Was mich am Spiel wiederum schwer beeindruckt, sind gleich zwei große Dinge: Luigi’s Mansion 3 sieht auf der Nintendo Switch zunächst einfach absolut fantastisch aus. Das mag man sich zwar damit erklären, dass wir uns die meiste Zeit über in Räumen befinden und deshalb keine ausufernden Spielewelten modelliert werden mussten. Nichtsdestotrotz spricht die Detailverliebtheit Bände und geht einher mit dem zweiten Pluspunkt – der Kreativität. Im Mittelpunkt des Abenteuers steht ein einfacher Aufzug, welchem zu Beginn noch jegliche Knöpfe für die einzelnen Etagen fehlen. Auf so gut wie jeder Ebene wartet wiederum am Ende ein Geisterboss auf euch, welcher über einen der begehrten Knöpfe verfügt. Damit erklimmt ihr Etage um Etage das Hotel auf der Suche nach euren Freunden. Warum Luigi dafür übrigens nicht einfach die Treppe nutzt, bleibt ein Rätsel – womöglich hat es König Buu Huu nicht so mit Brandschutzbestimmungen, weshalb ein Treppenhaus als Fluchtweg kurzerhand fehlt. Ungeachtet dessen ist das Betreten eines neuen Stockwerks aber stets eine spannende Sache, denn das Öffnen der Fahrstuhltür erscheint wie das Durchschreiten eines Tores in eine ganz neue Welt.

Denn egal ob klassisches Spukschloss oder schmackhafte Gastronomie, ob wohlklingender Konzertbereich oder komplett verwachsenes Ökohaus, in Luigi’s Mansion 3 werden all diese und viele weitere Themenbereiche buchstäblich unter einem Dach vereint. Dabei lässt jede Ebene nicht nur Entdecker-, sondern auch Sammlerherzen frohlocken. Jeder noch so unwichtig erscheinende Zwischengang ist vollgestellt mit Gegenständen, mit denen stets in irgendeiner Form interagiert werden kann – und sei es alles kurz und klein zu schlagen. Doch dass selbst die scheinbar blinde Wut belohnt wird, zeigt sich daran, dass sich überall Münzen, Scheine und mehr verstecken. Während sich mit dem gesammelten Geld bei I. Gidd diverse Hilfestellungen erwerben lassen, hat das Auffinden der verborgenen Juwelen sowie der noch besser versteckten Buu Huus zum jetzigen Zeitpunkt nichts weiter als einen reinen Sammelcharakter. Ob die akribische Untersuchung jedes Stockwerks letztlich nicht doch einen Vorteil bringt, wird von uns derzeit noch untersucht – gegen Ende des Monats können wir euch dahingehend sicherlich weitreichendere Erkenntnisse liefern.

Unsere Prognose zu Luigi's Mansion 3

Meinung von Chris Holletschek
Ich habe weiterhin große Lust, mich mit Luigi durch das ziemlich hohe und verdammt kreativ ausgestattete Hotel von König Buu Huu zu gruseln. Auch wenn Luigi’s Mansion 3 wahrhaftig wenig Chancen auf eine Auszeichnung für das Storytelling haben wird, so ist der Spielspaß bis dato umso rekordverdächtiger. Jedes Stockwerk quillt vor Details nur so über und hat zahlreiche sammelbare Gegenstände wie auch die eine oder andere gewitzte Anspielung zu bieten. Darüber hinaus hält das Spiel beim Mix aus Rätsel und Kampf bislang eine angenehme Balance. Und sollte man mal ins Stocken geraten, kann es sich lohnen, den angestauten Frust am Interieur auszulassen. Gleich hinter der nächsten Kommode mag nämlich der Zugang zu einem neuen Korridor verborgen liegen – oder auch einfach der nächste Geist. Ich bleibe jedenfalls weiterhin dran und werde nicht ruhen, ehe ich Mario und Co. befreit habe!

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