Kleiner Ausflug in die Barentssee

Fishing: Barents Sea ist ein Fischereisimulator vom norwegischen Studio Misc Games. Auf der EGX Berlin war das Team vor Ort, um die mit der Unreal Engine entwickelte Complete Edition zu präsentieren. Das Spiel selbst wurde allerdings auf der PlayStation 4 gezeigt, weshalb wir noch keine genauen Angaben zur technischen Performance der Nintendo Switch-Fassung machen können.


Zu Beginn könnt ihr die Gewässer nur mit einem kleinen Boot befahren. (Screenshot von der PlayStation 4-Version) © astragon

Im Spiel übernehmt ihr die Rolle eines Erben, der von seinem verstorbenen Vater ein kleines altes Fischerboot vermacht bekommt. Dieses ist euer erstes Gefährt, allerdings mit wenig Stauraum. Mit ihm sollen wir unsere ersten Fische fangen. Also auf zur nächsten Boje und eine Langleine einholen. Doch Achtung: Zwischen zwei Bojen mit einer Langleine solltet ihr nicht hindurchfahren, denn dann habt ihr sie durchtrennt und euer Fang ist dahin. Wenn ihr die Leine einholt, beginnt ein Reaktionsminispiel. Etwa zehn Fische gilt es, im richtigen Moment von der Leine zu ziehen. Je perfekter ihr das hinbekommt, desto mehr Fisch erhaltet ihr.


Nach dem Fang könnt ihr die Fische auch ausnehmen, indem ihr sie eine Linie entlang aufschneidet. Abhängig davon, wie gut ihr den Fisch aufgeschnitten habt, steigt die Qualität und Menge der ausgenommenen Ware. Dies war mit dem Analogstick zu Beginn etwas schwierig, aber mit der Zeit wurden meine Schnitte immer besser. Nachdem ihr nun den Fisch ausgenommen habt (oder auch nicht), geht es zurück zum Hafen, wahlweise manuell oder per Schnellreise. Dort verkauft ihr den Fisch, erhaltet Geld und könnt weitere Aufträge an Land ziehen. Später habt ihr die Möglichkeit, weitere Crewmitglieder anzuheuern und bessere sowie größere Schiffe zu kaufen. Im Hafen müssen außerdem die nächsten Langleinen mit Ködern gekauft werden. Abhängig vom Köder erhaltet ihr mehr oder weniger von einer bestimmten Fischart. Dann geht es wieder hinaus zur See, neue Bojen setzen und Langleinen einholen. Euer Schiff könnt ihr ebenfalls erkunden.


Die Steuerung des Spiels ist super an die Konsole angepasst worden. Wie es insgesamt für die Nintendo Switch umgesetzt wird und welche grafischen Einschränkungen (falls es welche gibt) vorhanden sein werden, bleibt abzuwarten. Zumindest auf der PlayStation 4 machte das Spiel einen recht guten Eindruck. Im Gespräch mit einer Entwicklerin zeigte sich, dass sich das Team sehr viel mit dem Thema beschäftigt hat und es entsprechend in das Spiel integriert wurde.

Unsere Prognose

Meinung von Marco Kropp

Fishing: Barents Sea machte mir in der Zeit, in der ich es anspielen durfte, sehr viel Spaß. Die Mechaniken sind gut durchdacht, die Präsentation weiß zu gefallen und die Steuerung wurde gut für die Konsolen umgesetzt. Dass mehr als nur vier Fischarten zur Verfügung stehen, ist ebenfalls hervorzuheben, denn die Complete Edition beinhaltet beide zuvor veröffentlichten Zusatzinhalte, wodurch auch Krabben gefangen werden können. Es bleibt abzuwarten, wie die Langzeitmotivation und die Nintendo Switch-Version sein werden, doch der Titel machte einen guten Ersteindruck.
Mein persönliches Highlight: Als ich meine Fische perfekt von der Langleine geholt habe.

Die durchschnittliche Leserwertung

2 User haben bereits bewertet

Kommentare 1

  • wonderboy

    Turmbaron

    da es immer noch kein gutes, lokalisiertes Angelspiel für die SWITCH gibt, erhoffe ich mir von diesem Titel einiges!