Packt eure Koffer, wir erforschen jetzt neue Horizonte

Animal Crossing bringt eine gewisse Faszination mit sich. Es gibt Dutzende Fans, die über Hunderte von Stunden in die Reihe investieren, um ihre Umgebung oder ihr Haus nach der eigenen Vorstellung zu gestalten. Egal ob der eigene Garten vor dem Haus oder im Inneren der vier Wände. Es gibt einfach soviel zu tun und gerade jeder neue Animal Crossing-Teil brachte Verbesserungen und Neuerungen mit sich. Doch mit Animal Crossing: New Horizons will Nintendo nicht nur die Fans, die seit Jahren auf eine Fortsetzung warten, in ein neues Abenteuer stürzen, auch die Vielzahl an Neuerungen überschütten die Spieler regelrecht. Wir hatten nun Besuch von Nintendo und durften uns drei Spielstände mit unterschiedlichem Fortschritt des Spiels genauer anschauen.


So beginnen die ersten Schritte


Die ersten Schritte in Animal Crossing: New Horizons sind sehr überschaubar. Ihr startet auf einer sehr leeren Insel und habt bis auf euer Zelt, ein paar Bewohnern und eurer Grundausstattung noch nicht so viele Möglichkeiten, eure Insel nach Lust und Laune zu gestalten. Hierzu müsst ihr Aufträge von Tom Nook erfüllen und zu Beginn eure ersten Schulden begleichen, um euer erstes Haus zu erhalten. Ihr sammelt Meilen, die ihr durch das Erfüllen von Aufgaben überwiesen bekommt. Weiterhin gibt es feste Stempelkarten, die von euch verlangen, spezielle Gegenstände zu sammeln oder bestimmte Interaktionen durchzuführen.


Nook-Meilen geben euch Aufgaben vor, die ihr bewältigen müsst. Ein sogenanntes Erfolgssystem. © Nintendo

Doch der größere Fokus in den ersten Spielminuten liegt auf dem Basteln von Gegenständen. Egal ob eine Angel, ein Sprungstab, eine Schaufel oder eine Axt, alles Wichtige könnt ihr mit noch wenigen Materialien herstellen. Im späteren Verlauf des Spiels könnt ihr verbesserte Varianten herstellen, die aber natürlich bessere Materialien benötigen.


Der Verschleiß und somit die Zerstörung der Gegenstände ist am Anfang höher, wird aber im späteren Spielverlauf immer weniger. So müssen zu Beginn die alltypischen Animal Crossing-Aufgaben erledigt werden, um den Wachstum der Insel zu fördern. Und wer weiß, dadurch entstehen dann wohl neue Möglichkeiten, die wir uns dann im zweiten Spielstand anschauen durften.


Die Insel wird immer lebendiger


Der zweite Spielstand zeigte uns die gleiche Insel in einem viel späteren Verlauf. Auf dem ersten Blick sieht man direkt die Vielfalt, die sich bereits auf der Insel zeigt. Statt Zelte stehen Häuser, ein Museum ist zu besichtigen, Nooks Laden wurde eröffnet, eine Schneiderei war zu bestaunen und auch der Service-Point wurde mit einem bekannten Charakter erweitert. Ebenso hat sich die Musik verändert und das Spiel gibt euch sofort das Gefühl, dass sich doch so einige Dinge verändert haben und eure Insel nicht mehr in den Kinderschuhen steckt, sondern sich langsam zu einem kleinen Dorf mausert. Das lässt sich auch an den Bewohnern erkennen, es sind relativ viele auf der Insel anzusprechen und sie verleihen der Insel eine lebhafte Seele. Unsere eigenen vier Wände bestehen nicht mehr aus Stoff, sondern setzen sich nun aus einem Schlafzimmer und einem eigenen Wohnbereich zusammen. Die Gestaltung zeigt uns bereits zu Beginn, was alles im eigenen Haus möglich ist. Noch besser: Wir durften direkt selber mit anpacken und die Möbel verschieben beziehungsweise sogar komplett austauschen.


Dank des Editors könnt ihr euer Haus noch genauer und schöner gestalten. © Nintendo

Hierzu dient ein sogenannter Editor, den ihr mit dem Steuerkreuz öffnen könnt. In einer etwas übersichtlicheren Ansicht könnt ihr einzelne oder mehrere Möbel auswählen und diese je nach Lust und Laune drehen, verschieben oder sogar austauschen. Im späteren Spielverlauf habt ihr mehrere Möglichkeiten an Möbel ranzukommen und diese im Lager eures Hauses zu verstauen. Auf diese könnt ihr ganz einfach dank des Editors zugreifen und müsst diese Möbel nicht vorher in eurem Inventar verstauen. Ab hier muss ich gestehen, dass mir das Gestalten des Hauses in Animal Crossing zum ersten Mal großen Spaß gemacht hat. So erwischte ich mich selbst, wie ich über einen langen Zeitraum den Raum nach meinen eigenen Vorstellungen kreiert habe. Zum Schluss kam ein Schlafzimmer mit normaler Ausstattung heraus, doch zusätzlich befand sich mitten im Raum eine Raumfähre. Ein wahrer Traum ging für mich somit in Erfüllung. Wie ihr bestimmt anhand der Zeilen merkt, hatte ich sehr großen Spaß und freue mich endlich in der Vollversion weiter mit diesem Feature zu beschäftigen. Zu guter Letzt wählte ich eine schlichte Tapete mit Jalousien für die Fenster und war mit meinem anfänglichen Ergebnis zufrieden. Happy Home Designer hatte zwar ein ähnliches Feature integriert, doch in New Horizons wurden diese Funktionen nochmals ausgebaut und besser gelöst.


Animal Crossing: New Horizons bringt sogar eine Neuerung mit sich, dass sich Gegenstände, ebenso Möbel auch draußen platzieren lassen. Die Insel verbirgt aber weitere Geheimnisse, die wir lüften mussten. In diesem Spielstand hatten wir Zugriff auf eine Leiter beziehungsweise. Treppenstufen, um somit höhere Ebenen zu besteigen. Umso weiter ihr im nördlichen Teil ankommt, desto seltenere Gegenstände lassen sich auch finden. So wachsen dort Blumen, die ihr südlich nicht finden würdet. Ebenfalls könnt ihr diesen Teil wieder als Erweiterung eures Spielerlebnis sehen, da ihr mehr Bäume und mehr Fläche für Bewohner zur Verfügung habt.


Tina & Sina's Schneiderei verfügt nun über eine Umkleidekabine mit einem großen Katalog an Klamotten. © Nintendo

Die Schneiderei darf ebenfalls nicht fehlen, denn Tina und Sina wollen euch ihre coolsten Mode-Kollektionen präsentieren. Als Hauptfokus konzentrierten wir uns auf die Umkleidekabine und erstellten unser eigenes Aussehen anhand verschiedener Klamottenstücke. Die Auswahl, die uns präsentiert wurde, war nur ein kleiner Teil von dem, was ihr später noch zu sehen bekommt. Nichtsdestotrotz wurden wir von dieser Ansicht schon sichtlich erschlagen und auch hier konnten wir uns mit verschiedenen Varianten austoben. Die Umkleidekabine ist eine kluge und gute Neuerung in dem Spiel, die ich persönlich sehr herbeigesehnt habe. In früheren Ablegern der Reihe gab es ja immer 3-4 tägliche Kleidungen, die man sich kaufen konnte. Dank des großen Kataloges hat man somit eine große Anzahl an Kleidungsstilen, die ihr auswählen könnt. Und keine Sorge: Auf den Kleidungsstücken lassen sich natürlich auch eigene Motive verewigen.


Der Service-Point im zweiten Spielstand bescherte uns eine kleine Überraschung. Statt eines schlichten kleinen Zeltes, befanden sich Tom Nook und Melinda in einem großen Gebäude. Tom Nook kümmert sich weiterhin um die Immobilien und Insel-Geschichten und Melinda ist für die Insel-Melodie, -Flagge und vieles mehr zuständig. Die coolste und angenehmste Neuerung ist ebenfalls, dass man bei Tom Nook eine Anfrage starten kann, sein Haus umzuplatzieren. Falls euch also der Platz nicht mehr gefällt, könnt ihr einen anderen Ort suchen. Im Auftrag gegeben haben wir ebenfalls eine Treppe, um somit eine Erhöhung leichter zu erreichen. Doch Achtung, Tom Nook bietet euch hier typisch einen hohen Kredit an.


Der Multiplayer-Modus dient dazu an einer Konsole eure gemeinsame Insel unsicher zu machen. Hierzu muss der zweite Spieler mit einem zweiten Account auf eurer Insel registriert sein. © Nintendo

Das Museum konnten wir nur in einem kleinen Rahmen betrachten und uns die Fisch-Auswahl genauer anschauen. Besonders die Aufmachung des Museums konnten wir schon in der letzten Direct-Präsentation begutachten und waren erstaunt, wie gut und schön dieses Gebäude umgesetzt wurde. Dies zählt auf jeden Fall zu einer der besten Neuerungen des Spiels. Der lokale Multiplayer-Modus wird von zwei Spielern an einer Konsole gespielt. Wenn ihr also mehrere Nutzer auf einer Nintendo Switch-Konsole habt, die eure Insel ebenfalls bewohnen, können diese ganz einfach mit einem zweiten Controller am Insel-Geschehen teilnehmen. Das sieht dann so aus, dass ihr gemeinsam Obst, Fossilien und vieles mehr sammelt. Gemeinsam macht das auf jeden Fall Spaß und bringt den typischen Spielspaß von Nintendo mit. Und keine Sorge, ihr könnt die Führeroption abgeben, sodass der zweite Spieler ebenfalls Materialien sammeln kann.


Ja, ihr dürft auch ein bisschen Gott spielen


Das letzte große Feature ist die Landschaftsgestaltung der Insel. Diese Funktion soll relativ spät freigeschaltet werden und stellt das große Finale dar. Doch was bedeutet das für euch? Ganz einfach: Ihr könnt die Insel so gestalten, wie ihr wollt. Wollt ihr gepflasterte Wege in Form von Steinen, Sand, Erde oder ein eigenes Design haben? Kein Problem, die Insel-Designer-Lizenz gibt euch diese Fähigkeit. Doch auch Flüsse und Teiche lassen sich erstellen, verbinden und ja, auch Wasserfälle sind möglich. Falls die Ebenen zu hoch sind, könnt ihr diese entfernen oder sogar auch woanders platzieren. Das Spiel erkennt auch, wenn ihr eine Ecke erstellt und rundet diese ab. So sehen die Landschaften niemals trist, sondern besonders gut aus. In der Vollversion werden wir auf jeden Fall noch ausprobieren, ob man auch mehrere erhöhte Ebenen erstellen kann. Interessant wäre das ja zum Beispiel für einen ganz hohen Berg…

Unsere Prognose

Meinung von Dennis Meppiel

Keine Frage, Animal Crossing: New Horizons ist jetzt schon einer der besten Ableger der Reihe. Die zahlreichen Neuerungen, Verbesserungen als auch Quality-of-Life-Anpassungen zeigten uns, dass sich Nintendo sehr viele Gedanken gemacht hat. Auch die Thematik auf einer Insel bei null anzufangen und sich alles zu erarbeiten, stellt den Spieler nicht nur auf eine besondere Probe, sondern die Langzeitmotivation wird dadurch ebenfalls gesteigert. Wir bekamen einen guten Eindruck davon, wie die Sprünge im Spiel aussehen und freuen uns deshalb selber schon Hand anlegen zu können. Denn die Inhalte, die wir zu sehen bekommen haben, waren nur die Spitze einer hohen Ebene auf einer einsamen Insel von Animal Crossing: New Horizons.
Mein persönliches Highlight: Mein musikalisches Talent in der Insel-Melodie unter Beweis zu stellen

Die durchschnittliche Leserwertung

51 User haben bereits bewertet

Kommentare 8

  • Lecce

    Vielen Dank für den schönen Artikel.


    Ich wusste nicht, dass es einen lokalen Multiplayer geben wird.
    Kann mir einer die angesprochene "Führeroption" etwas näher erklären?
    Kann immer nur der "Führer" (klingt blöd) bestimmte Dinge erledigen / machen?

  • Mamagotchi

    Zieht 2020 mit der Karawane

    Noch 15 Tage. Ich kann es kaum erwarten endlich loszulegen! Hab mir im Vorfeld schon ein paar AC-Amiibos gegönnt. :mldance:

  • Dr.Stachelrochen420

    Indica < Sativa

    Habe noch nie ein Animal Crossing gespielt (kam nach meiner Zeit). Ich weiß nicht so recht ob ich mich mit dem Look anfreunden kann, auch wenn das Spielprinzip anscheinend für viel Spaß sorgen könnte.

  • Dennis Meppiel

    Administrator

    @Lecce


    Spieler 1 ist zu Beginn der Führer. Du kannst damit uneingeschränkt alles machen. Der 2. Spieler, also Nicht-Führer, kann zwar Standard-Werkzeug nutzen, kann aber nicht die Insel "beschädigen" oder Gegenstände einsacken. Allerdings kannst du durch das Schütteln der Controller und beim Betätigen der A-Taste die Führerposition wechseln. Dann kann der 2. Spieler mit seinem Bewohner die Gegenstände für sein Inventar aufnehmen. Spieler 1 ist dann halt eingeschränkt. :)


    @Mamagotchi


    Gute Idee!


    @A.G.E.


    Ich wurde nie mit der Animal Crossing-Reihe warm, aber New Horizons hat mich zum ersten Mal richtig gepackt.

  • billy_blob

    aka DelPadio

    @Dennis Meppiel


    Rall ich nich, frage mich gerade warum es dann nicht gleich eine Partie-Option gibt: "Beide können alles machen" :|

  • Animaniac

    Turmheld

    Spieler 1 ist dann auf seiner eigenen Insel eingeschränkt.
    Super Idee :thumbsup:

  • Lecce

    Rall ich nich, frage mich gerade warum es dann nicht gleich eine Partie-Option gibt: "Beide können alles machen"

    @Dennis Meppiel


    Das ist die Frage die ich mir auch stelle


    Bin mir nicht so richtig sicher wie viel Spaß der zweite Spieler hat der nur eingeschränkte Funktionen hat ?(

  • Dr.Stachelrochen420

    Indica < Sativa

    @billy_blob @Lecce ich denke das hat was mit der Kameraführung zutun. Falls beide Spieler sich zu weit voneinander trennen sollten, bräuchte man ansonsten einen Splitscreen.