Die Liebe zu Videospielen und Musik vereint

Seine Songs liefen im Radio rauf und runter und einige davon schafften es sogar auf Platz 1 der deutschen Singlecharts. Womöglich ist jedem von uns ein Teil des Lebenswerks des schwedischen DJs Avicii bereits begegnet. Schon vor einigen Jahren veröffentlichte dieser gemeinsam mit dem unabhängigen Publisher Hello There Games ein Rhythmusspiel, das den Flair seiner eigenen Songs einfangen sollte, sodass man diese nochmals auf eine neue Art erleben kann.


In einer erweiterten Fassung schafft es dieses Spiel unter dem Titel AVICII Invector Encore Edition nun mit einem Umfang von 35 Songs endlich auch auf die Nintendo Switch. In unserer Preview dürfen wir schon jetzt einen ersten Blick auf das Spiel werfen, das erst im September für die Hybridkonsole erscheinen wird. Harmonieren die elektrischen Beats mit den spacigen Strecken im Neon-Look?


Intuitive Steuerung und fordernder Rhythmus


Mit einer Art Raumschiff steuern wir durch das schwarze Universum, das mit farbenfrohen Lichtakzenten durchsetzt ist. Es ist an uns, die vorgegebenen Tasten im Beat zur Musik zu betätigen, die Spuren zu wechseln oder sogar im Freiflug Hindernissen auszuweichen. So spielt man sich – entweder im Einzelspieler- oder gemeinsam im Splitscreen-Modus – durch die einzelnen Songs. Im Einzelspielermodus arbeiten wir uns von einer Welt zur nächsten vor. Haben wir alle Songs einer Welt gespielt, wird die nächste freigeschaltet und wir erleben nach jedem gespielten Song einen kurzen Story-Ausschnitt mit der Pilotin Stella, die unser Raumschiff fährt. Diese Geschichte suggeriert uns, dass wir im Einzelspielermodus einen Story-Fortschritt erzielen, hat aber abgesehen davon allen Anschein nach keinerlei Bedeutung für das Gameplay.


Die Steuerung, die im Grunde das Drücken aller Tasten eines Joy-Cons verlangt, lässt sich zunächst sehr intuitiv erlernen und höhere Schwierigkeiten lassen sich durch eine Lernkurve nach und nach erschließen. Apropos Schwierigkeit – im Einzelspielermodus lässt sich jederzeit zwischen einer leichten, mittleren und schweren Herausforderung wählen, sodass ihr nach eigenem Ermessen entspannt ein paar Songs genießen oder eine echte Odyssee meistern könnt. Schon die leichte Einstellung hat allerdings zumindest mir durchaus Konzentration abverlangt. Die höheren Schwierigkeiten zeichnen sich vor allem durch die Nutzung von mehr verschiedenen Tasten aus, die teils auch in einer erhöhten Häufigkeit betätigt werden müssen.


Die treibenden Bässe führen euch durch die farbenfrohe Galaxie.

© Hello There Games / Tim Bergling

Der Einstieg in das Gameplay fällt jedoch grundsätzlich sehr leicht, da ohne weitere Erklärungen deutlich wird, dass ihr die Tasten, die auf euch zurasen, im richtigen Moment betätigen müsst. Wer schon einmal ein Rhythmusspiel gespielt hat, wird sich sofort heimisch fühlen und sicherlich finden sich auch Neulinge auf dem Gebiet schnell ein.


Die ersten Songs, die wir in der Welt „Tal“ spielen durften, erzeugen einen angenehmen Flow. Schnell durfte der Schwierigkeitsgrad gerne etwas angehoben werden und tatsächlich spielen und erleben sich die Songs dadurch noch einmal etwas anders. Ein angenehmes Gefühl der Zufriedenheit stellt sich ein, wenn ein Song nach einigen Versuchen auf hoher Schwierigkeit endlich gut gelingt. Man wird vom Sog der Beats und des Universums mitgerissen und es entwickelt sich der Drang, noch besser abschneiden zu wollen. Allerdings wird eine gewisse Inkonsistenz erkennbar: Während die Schwierigkeit bei manchen Songs nicht besonders stark anzieht, sind andere Songs auf „Schwer“ wirklich herausfordernd. Die atmosphärische Inszenierung der Welt, die wir mit unserem Raumschiff durchqueren, tut jedoch ihr Übriges für eine positive Stimmung. Das Spiel folgt von den Menüs bis hin zum Gameplay einer recht klaren Linie und ist überraschend detailliert und stimmig ausgearbeitet.


AVICII Invector Encore Edition wird am 08. September – dem Tag, an dem der verstorbene DJ seinen 31. Geburtstag gefeiert hätte – veröffentlicht. Für nach wie vor Unentschlossene können wir vielleicht Abhilfe schaffen, denn kurz vor dem Release wird ein ausführlicher Spieletest hier auf ntower erscheinen.

Unsere Prognose

Meinung von Laura Strack

Ein Rhythmusspiel lebt vor allem von dem Flow, welchen die Musik in Kombination mit einem gelungenen Gameplay schafft. Die vier Songs des hier angespielten ersten Gebiets des Einzelspielermodus erfüllen dieses Kriterium, lösen jedoch auch die Frage aus, ob die gebotene Qualität der einzelnen Strecken konsistent hoch bleibt und zugleich regelmäßig für Abwechslung gesorgt wird, um für eine längerfristige Motivation zu sorgen. Die atmosphärischen Strecken, die wie für ein Rhythmusspiel gemachten Beat-lastigen Songs und die stimmige Steuerung machen jedenfalls Lust auf mehr, ob im Handheld-Modus für unterwegs oder vor dem heimischen Fernseher mit Joy-Con oder Nintendo Switch Pro Controller.

Die durchschnittliche Leserwertung

2 User haben bereits bewertet

Kommentare 2

  • AlexWoppi

    Turmheld

    Als Fan der elektronischen Szene muss ich das hier haben. Bin auf den Test gespannt, vorbestellt isses schon einmal. :)

  • Arklakion

    Der Eisbaron :D

    Ich hab's längst vorbestellt :) Dafür, dass es erst nen Dreivierteljahr später erscheint als das Original (10.12.2018), hat es 10 zusätzliche Songs bzw. 40% mehr Inhalt. Seems fair :thumbup: