Rock vs. EDM

Oh, was haben wir uns gefreut, als wir die Nachricht erhielten, als eines der ersten Magazine einen genauen Blick auf das kommende Action- und Rhythmusspiel No Straight Roads werfen zu dürfen. Die ersten Spielstunden sind dabei wie im Flug vergangen und wir können euch in unserer Vorschau einen Eindruck davon geben, was wir bis zum zweiten Boss des Titels erlebten und wie viel Spaß die Nintendo Switch-Version dabei bereitete. Wir wünschen euch viel Spaß dabei.


Dieses Spiel hat Rhythmus im Blut!


Alles in No Straight Roads lebt und bewegt sich im Takt der Musik, welche nicht nur allgegenwärtig ist, sondern dank fetziger Sounds auch unheimlich viel Spaß macht. Genau so verhält es sich auch mit den beiden Hauptcharakteren Mayday und Zuke, welche ihr im Spiel steuert. Diese haben sich mit ihrer Band dem Rock verschrieben und versuchen mit diesem bei einem Casting in ihrer Heimatstadt Vinyl City zu überzeugen. Leider können sie die Jury trotz einzigartiger Performance nicht überzeugen, da die Stadt mittlerweile von der NSR übernommen wurde, wodurch nur noch EDM als einzig wahre Musikrichtung akzeptiert wird.


Die Inszenierung macht einfach eine Menge Spaß!

© Metronomik Pte. Ltd.

Unsere beiden Helden machen es sich dadurch zur Aufgabe, den Köpfen hinter der NSR das Handwerk zu legen. Hierzu reisen sie durch die Stadt und bekämpfen in den unterschiedlichen Vierteln die Mitglieder der NSR, welche sich jeweils als Bosskämpfe entpuppen. Diese sind gespickt mit allerlei unterschiedlichen Gegnern und kleineren Jump 'n' Run-Passagen, was das gesamte Gameplay sehr abwechslungsreich gestaltet. Darüber hinaus kommen diese Passagen mit individuellen Sounds und tollen Kulissen daher, wodurch die Reise sehr abwechslungsreich wird.


Im Kampf stehen euch mit Zuke und Mayday zwei sehr unterschiedliche Charaktere zur Verfügung, welche mit eigenen Spielstilen daherkommen. Mayday kann mit ihrer Gitarre beispielsweise ordentlich Schaden ausrichten, wohingegen Zuke ein Meister der Kombos ist. Gewechselt wird einfach per Tastendruck, sodass man stets die Kontrolle über das Geschehen behält. Im weiteren Verlauf des Spiels können die Waffen auch mit weiteren Fähigkeiten versehen und individuelle Eigenschaften der Charaktere freigeschaltet werden, was für etwas mehr Tiefe in den Kämpfen sorgt.


Die normalen Feinde werden in der Regel mit einfachen Nah- oder Fernkämpfen ausgeschaltet, wohingegen die beiden ersten Bosse großartig inszeniert waren und mit mehreren Phasen daherkamen. Da diese obendrauf eine besondere Strategie benötigten, welche nicht immer sofort ersichtlich war, musste ich mich mehrmals geschlagen geben, bis ich sie in die Knie gezwungen habe. Stets im Ohr behalten sollte man auch die Musik während der Kämpfe, da diese einem die entscheidenden Hinweise gibt, wann man Angriffe parieren kann und wann man selbst zum Gegenschlag ausholen sollte. Doch keine Angst: Es handelt sich nicht um ein reines Rhythmus-Spiel, welches alles von euch abverlangt. Auch mit einem mittelmäßig ausgestatteten Gehör verlaufen die Kämpfe gut.


Obwohl die Boss-Level linear sind, überzeugt die abwechslungsreiche Optik!

© Metronomik Pte. Ltd.

Neben den schlauchartigen Boss-Leveln erwartet euch auch eine semi-offene Spielwelt, welche durch die Siege gegen die Mitglieder der NSR immer mehr erweitert wird. Diese könnt ihr nach und nach sogar mit Strom versorgen, was die Anhängerschaft eurer Band verbessert. Dies hat zur Folge, dass ihr mehr der bereits erwähnten Fähigkeiten für eure Charaktere freischalten könnt. Doch auch das erfolgreiche Abschließen der Bosse beschert eurer Band weitere Fans, je nachdem wie gut ihr diese bewältigt. Ein mehrmaliges Spielen kann daher durchaus lohnenswert sein.


So gut mir der Soundtrack bis jetzt gefallen hat, so enttäuscht bin ich etwas über die grafische Inszenierung. Die Charaktere und Umgebungen sind zwar super interessant gestaltet, gerade im Handheld-Modus sieht man jedoch viele Ecken und Kanten und die Texturen wirken einfach unsauber. Das stört den Spielspaß zwar nicht, schade ist es trotzdem. Doch auch die Steuerung muss sich Kritik anhören, da man immer wieder mit kleineren Ungenauigkeiten konfrontiert wird. Dies betrifft vor allem die teils unfairen Sprungpassagen sowie die Hitboxen eurer Feinde. Bleibt zu hoffen, dass man sich diesen Schönheitsfehlern noch annimmt, damit das durchweg positive Spielgefühl erhalten bleibt und nicht auf Dauer frustriert. Auf der positiven Seite bleiben die englische Sprachausgabe und die damit verbunden Witze zurück, welche sich toll in das Spiel einfügen.


Zum jetzigen Zeitpunkt sei auch noch erwähnt, dass das gesamte Spiel nicht nur kooperativ mit einem Partner gespielt werden kann, sondern auch unzählige Sammelgegenstände auf ihre Entdeckung warten. Dies kann die Spieldauer nochmals ordentlich strecken, da bereits das, was ich gesehen habe, zum wiederholtem Spielen motiviert. Wenn ich dies dann auch noch mit meinem bester Freund oder meiner musikbegeisterten Partnerin erleben kann, sind die nächsten Wochenenden durch das gemeinsame Spielen vorm TV bereits im Kalender markiert. Wie sich die Performance und der Spielspaß mit einem Mitspieler vor allem in den wilderen Phasen des Titels verhalten, werde ich dann in unserem kommenden Test näher beleuchten.

Unsere Prognose

Meinung von Maik Styppa-Braun

No Straight Roads hat mich bereits nach dem ersten Bosskampf für sich gewonnen. Zwar sind die einzelnen Bereiche im Spiel sehr linear gestaltet, doch das, was man innerhalb der Level geboten bekommt, weiß zu überzeugen. Besonders spannend finde ich, dass ich den Titel mit keinem anderen Spiel vergleichen kann, da ich etwas Ähnliches noch nicht gespielt habt. Gepaart mit den tollen Sounds, die durch das Abenteuer begleiten, könnte uns hier ein Spiele-Hit der besonderen Art erwarten. Gespannt bin ich außerdem auf den Mehrspieler-Modus und die weiteren Inhalte, die No Straight Roads noch zu bieten hat.
Mein persönliches Highlight: Der stimmige Soundtrack in Kombination mit den tollen Kulissen.

Die durchschnittliche Leserwertung

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