Acht Helden im Kampf gegen mächtige Gottheiten

Wir hatten das Glück, uns bereits einen Ersteindruck vom Ende November für Konsolen und PC angekündigten Gods Will Fall verschaffen zu können. Im Zuge eines kleinen Online-Events erzählte uns Mark Wherrett anhand gezeigter Spieleszenen neue Details zum Spiel. Das Videomaterial umfasste das Intro sowie drei der bisher bekannten zehn Bosskämpfe.


Die Dungeons können mit ihren gelegentlichen Panoramen und der tollen Lichtstimmung vorerst überzeugen.

© Deep Silver / Koch Media

In Gods Will Fall erhält der Spieler die Kontrolle über ein acht Mann starkes Team aus schiffbrüchigen Kelten, die den Kampf gegen zehn böse Götter antreten, welche die Menschheit eisern unterjochen. Die Insel, auf der ihr strandet, beherbergt die mythischen Kreaturen und ihre Lakaien. Und so könnt ihr euch einen nach dem anderen vornehmen, um ihre Schreckensherrschaft ein für alle Mal zu beenden. Das Spiel lässt euch jedoch nicht einfach zu eurem Ziel spazieren und diesem den Garaus machen. Zuvor müsst ihr euer Können jeweils in einem Dungeon beweisen, der den steinigen Weg zum gewählten Boss darstellt. Darin patrouillieren natürlich dessen Untertanen, die euch daran hindern möchten, ihrem Meister auch nur ein Haar zu krümmen.


Ihr wählt also einen eurer acht Krieger aus und betretet mit diesem das Gewölbe. Misslingt euer Vorhaben, habt ihr zumeist die Möglichkeit, euren gescheiterten Mann durch das Abschließen des Dungeons mit jemand anderem aus euren Reihen wieder zu befreien. In manchen Fällen führt ein Fehlschlag aber auch zum Tod der Spielfigur. Werdet ihr also von einem entsprechend gekennzeichneten gegnerischen Hieb getroffen und eure Lebensenergie erreicht null, war es das für den betroffenen Charakter und ihr müsst fortan mit einem Mann weniger zurechtkommen. Verliert ihr eure gesamte Truppe, heißt es "Game Over" und neue Helden versuchen ihr Glück.


Rogue-like-Elemente gehören somit nebst "Dark Souls"-Einflüssen zu Gods Will Fall dazu. Der Lead Designer betonte während der Session immer mal wieder, dass man sich von From Softwares Erfolgsreihe inspirieren hat lassen. Aus isometrischer Sicht kloppt ihr euch wohlüberlegt mit eurem Gegenüber und weicht dessen Angriffen geschickt per Hechtsprung aus. Die knackigen Auseinandersetzungen machen unmissverständlich klar, dass sich der Titel vorwiegend an geübte Spieler richten wird, die eine Herausforderung suchen.


Noch ahnen die Helden nicht, welche Gefahren sie auf ihrem Abenteuer erwarten.

© Deep Silver / Koch Media

Der Titel versteht sich zu Teilen auch als Action-Rollenspiel. Für absolvierte Dungeons gibt es neue Waffen und eine Steigerung der Attributpunkte, welche automatisch erfolgt. Aufmerksames Spielen soll ebenfalls mit neuen Gegenständen und Ähnlichem belohnt werden. Insgesamt handelt es sich jedoch um eine stark simplifizierte Interpretation eines Rollenspiels. Hinsichtlich der Waffen hat man sich für eine Handvoll Typen, darunter Streitkolben, Schwerter und Äxte, entschieden. Fernkampfwaffen gibt es bis auf wenige Ausnahmen keine. Auch Magie scheint im Spiel keine Rolle zu spielen. Und inwiefern ihr die Ausrüstung am Leib eurer Helden verändert dürft, wird sich noch zeigen.


Trotz der Vogelperspektive kommt ihr regelmäßig in den Genuss toller Panoramen. Anders als die meisten Vertreter des Rogue-like-Genres sind Oberwelt und Dungeons in Gods Will Fall handgefertigt, was ihnen zusätzlichen Charakter und Wiedererkennungswert verleiht. Anders verhält es sich jedoch beim Schwierigkeitsgrad. Hattet ihr mit einem Boss während eines Durchgangs weniger Probleme, kann sich dies im nächsten bereits ändern.


Beim Design der Spielwelt hat man sich lose an der keltischen Mythologie orientiert. Das Fantasy-Setting wirkt vertraut und kann sogar mit einigen netten, frischen Ideen, allen voran in den abwechslungsreichen Dungeons, aufwarten. Insgesamt bedient man sich eines einfachen Grafikstils, der mit einem schicken Beleuchtungssystem überzeugen kann. Eure Charaktere werden in jedem Durchgang neu ausgewürfelt. Man merkt jedoch, dass die zur Verfügung stehende Anzahl an Figurenbauteilen begrenzt ist.

Unsere Prognose

Meinung von Felix Kraus

Gods Will Fall verspricht neues Spielefutter für diejenigen, die eine Herausforderung suchen. Das schmale Action-Rollenspiel präsentiert sich ansprechend und kann mit der ein oder anderen netten Idee im Weltendesign auftrumpfen. Die zugrunde liegende Rollenspielmechanik mag nicht gerade üppig ausfallen, stellt jedoch auch nicht den Fokus des Spiels dar. Die drei bekämpften Bosse aus der Session entsprachen den Endgegnern, die man schon von der Webseite und dem Ankündigungstrailer kannte. Es bleibt also abzuwarten, ob man sich mit deren Design noch ein wenig mehr aus der altbekannten Komfortzone hinauswagt. Insgesamt hat das Spiel aber ein sehr hohes Potenzial, zum Release richtig Spaß zu machen.
Mein persönliches Highlight: Die Permadeath-Mechanik, welche stets eure Aufmerksamkeit fordert.

Die durchschnittliche Leserwertung

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