Die Safari-Zone der Lentil-Region ist eröffnet!

Im Jahr 1999 erschien in Japan und ein Jahr später auch in Europa ein Spiel für das Nintendo 64, das es in dieser Art noch nie gegeben hat: Pokémon Snap. Nicht nur, dass Pokémon in dem neuen Videospiel endlich in 3D zu sehen waren, nein, man konnte sie sogar in ihrer freien Wildbahn beobachten und Fotos von ihnen machen. Über zwei Dekaden später kommen wir mit New Pokémon Snap erneut in den Genuss einer Pokémon-Safari und wir hatten dank eines Preview-Events von Nintendo und The Pokémon Company die große Ehre, bereits einen frühen Blick auf das Spiel für die Nintendo Switch zu werfen.


Gotta Snap 'Em All


Während ihr in normalen Pokémon-Abenteuern den altbekannten Pokédex füllen müsst, sollt ihr in New Pokémon Snap den Fotodex füllen und die Pokémon in ihrer natürlichen Umgebung fotografieren. Ihr findet euch deswegen in der Lentil-Region wieder, die aus verschiedenen Inseln besteht, die es zu erkunden gilt. Professor Mirror, der die Pokémon der Lentil-Region erforscht, hat euch mit der Aufgabe beauftragt, so viele Fotos wie möglich zu machen und euch zudem mitgeteilt, dass er von einem speziellen Lumina-Phänomen gehört hat. Das führe wohl dazu, dass die Pflanzen und Pokémon der Region zu leuchten beginnen. Eure Aufgabe, neben dem Vervollständigen des Fotodex, ist daher herauszufinden, was es mit diesem Phänomen auf sich hat.


Pikachu posiert gerne für euch am Strand.

© Nintendo / Creatures / GAME FREAK / HAL Laboratory, Inc.

Wie schon im Vorgänger ist auch im neuen Teil die Kamera euer wichtigstes Gut. Darum gibt es auch direkt zu Spielbeginn ein Tutorial, in dem euch Rita, die Assistentin von Professor Mirror, die Steuerung der Kamera erklärt. Bereits im Tutorial könnt ihr die ersten Fotos von Pikachu und Vivillon machen und auch beobachten, wie natürlich sich die Pokémon in der Natur bewegen. Die Steuerung ist auch recht einfach erklärt: Ihr könnt euch mit dem Stick um 360° drehen und die Kamera ausrichten, mit A den Auslöser betätigen und mit ZR und ZL rein- bzw. rauszoomen. Dadurch könnt ihr auch Pokémon entdecken, die hinter oder über euch sind und selbst entfernte Taschenmonster sind vor eurer Linse nicht sicher.


Dann geht es auch schon los und ihr werdet an den Rosa Strand geportet, wo ihr euch in eurem Neo-One-Wagen wiederfindet. Dieser navigiert euch sicher durch die entsprechenden Regionen, sodass ihr euch voll und ganz auf das fotografieren konzentrieren könnt. Zunächst fährt euch Neo-One in einer gemütlichen Geschwindigkeit über den Rosa Strand und nimmt euch sogar ein Stück mit durchs Wasser, sodass ihr bereits tolle Bilder von Pikachu, Kokowei oder Wingull machen könnt. Während eurer Fahrt habt ihr verschiedene Möglichkeiten, die Aufmerksamkeit der Pokémon auf euch zu ziehen. Ihr könnt ihnen zum Beispiel einen Samtapfel zu werfen, mit dem sie dann unterschiedlich interagieren. Manche freuen sich über einen Snack und andere Pokémon könnt ihr so aufwecken, sodass sie euch ihr verschlafenes Gesicht zeigen. Sengo wirkt jedoch nicht sehr erfreut darüber, dass sein Mittagsschlaf frühzeitig beendet wurde … Kurz vor Ende der Strecke erhaltet ihr noch mal eine Warnung, damit ihr eure letzten Fotos schießen könnt, ehe die Runde auch schon zu Ende ist. Hier sei noch kurz erwähnt, dass ihr pro Runde nur 72 Fotos schießen könnt, weswegen ihr immer ein bisschen die Zahl in der oberen rechten Ecke im Auge behalten solltet.


Die Blubellas beginnen zu leuchten, wenn ihr Lumina-Kugeln einsetzt.

© Nintendo / Creatures / GAME FREAK / HAL Laboratory, Inc.

Mit jeder Runde sammelt ihr nicht nur neue Fotos für euren Fotodex, sondern auch Erfahrung. So steigt nach und nach euer Forschungslevel und ihr schaltet neue Routen frei, sodass ihr neue Ecken der Areale, die ihr bereits kennt, entdecken könnt. Dadurch findet ihr neue Pokémon von insgesamt über 200 und durch die Möglichkeit, zu scannen, entlockt ihr diesen sogar ganz neue Interaktionen mit euch oder anderen Pokémon. Anschließend geht es an das Bewerten der Fotos und dazu müsst ihr zunächst die Fotos auswählen, die ihr Professor Mirror vorlegen möchtet. Denn pro Pokémon kann nur ein Schnappschuss bewertet werden. Dadurch könnt ihr aber bereits Fotos aussortieren, die euch nicht so gut gelungen sind. Das ist vor allem hilfreich, wenn ihr die Strecke bereits oft gefahren seid und vielleicht nur noch ein bestimmtes Foto für eure Sammlung benötigt. Bewertet werden verschiedene Werte wie Pose, Größe, Blickrichtung und ob sich ein weiteres Pokémon im Bild befindet. Dadurch könnt ihr Punkte sammeln, neue Rekorde brechen und die insgesamt vier freien Felder pro Pokémon in eurem Fotodex füllen.


Ein neues Feature in New Pokémon Snap ist das Teilen und Editieren von Fotos. Ihr habt im Editor Foto Plus diverse Möglichkeiten, eure Bilder zu bearbeiten und anschließend könnt ihr diese sogar mit Stickern und Filtern noch in Szene setzen. Hier könnt ihr euren Fotos auch individuelle Titel geben. Anschließend könnt ihr sie online oder mit Freunden teilen und je besser eure Fotos in der Community ankommen, desto höher steigt ihr im Rang auf. So könnt ihr euch weltweit mit anderen Fotografen in verschiedenen Ranglisten messen und mit etwas Glück schafft ihr es sogar auf die Hauptseite mit eurem Foto.


Machomei steht so ein Sonnenhut richtig gut, oder?

© Nintendo / Creatures / GAME FREAK / HAL Laboratory, Inc.

Anschließend ist die Runde beendet und ihr könnt eine neue Strecke abfahren oder aber auch erneut die gleiche Strecke wählen, um noch bessere Fotos zu machen. Das interessante an New Pokémon Snap ist, dass ihr die Strecken zu unterschiedlichen Tageszeiten abfahren könnt und dadurch noch mehr Pokémon entdecken könnt. Wie im echten Leben sind manche Pokémon nur Abends oder Morgens aktiv, sodass es sich immer wieder lohnt, verschiedene Tageszeiten auszuprobieren. Da das Spiel nicht in Echtzeit die Tageszeiten ändert, könnt ihr das zu jeder Zeit eures Tages machen. Durch das Aufsteigen in eurem Forschungslevel schaltet ihr zudem die Möglichkeit frei, den Streckenverlauf in einem Areal zu verändern. So habt ihr plötzlich die Möglichkeit, beim Rosa Strand abzubiegen und eine neue Richtung einzuschlagen, die ihr vorher noch nicht befahren konntet. Durch das Aufsteigen schaltet ihr außerdem weitere Sticker und Filter für den Foto Plus Editor frei, sodass eure Lieblingsfotos noch bunter und verrückter aussehen können.


Alles in allem macht New Pokémon Snap nicht nur durch die wunderschöne Grafik einen sehr frischen und guten Eindruck, sondern auch durch die neuen Features, die dem Spiel noch mehr Tiefe verleihen. Das Editieren der Fotos und die damit zusammenhängenden Ranglisten bieten so viele Möglichkeiten und kreieren bestimmt über kurze Zeit eine ganz neue Community rund um die Pokémon-Fotografie. Außerdem wird es spannend herauszufinden, hinter die Geheimnisse der Lumina-Kugeln zu kommen, die eine ganz besondere Wirkung auf die Pokémon zu haben scheinen. Auch die Forschungslevel, die man nach und nach freischalten kann, machen das Spiel noch spannender, da man immer weiter kommen möchte und bei schon sehr oft gefahrenen Strecken noch neue Ecken entdecken kann. Im Vergleich zum ersten Teil, der damals schon eine Art Revolution war, freut es mich zu sehen, dass so viele neue Dinge zum Spiel hinzu kommen, die einen längeren Spielspaß garantieren und New Pokémon Snap doch den alten Charme beibehalten hat.

Unsere Prognose

Meinung von Kerstin Steiner

Als ich das erste Mal einen Trailer zu New Pokémon Snap gesehen habe, konnte ich meine Freude kaum in Worte fassen. Direkt war ich wieder 12 Jahre alt, saß begeistert vor meinem Nintendo 64 und fuhr die Strecken des ersten Pokémon Snap wieder und wieder, um doch noch ein besseres Foto der vielen Pokémon zu bekommen. Noch heute weiß ich, wie sehr ich mich über mein erstes Foto von Mew gefreut habe. Daher freue ich mich schon sehr darauf, erneut die Kamera in die Hand zu nehmen, um damit die Pokémon der Lentil-Region zu fotografieren. Und dieses Mal müssen die Fotos nicht in einem Karton verstauben, sondern können mit der Welt und anderen Pokémon-Fans geteilt werden. Ich bin schon sehr gespannt, wie viele Möglichkeiten der Editor Foto Plus bereit hält und wie sich die unterschiedlichen Forschungslevel auf den Spielverlauf auswirken.
Mein persönliches Highlight: Der Tag- und Nachtzyklus, die Grafik sowie die neuen Möglichkeiten dank verschiedener Forschungslevel.

Die durchschnittliche Leserwertung

6 User haben bereits bewertet

Kommentare 6

  • Lavender_the_Cubone

    Turmknappe

    Wer kam eigentlich auf die abstruse Idee mit den Stickern und Filtern?

    Ist mir zumindest bisher noch nie untergekommen, dass die Fotographen von National Geographic ihre Bilder von Jaguar, Wasserschwein & Co. mit lustigen Hüten oder schönen Rahmen aufwerten ;)

  • blubbafassel

    Falling Angel

    Die Linsen-Region?


    Also die Namen geraten langsam aber sicher außer Kontrolle.

  • Heldissimo

    Turmheld

    Hab eigentlich voll Bock drauf aber Monster Hunter CE, Pro Controller MH Edition und die Amiibos sind erst mal genug kosten :D

    Obwohl hab noch ne 50er Gutschein vom Müller :P Backlog Monster

  • TrippleF

    Turmbaron

    Lavender_the_Cubone vermutlich weil viele das gerne bei ihren Selfies usw. machen. Und man muss das ja nicht machen. Irgendwie reizt mich das Spiel, wobei ich überhaupt nicht weiß, ob das am Ende Spaß macht.

  • Wowan14

    Gamer aus Leidenschaft

    Lavender_the_Cubone naja das gleiche könnte man auch zu Pokeballeffekten fragen oder sonstigem Designkram. Kinder und besonders Mädchen stehen halt auf sowas und man will sie gerne damit für sich gewinnen, auch wenn es für das Spielprinzip total sinnfrei ist.

  • Zettes

    Turmheld

    Könnt ihr noch was zur Technik sagen - muss ich mit Frameeinbrüchen rechnen oder ist das sauber optimiert?