Oxenfree II: Lost Signals in der Vorschau – Die Rückkehr nach Edwards Island

Als im Jahr 2016 der erste Teil des Adventures Oxenfree veröffentlicht wurde, konnte die Geschichte rund um eine Gruppe junger Erwachsener, die mysteriösen Ereignissen auf einer kleinen Insel nachging, durchaus überzeugen. Vor allem die vielseitige Geschichte, deren Handlung zum mehrmaligen Durchspielen eingeladen hat, wusste dabei zu überzeugen und so ist es nicht verwunderlich, dass die Entwickler der Nightschool Studios an einem Nachfolger arbeiten. Wir hatten im Rahmen eines Anspiel-Events die Möglichkeit, einen ersten Blick auf den Nachfolger zu werfen und wollen euch einen kurzen Ausblick darauf geben, was euch darin erwartet.


Im Nachfolger schlüpfen wir in die Rolle von Riley.

© Netflix

Wart ihr im ersten Teil noch als Alex unterwegs, die zusammen mit ihren Freunden den Geheimnissen von Edwards Island nachgegangen ist und dabei über Mächte gestolpert ist, die lieber unangetastet bleiben, schlüpft ihr in Oxenfree II: Lost Signals in die Rolle von Riley, die eher widerwillig in ihre Heimatstadt Camena zurückkehrt. Denn die Anwohner klagen über seltsame Phänomene: Fernseher schalten sich einfach ein und aus, Flugzeuge verlieren ihr Radarsignal und immer wieder ertönen im Radio seltsame Signale – und all dies scheint etwas mit der nahen Insel Edwards Island zu tun zu haben. Was Riley nicht weiß: Fünf Jahre zuvor spielten sich dort die Ereignisse des Vorgängers ab und so macht sich die junge Frau zusammen mit einem Begleiter auf zur Insel, um den mysteriösen Störungen auf den Grund zu gehen.


Die Anspiel-Session, der wir beiwohnen durften, fiel kurz aus, daher lässt sich noch nicht allzu viel über die Handlung sowie eventuelle Rätsel und den Schwierigkeitsgrad sagen. Was jedoch sofort auffällt: Oxenfree II spielt sich fast identisch wie sein Vorgänger und an den alten Spielmechaniken hat sich zumindest in diesem Teil der Demo nichts verändert. Ihr steuert weiterhin eure Figur, diesmal eben Riley, durch verschiedene Gebiete, erledigt ein paar kleine Hüpf-Passagen, bei denen man jedoch nicht scheitern kann, und löst recht simple Rätsel. Zudem sind erneut eure schnellen Entscheidungen gefragt, denn wie schon im Vorgänger unterhält sich eure Figur viel mit ihren Begleitern und ihr müsst innerhalb kürzester Zeit auf ihre Dialoge antworten – tut ihr dies nicht, schweigt Riley einfach, was ebenfalls völlig legitim ist.


Erneut spielen die Temporalrisse eine wichtige Rolle in der Handlung.

© Netflix

Was sich geändert hat, ist die gefühlte Größe der Handlung. Ging es in Oxenfree noch darum, dass ihr das Schicksal einer Gruppe junger Heranwachsender bestimmt habt, legt der Nachfolger eine Schippe drauf. Denn nun betrifft es eine ganze Stadt und auch andere Handlungs-Elemente der Vorgänger wurden ausgebaut. Denn so dürfen wir uns mit Riley wie schon im Vorgänger mithilfe eines speziellen Radios in verschiedene Frequenzen einwählen und dadurch Risse öffnen. Diese führten euch bereits im ersten Teil in die Vergangenheit und nun fallen diese Trips deutlich größer aus. So besuchen Riley und ihre Begleitung ein verlassenes Minenwerk, welches nach dem Öffnen eines Temporalrisses plötzlich deutlich bewohnter wirkt. Und zuletzt hat es auch den Anschein, dass Oxenfree II etwas actionlastiger werden könnte. Nachdem wir nämlich in besagter Mine ein Schalterrätsel gelöst haben, droht plötzlich die Decke einzustürzen und wir müssen möglichst schnell dem drohenden Tod entkommen.


Ansonsten bietet der Nachfolger mehr vom Gleichen, was in diesem Fall keine schlechte Nachricht ist. Denn dazu zählen neben den sehr natürlich wirkenden Dialogen auch gruselige und deutlich beklemmende Momente, die mir bereits in dieser kurzen Zeit einen Schauer den Rücken hinunter gejagt haben. Die Grafik mit ihren früher recht detailarmen Figuren wirkt vertraut, wurde jedoch ordentlich aufpoliert und kommt mit einigen neuen Lichteffekten daher und auch die Charaktermodelle wirken etwas aufgehübscht. Von dem bisher Gehörten können wir uns auch in Sachen Sprecher wieder auf eine durchweg gelungene Arbeit freuen; Riley kam je nach Situation immer passend und ansprechend rüber.

Unsere Prognose

Meinung von Florian McHugh

Zugegeben, allzu viel konnte ich beim Anspielen von Oxenfree II: Lost Signals nicht erleben, doch das, was ich ausprobieren durfte, hat meine Vorfreude bereits enorm gesteigert. Die Entwicker der Nightschool Studios nehmen nämlich sämtliche Stärken des Vorgängers und bauen sie augenscheinlich aus, sodass der Nachfolger zu Oxenfree einen ganzen Ticken wichtiger und auch bedrohlicher erscheint. Von dem, was ich bisher sehen konnte, wage ich einfach mal die Prognose, dass alle Fans des Vorgängers sich bedenkenlos auf Lost Signals freuen können und wenn dann noch die eine oder andere nervige Mechanik des Vorgängers (wie zum Beispiel die viel zu laute Hintergrundmusik) ausgemerzt wird, dann erwartet uns erneut ein Adventure mit Horrorelementen, das mich damals schon angenehm an Stranger Things erinnert hat. Ich zumindest bin gespannt.
Mein persönliches Highlight: Riley, deren Persönlichkeit durch und durch echt wirkt.

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