Nieder mit den Dunkelschwingen!

Tails of Iron II: Whiskers of Winter ist der neueste Streich der britischen Spieleschmiede Odd Bug Studio und das Sequel zum erstmals 2021 für Konsolen, darunter die Nintendo Switch, und den PC veröffentlichten Tails of Iron. Habt ihr im Vorgänger noch als Redgi, Thronerbe des zerrütteten Rattenreichs, den fiesen Frosch-Klan bekämpft, zieht es euch dieses Mal in der Rolle von Arlo in den Krieg gegen die blutrünstigen Dunkelschwingen, einem Volk aus Fledermauskriegern, welches für seine brutalen Feldzüge bekannt ist. Auf den ersten Blick mögen sich die beiden Titel gleichen wie ein Ei dem anderen, doch die Unterschiede stecken im Detail, wie wir in unserer Vorabsitzung zum kommenden Action-Adventure sehen konnten. In einer knapp halbstündigen Demo, die das Intro des Spiels umfasst, konnten wir erste Gehversuche anstellen und wollen euch nachfolgend unseren Ersteindruck schildern.


In einem brutalen Überraschungsangriff schlagen die Dunkelschwingen alles kurz und klein

© Odd Bug Studio / United Label

Wie schon sein Vorgänger dreht sich auch Tails of Iron II: Whiskers of Winter um das düstere Thema Krieg. Als adoptierter Sohn des obersten Wächters der Garnison von Winterrand müsst ihr mitansehen, wie euer Ziehvater von den Dunkelschwingen ermordet wird und seid von da an auf euch alleine gestellt. Spärlich ausgerüstet kämpft ihr euch aus den Trümmern eures einstigen Zuhauses und klaubt dabei zusammen, was davon noch übrig ist. Der vorliegende Spielabschnitt beginnt kurz davor, an einem friedlichen Tag in den eisigen Wäldern rund um Winterrand und einem kleinen Jagdausflug mit eurem Vormund. Dieser dient zugleich als Tutorial für das Kampfsystem, dessen simple Farbkodierung Fans des Vorgängers noch bekannt sein dürfte.


Neuerdings müsst ihr zusätzlich noch eure Waffe während der Gefechte schärfen, denn stumpfe Klingen prallen einfach von euren Widersachern ab und verursachen folglich kaum bis gar keinen Schaden. Darüber hinaus könnt ihr nun auch Fallen legen, um eure Gegner besser in Schach zu halten. Ob der brandneue Enterhaken ebenfalls eine Kampffunktion besitzt, geht aus der Demo leider nicht hervor. Es würde sich aber anbieten. Die Kämpfe sind ein zentraler Bestandteil des Spiels und dementsprechend anspruchsvoll. Wollt ihr jedoch nur die stimmungsvolle Spielwelt und die Geschichte von Tails of Iron II: Whiskers of Winter genießen, empfiehlt sich der erste von drei Schwierigkeitsgraden, der das Ganze deutlich abschwächt.


Zu Beginn floriert die Garnison noch – später ist es eure Aufgabe, die Zuflucht wieder aufzubauen

© Odd Bug Studio / United Label

Erfolgreiche Auseinandersetzungen belohnen euch mit Hilfsgegenständen und Crafting-Materialien, die ihr wiederum in frische Ausrüstung investieren könnt. Zwar findet ihr auch unterwegs neue Waffen, Rüstung und Ähnliches, einen kompletten Bogen werdet ihr allerdings nicht ums Crafting-System machen können, wenn ihr eure Spielfigur adäquat für ihre Heldenreise wappnen möchtet. Das Anlegen der Ausrüstung funktioniert exakt wie im Vorgänger. Jeder Gegenstand kommt mit eigenem Gewicht daher und je mehr ihr davon akkumuliert, desto träger bewegt sich Arlo durch die Spielwelt und in Extremsituationen. Es ist also ein stetiges Abwägen zwischen hohem Verteidigungswert und flinker Fortbewegung. Stufenaufstiege, wie sie im Rollenspielgenre üblich sind, gibt es nicht. Eure Kampfkraft hängt komplett von eurer angelegten Ausrüstung ab.


Da wir in unserer Spielsitzung noch nicht allzu viel erkunden durften, können wir bislang kaum etwas über die Spielwelt verraten. Sie scheint aber analog zum Erstling wieder äußerst finster, aber nicht minder idyllisch auszufallen und einige versteckte Passagen zu bieten. So erregte vor allem eine Höhle unterhalb einer eingestürzten Brücke unsere Aufmerksamkeit, die wir aber mangels Zweihandwaffe (noch) nicht betreten konnten. Auch optisch orientiert sich Tails of Iron II: Whiskers of Winter deutlich an seinem Vorgänger, übernimmt dessen gelungenen Grafikstil und wertet diesen noch einmal mit zusätzlichen Bildschirmdetails auf.


Wie gut das Ganze auf der Nintendo Switch laufen wird, können wir zum aktuellen Zeitpunkt leider noch nicht sagen, da uns lediglich ein begrenzter Zugang zur PC-Version gewährt wurde. Dort lief das Abenteuer jedoch reibungslos und ohne jedwede Ruckler. Auch auf dem Steam Deck OLED macht Tails of Iron II: Whiskers of Winter schon jetzt eine sehr gute Figur und konnte die maximale Bildrate von 90 Bildern pro Sekunde problemlos halten. Wie sich Nintendos Hybridkonsole im Vergleich schlagen wird, erfahren wir spätestens im kommenden August, wenn Tails of Iron II: Whiskers of Winter seine Veröffentlichung feiert.

Unsere Prognose

Meinung von Felix Kraus

Tails of Iron II: Whiskers of Winter ist der Nachfolger zum erstmals 2021 veröffentlichten Tails of Iron – und das sieht man bereits binnen der ersten paar Sekunden. Habt ihr im Vorgänger noch den fiesen Frosch-Klan in der Rolle des Rattenreich-Thronerben Redgi bekämpft, stürzt ihr euch dieses Mal als Arlo in den Krieg gegen die blutrünstigen Dunkelschwingen, ein Volk von Fledermauskriegern, das für seine brutalen Feldzüge bekannt ist. Auch dieses Mal serviert euch die britische Spieleschmiede Odd Bug Studio ein herausforderndes Action-Adventure voller spannender Gefechte und optionaler Geheimnisse. Wo auf den ersten Blick kaum ein Unterschied auszumachen ist, spürt man in der Praxis sofort, dass noch einmal ordentlich an den Stellschrauben gedreht wurde. Tails of Iron II: Whiskers of Winter wirkt ein gutes Stück dynamischer als sein Vorgänger und auch optisch packt der Titel noch einmal eine Schippe Bildschirmdetails obendrauf. Das Ganze wirkt jetzt schon erstaunlich rund und macht definitiv Lust auf mehr. Inwiefern die Spielerschaft der Nintendo Switch Abstriche in Sachen Bildrate hinnehmen muss, bleibt abzuwarten. Die Demo lässt uns jedoch schon jetzt freudig auf den kommenden August blicken.
Mein persönliches Highlight: Die wunderschöne Optik und das liebevolle World-Building

Die durchschnittliche Leserwertung

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