Vorschau zu Starsand Island - Nintendo Switch
Es gibt ja so unendlich viel zu tun
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14. Oktober 2025 um 18:00 - Kerstin Steiner
Schon auf der diesjährigen gamescom konnten wir einen ersten Einblick in die neue Lebenssimulation Starsand Island werfen. Fans von Animal Crossing und Co. blicken erwartungsvoll auf das Spiel, da es einiges an Inhalt verspricht und zudem auch noch unglaublich gut aussieht. In den letzten Tagen und Wochen konnten wir uns allerdings einen deutlich größeren Eindruck vom Spiel machen, da wir es schon auf Steam für den PC ausgiebig ausprobiert haben. Ob Starsand Island weiterhin hält, was es verspricht, lest ihr in dieser Vorschau.
Wie in jeder anderen Lebenssimulation auch starten wir unsere Reise im Charakter-Editor. Hier haben wir eine begrenzte aber durchaus gute Auswahl an Kleidung, Frisuren und anderen Merkmalen. Spannend finde ich, dass man sogar unterschiedliche Augenfarben wählen kann und das Entwicklungsstudio hatte schon zuvor bestätigt, das eine noch größere Auswahl an Charaktereigenschaften und Outfits folgen sollen. Geben wir dem Charakter einen Namen, könn wir auch direkt loslegen und befinden uns auf unserem neuen Grundstück in Starsand Island.
Dort werden wir auch schon begrüßt und mit den ersten Dingen vertraut gemacht, die später unseren Alltag ausmachen: Ressourcen wie Holz und Steine sammeln, Gegenstände an der Werkbank herstellen und das eigene Heim mit Möbeln und Dekorationsgegenständen einrichten. Auch nach etlichen Spielstunden bin ich weiterhin begeistert von den Bau-Möglichkeiten, die Starsand Island bietet und ich bin schon sehr gespannt, was Spielerinnen und Spieler weltweit damit anstellen werden. Dazu später noch etwas mehr. Viele Mechaniken sind bereits aus anderen Genrevertretern bekannt, fügen sich aber schön in die gemütliche Welt von Starsand Island ein und wirken auch nicht zu sehr nach Abarbeiten einer To-Do-Liste. Als Nächstes geht es in die große Stadt, wo wir nicht nur auf unzählige Bewohner und Touristen treffen, sondern uns auch für Spezialisierungen entscheiden müssen.
Entscheiden ist hier aber etwas weit gegriffen, denn letztendlich können wir alle erlernen und das sogar parallel. Ihr wollt unbedingt mehr darüber wissen, wie es ist, Tiere wie Kühe, Hühner und Hasen zu versorgen und zu züchten? Oder seid ihr doch lieber daran interessiert, euren Ackerbau so effizient und professionell wie möglich zu planen und auszuführen? Jedes Fachgebiet wird von einer Person betreut, die ihr in der Stadt findet und erst einmal von eurem generellen Interesse überzeugen müsst. Dafür müsst ihr ein paar einfache Aufgaben absolvieren, ehe ihr eine Ausbildung beginnen könnt. Da ihr das alles parallel erledigen könnt und nicht eine Ausbildung nach der anderen abarbeiten müsst, gibt es euch die Freiheit, ganz nach eurer Nase zu spielen. Ihr habt Lust, längere Zeit dem Angeln zu widmen? Dann erledigt einfach Quests für den Angel-Experten Delphin und ihr könnt euch dann ein anderes Mal wieder um das Fertigen von Dingen wie einem eigenen Skateboard kümmern.
Auch in Starsand Island gibt es die bekannte Energie-Leiste, die sich nach und nach leert, je mehr Aufgaben ihr erledigt. Allerdings lässt sie sich sehr leicht wieder mit verschiedenen Snacks und Gerichten auffüllen, weswegen sie hier gefühlt deutlich langsamer leer wird. Ihr müsst auch wieder auf die Uhr achten, da ihr ab einer bestimmten Uhrzeit einfach umkippt und in eurem Bett wieder aufwacht. Trotz der Einschränkungen hatte ich nie das Gefühl, dass ein Tag zu kurz kommt, denn die Zeit geht wirklich langsam vorbei und man kann einiges an Aufgaben erledigen. Wenn man später auch schneller unterwegs ist, fällt ein Tag noch länger aus und dann ist die Einschränkung kaum noch bemerkbar.
Durch das Erledigen von Aufgaben könnt ihr nicht nur die Beziehungen zu den einzelnen Bewohnerinnen und Bewohnern von Starsand Island stärken, sondern auch wertvolle Gegenstände und Aufgabenpunkte sammeln. In eurem Notizbuch findet ihr sowohl tägliche Aufgaben als auch Quests, die es einmalig zu erledigen gilt. Stempel könnt ihr ebenfalls verdienen, wenn ihr beispielsweise eine gewisse Anzahl an Käfern gesammelt oder Fischen geangelt habt. Nach und nach schaltet ihr auch die Hintergrundgeschichten der einzelnen Personen frei und an verschiedenen Festivitäten müsst ihr zusätzlich Aufgaben erledigen, die die Geschichte ebenfalls voran treiben.
Da ihr unterwegs einiges an Ressourcen sammelt und immer wieder auf Schatzkisten stoßt, die euch unter anderem Baupläne für eure Werkbank bieten, ist es natürlich sinnvoll, diese auch zu nutzen. Baut Möbel, Gerätschaften, die eure Produktionen effizienter gestalten, oder Dekorationen, um euer Heim und euer Grundstück gemütlicher zu gestalten. Ihr habt nämlich nach kurzer Spielzeit enorm viel Auswahl, wie ihr auch euer komplettes Grundstück von Grund auf gestalten könnt. Da Terraforming ebenfalls vorhanden ist, sind eurer Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Und das reicht von unterschiedlichen Bödenbelägen, bis hin zu anderen Fenstern und Wänden, die ihr alle wie in den Sims-Spielen einzeln setzen und verändern könnt. Ihr könnt sogar komplette Layouts von Häusern sowie Grundstücken fertigen und sie dann speichern, sodass ihr nur die entsprechenden Materialien sammeln könnt. Hier kann ich mir auch vorstellen, dass das Teilen mit anderen Spielerinnen und Spielern möglich sein wird.
Im Vergleich zu anderen Spielen des Genres ist die Stadt Stardust Town verhältnismäßig groß und es gibt viel zu entdecken – von verschiedenen Shops bis hin zu einem großen Strand, wo sich viele Touristen tummeln, die ab und zu auch eure Hilfe bei Aufgaben benötigen. In der Stadt könnt ihr euch auch mit allerhand Snacks und Lebensmitteln oder aber auch mit anderen Dingen des täglichen (Farm)-Lebens eindecken. Schön ist auch, dass man überall auf Menschen trifft und die nicht nur vereinzelt an immer den gleichen Orten findet. Viele Häuser waren allerdings noch recht leer und ich hoffe, dass sie im fertigen Spiel oder mit späteren Updates noch mit weiteren tollen Inhalten gefüllt werden.
Um sich in dem großen Areal schneller bewegen zu können, könnt ihr euch überall verschiedene Fahrzeuge leihen. Für eine bestimmte Zeit bezahlt ihr eine Gebühr und könnt dann mit einem Scooter oder Auto durch die Gegend düsen. Später könnt ihr auch eigene Fortbewegungsmittel wie ein Skateboard selbst bauen und müsst nicht immer Geld für eine schnellere Reise bezahlen.
Da wir es hier mit der PC-Version zu tun haben, gab es keinerlei Performance-Probleme und das Spiel läuft super flüssig. Hier und da gab es kleinere Bugs und Ungereimtheiten, die aber eigentlich mit ein bisschen mehr Zeit und einem Patch behoben werden könnten. Grafisch und musikalisch braucht sich das Spiel ebenfalls nicht verstecken, denn es sieht nicht nur unglaublich gut (und niedlich) aus, sondern liefert auch passende Hintergrundmusik, die das gemütliche Abenteuer schön unterstreicht. Bisher ist das Spiel nur auf Englisch verfügbar und ich hoffe sehr, dass irgendwann auch eine deutsche Version nachgereicht wird, um das Spiel noch mehr Leuten zugänglich zu machen.