Vorschau zu Resident Evil Requiem - Nintendo Switch 2
Grace und Leon treffen auf den blanken Horror
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3. Februar 2026 um 17:00 - Krispin Berndt
Die Besitzer einer Nintendo Switch 2 und Fans von Resident Evil kommen im Februar voll auf ihre Kosten. So erscheinen nicht nur native Versionen von Resident Evil 7 biohazard und Resident Evil Village für die neue Konsole sondern mit Resident Evil Requiem auch der heißerwartete 9. Teil der beliebten Horrorspielreihe. Mitte Januar lud uns Capcom nach Hamburg ein, um über drei Stunden mit und in Resident Evil Requiem zu verbringen. In den folgenden Zeilen nehmen wir euch mit auf die schaurige Reise und gewähren einen kleinen Einblick, was euch in Resident Evil Requiem erwarten wird – inklusive ersten Eindrücken der Nintendo Switch 2-Version.
Der Schauplatz für unsere dreistündige Qual war das Rhodes Hill Chronic Care Center. Dort durften wir in die Rollen der beiden Protagonisten, Kriminalanalytikerin Grace Ashcroft und Agent Leon S. Kennedy, schlüpfen, um uns gleich beidseitig aus spielerischer Sicht mitzunehmen. Die Passagen aus der First-Person-Perspketive von Grace waren eher der typische Überlebenskampf mit nur wenigen Ressourcen.
Aufgrund der überschaubaren Munition war das Herumschleichen und Erkunden in der Klinik zunächst die beste Taktik. Viele der furchterregenden Gegner haben Abläufe. Beispielsweise mögen bestimmte Gegner kein Licht, wodurch Lichtquellen als perfekte Ablenkungen dienten, um vorbeizuschleichen. Doch Vorsicht, es gab auch hier einige tollwütige Kandidaten, die erst an einem bestimmten Ort verweilten und mich ein paar Augenblicke später hinter einer völlig anderen Ecke überraschten – meist mit keinem guten Ausgang. Durch die Knappheit an Ressourcen musste ich daher immer binnen Sekunden entscheiden, für welchen ich die wertvolle Munition „verschwenden“ sollte.
Meine Tour durch den Westflügel des Care Centers bestand aber nicht nur aus erschreckenden Begegnungen. Während ich mich von Raum zu Raum schlich, konnte ich allerlei Material aufsammeln, mit welchem ich weitere Munition, Gesundheitstränke und hilfreiche Gegenstände herstellen konnte. Das genaue Erkunden der Areale wird vom Spiel definitiv belohnt, denn neben Materialen für das eigene Crafting könnt ihr auch Münzen finden, die ihr in einem „sicheren“ Bereich an einer abgewandelten Version eines Snack-Automaten gegen weitere hilfreiche Gegenstände oder Verbesserungen eintauschen könnt. Außerdem erwarten euch diverse Rätsel, darunter das Knacken von Tresoren oder Bilderrätsel, deren Antworten ihr in anderen Räumen auf der anderen Seite des Gebäudes findet. So muss immer genauestens abgewägt werden, ob es einem die Belohnung wirklich wert ist, sich noch einmal durch das ganze vorherige Areal zu schleichen – besonders aufregend mit den Standortwechseln der Gegner.
... während sich Leon liebend gerne den Zombies entgegen wirft – selbst mit kreischender Kettensäge
© Capcom
Nach unserer „kleinen“ Erkundungstour mit Grace durften wir abschließend noch einen kleinen Abschnitt mit Leon spielen, der das perfekte Gameplay-Gegenstück zu Grace bildet. Hier konnten wir all unsere angesammelte Angespanntheit rauslassen und unsere unzähligen Tode von Grace mit dem puren Kampfwillen von Leon kompensieren. Egal ob mit Tritten, Schlägen oder seiner schwungvollen Axt, bei Leon hatten es die Gegnern deutlich schwerer als noch bei der ängstlichsten Grace, die bei Kontakt mit Zombies eine schwere Atmung und zittrige Hände hatte.
Diese kleinen Gesten hatten im Übrigen auch direkte Auswirkungen auf das Gameplay. Die innerliche und äußere Unruhe von Grace sorgte für eine ungenauere Zielerfassung, sobald die Waffe gezogen wurde. Leon hingegen ließ sich nie wirklich aus der Ruhe bringen. Dies spiegelte sich auch in meinem Spielverhalten wider. Die Unsicherheit von Grace ließ mich eher vorsichtiger und ängstlichster spielen, während ich mit Leon die Sicherheit in Person war. Das sind kleine Details, die bei so einer Art von Spiel genau für die richtige Atmosphäre sorgen.
Wir konnten Resident Evil Requiem vor Ort lediglich für die PlayStation 5 ausprobieren. Dementsprechend war es keine große Überraschung, dass es aus technischer Sicht keine Mängel gab. Doch wie läuft Resident Evil Requiem nun auf der Nintendo Switch 2? Diese Frage kann mein Kollege Daniel Kania beantworten, der vor wenigen Tagen bei Nintendo die Möglichkeit hatte, erstmals einen Blick in die Nintendo Switch 2-Version zu werfen. Seine Ersteindrücke der portablen Version möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten.
Jetzt, da die Nintendo Switch 2 die nötige Power mitbringt, um aktuelle Third-Party-Spiele vernünftig wiederzugeben, war ich sehr gespannt, wie sich Resident Evil Requiem auf der Hybridkonsole schlagen würde und ich denke, man kann mit dem Ergebnis allemal zufrieden sein. Inhaltlich lag uns hier die Demo von der gamescom 2025 vor und während bei den Nahaufnahmen von Grace im Intro noch ein deutliches Kantenflimmern zu erkennen war, fiel im aktiven Gameplay an der Technik nichts weiter störend auf. Dazu sei aber gesagt, dass das Eventsetting nicht unbedingt ideal war, um derartige Ungereimtheiten überhaupt festzustellen und ich abgesehen davon eher auf den Spielinhalt fokussiert war, da ich die Demo zum ersten Mal gespielt habe. Wie das Spiel im Handheld-Modus performt, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen.