Vorschau zu Pragmata - Nintendo Switch 2
Eine der größten Überraschungen für 2026?
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3. Februar 2026 um 18:00 - Daniel Kania
Capcom ist heute vor allem für seine großen, langjährigen Serien wie Resident Evil, Street Fighter oder Monster Hunter bekannt. Umso aufregender war also die Ankündigung von Pragmata im Jahr 2020 – eine völlig neue IP im Sci-Fi-Action-Adventure-Genre. Aus verschiedenen Gründen müssen jedoch bei der Entwicklung diverse Hürden aufgetreten sein, wodurch die Veröffentlichung des Spiels immer wieder verschoben wurde. Mittlerweile scheint es aber in trockenen Tüchern zu sein: Pragmata soll am 24. April unter anderem für die Nintendo Switch 2 erscheinen.
Die Story ist in der nahen Zukunft angesiedelt. Die Menschheit hat auf dem heimischen Mond ein wundersames Erz namens Lunum entdeckt, das, wenn es zu Lunafilament weiterverarbeitet wird, zahlreiche Formen und Eigenschaften annehmen kann. Eines Tages geht jedoch der Kontakt zur Station auf dem Mond verloren und ein Untersuchungsteam wird ausgesandt, zu dem auch Protagonist Hugh Williams gehört. Vor Ort kommt es zu einem Beben und Hugh verliert das Bewusstsein, bis er von einem Androiden-Mädchen gefunden wird, das er fortan Diana nennt.
Während eines Besuchs bei Nintendo hatten wir die Möglichkeit, das Spiel erstmals für die Nintendo Switch 2 auszuprobieren. Dabei lag uns die „Sketchbook“-Demo vor, die vor kurzem auf Steam verfügbar gemacht wurde. Während die Optik auf der Nintendo-Hardware immer noch sehr solide ausschaut, ist in Details wie Dianas feinem Haar zu erkennen, dass manche grafische Kompromisse eingegangen werden mussten. Auch die Auflösung ist offensichtlich nicht so scharf wie auf stärkerer Hardware, doch immerhin die Performance schien gut standzuhalten.
Spielerisch erwartete uns hier neben einem kurzen Tutorial eine Mission, bei der das Duo feindselige Roboter zu Altmetall verarbeiten und sich einen Weg durch die Station bahnen musste. Das Gameplay aus Third-Person-Shooter-Action mit Hugh und kleinen Hacking-Minispielen mit Diana hat mich dabei sofort abholen können. In Kämpfen arbeiten die beiden sogar zusammen: Für großen Schaden erst mit Diana den Gegner hacken, dann mit Hugh ordentlich draufballern – am besten auf den Schwachpunkt, der bei jedem Gegner etwas anders ist.
Als kampferprobter Veteran kann Hugh mit diversen Waffen umgehen und es liegt an euch zu entscheiden, wie ihr in Kämpfen vorgehen wollt. Werdet ihr in die Ecke gedrängt, könnt ihr ein Elektronetz auf Gegner schleudern, das sie für kurze Zeit von euch fernhält. Dann bleibt genug Zeit, um nachzuladen und das Magazin eurer Nahkampfwaffe in sie reinzupumpen. Wird es doch mal brenzlig, könnt ihr euch begrenzt heilen oder mit einem Boost zur Seite ausweichen, was mit dem richtigen Timing einen Slow-Motion-Effekt auslösen soll – was mir aber kaum gelungen ist.
Dianas Hacking-Fähigkeiten sehen im Kampf etwa wie folgt aus: An der Seite des Bildschirms taucht ein Rasterfeld auf, bei dem ihr in Echtzeit, also mitten in der Action, eine Folge an Feldern eingeben sollt. Am wichtigsten ist es, das Ende zu erreichen, um den Hack abzuschließen. Es wäre aber ratsam, auf dem Weg dorthin einige spezielle Felder mitzunehmen, um den Gegner zusätzlich zu schwächen. Das klingt erstmal stressig, geht aber schnell in Fleisch und Blut über. Außerhalb von Kämpfen funktioniert das Hacking beispielsweise durch Eingabe einer Tastenfolge.
Es ist schwer zu sagen, ob es daran lag, dass die Demo einen vermutlich frühen Teil des Abenteuers zeigte, doch die Erkundung fiel bis hierhin sehr linear aus. Selbst wenn die Aufgabe daraus bestand, drei Systeme zu aktivieren, um eine Tür zu öffnen, war die Reihenfolge aufgrund des Weges vorgegeben. Und ich muss sagen, das finde ich auch gut so. In einer Zeit, in der Videospiele immer größer und offener werden, ist es fast schon erfrischend, eine große Produktion mit vermeintlich linearem Verlauf zu haben. Ich bin schon sehr auf den Rest des Spiels gespannt.