Vorschau zu Pokémon Pokopia - Nintendo Switch 2
Pokémon trifft auf Animal Crossing
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11. Februar 2026 um 15:00 - Daniel Kania
Nach dem großen Erfolg der ersten Pokémon-Spiele dauerte es nicht lange, bis die beliebten Taschenmonster auch für andere Videospielprojekte verwendet wurden. Was einst mit Pokémon Snap und Pokémon Pinball begann, wuchs über die Jahre zu einer Vielzahl an Spin-off-Reihen und einzigartigen Einzelspielen: Pokémon Mystery Dungeon, Pokémon Tekken, Meisterdetektiv Pikachu – um nur ein paar davon zu nennen. Im letzten Jahrzehnt rückte der Fokus aber immer mehr auf Mobile-Geräte, wodurch es weniger Neuerscheinungen und mehr langanhaltende Service-Games gab.
Mit anderen Pokémon Freundschaften zu knüpfen ist ein wesentlicher Bestandteil des Spiels
© Nintendo / Creatures / GAME FREAK / Koei Tecmo Games
Entsprechend ist es von besonderer Bedeutung, dass uns mit Pokémon Pokopia am 5. März ein völlig neues Spin-off für die Nintendo Switch 2 erwartet. Auch wenn uns die Trailer bereits mit dem grundlegenden Spielprinzip vertraut gemacht haben, stellten sich uns immer noch viele Fragen wie etwa zum Spielaufbau. Glücklicherweise wurden wir zuletzt von Nintendo und The Pokémon Company eingeladen, um uns ein genaueres Bild vom Spiel machen zu können. Unsere neuesten Erkenntnisse und Eindrücke haben wir für euch in dieser Vorschau zusammengetragen.
Während sich Pokémon Pokopia an der Welt und den Kreaturen der Pokémon-Welt bedient, hat sein Gameplay nichts mit der Hauptserie gemeinsam. Anstelle eines Rollenspiels habt ihr hier ein gemütliches Simulations- und Aufbauspiel vor euch, bei dem es darum geht, eine verlassene Welt wiederaufzubauen und Lebensräume für Pokémon zu schaffen. Eure Spielfigur ist dabei ein Ditto, das bekanntlich alle möglichen Formen annehmen kann und hier in Gestalt seines alten Trainers, also eines Menschen, auftaucht. Wie ihr genau ausseht, könnt ihr durch einen Charaktereditor anpassen.
Zuerst durften wir einen wohl sehr frühen Teil des Spiels ausprobieren, bei dem wir mit unserer eigens erstellten Figur zum ersten Mal in die Blöckchenwelt hinausziehen. Hier treffen wir prompt auf ein besonderes Tangoloss, das von unserem Erscheinen sichtlich überrascht ist und uns von dem Ort erzählt, an dem wir uns befinden. Anscheinend sollen hier einst Menschen und Pokémon gelebt haben, was anhand der verbliebenen Ruinen von Häusern und Straßen auch gut zu erkennen ist. Doch nun zieht es hier kaum noch jemanden hin und das ist doch schade, oder?
Dann werden mal die Ärmel hochgekrempelt. Ab ans Werk!
© Nintendo / Creatures / GAME FREAK / Koei Tecmo Games
Genau deshalb helfen wir „Professor Tangoloss“ dabei, die Gegend auf Vordermann zu bringen und einen Lebensraum zu erschaffen, an dem Pokémon eines Tages hoffentlich wieder zusammen mit Menschen leben können. Bis es aber so weit ist, gibt es noch eine Menge zu tun. Zum Glück ist Ditto als Transform-Pokémon bestens dafür geeignet, die verschiedensten Aufgaben zu übernehmen. Es braucht nur die Fähigkeiten anderer Pokémon kopieren und – schwupps – schon sprießen Pflanzen, fließt Wasser und entstehen Plätze, an denen sich bestimmte Pokémon wohlfühlen.
Zuerst entdecken wir ein Bisasam im hohen Gras und lernen, wie man weitere Grasbüschel pflanzt. Indem wir die neu gelernte Fähigkeit einsetzen, erschaffen wir ein Habitat, das ein Schiggy anlockt. Von Schiggy lernen wir, wie man Wasser versprüht, was uns wiederum neue Möglichkeiten gibt, um weitere Habitate wiederherzustellen. Und das macht man immer so weiter. Im Verlauf kommen dann weitere Aufgaben hinzu wie der Bau von Gebäuden, persönliche Anliegen von Pokémon und das Absolvieren von Missionen zum Erhöhen der Entwicklungsstufe.
Durch täglich neue Missionen, die zum regelmäßigen Spielen animieren sollen, schneidet sich das Spiel eine große Scheibe von Animal Crossing: New Horizons ab. Doch hören die Parallelen da noch nicht auf, denn wenn ihr euch kreativ so richtig austoben wollt, findet ihr auch hier einen großen Fokus auf Materialsuche, Crafting und dem manuellen Platzieren von Objekten – oder Terrain. Ganz recht: Wer möchte, kann auch hier wieder die ganze Landschaft nach Belieben anpassen. Aber das habt ihr euch durch die Minecraft-like Blockstruktur der Spielwelt sicher schon denken können.
Euer Traumdorf entsteht nicht von heute auf morgen. Lasst euch Zeit und macht eines nach dem anderen
© Nintendo / Creatures / GAME FREAK / Koei Tecmo Games
Und ähnlich wie es Animal Crossing: New Horizons seit dem 3.0-Update zuletzt auf den Schlummerinseln ermöglicht, könnt ihr die Welt in Pokémon Pokopia mit anderen Spielern zusammen erforschen und gestalten. Dies war sicher den Gegebenheiten der Demo geschuldet, aber im Mehrspielerpart unseres Probespiels sind wir lange Zeit umhergeirrt, weil wir einfach nicht das richtige Pokémon finden konnten, das für die Mission benötigt wurde. Als wir mit Ditto die Form von Lapras oder Dragoran angenommen und so eine ferne Siedlung erreicht haben, wurden wir schließlich fündig.
Wir können noch nicht über Faktoren wie Stabilität, Möglichkeiten zum Nachjoinen und so weiter urteilen, aber rein vom Zusammenspielen machte es in unserer lokalen Session einen vernünftigen Eindruck. Aktionen werden sofort synchronisiert und ihr seht andere Spieler auch noch in weiter Ferne. Was die Technik angeht, gibt es bei der Auflösung definitiv noch Luft nach oben, auch wenn die simplen Formen und Farben es zu retuschieren versuchen. Musikalisch war ich zuerst angetan, bevor es dann in die moderne Yoshi-Kindergarten-Schiene abdriftete. Das ist aber wohl Geschmackssache.
Hinweis zu Pokémon Pokopia: Dieser Titel wird von The Pokémon Company, GAME FREAK inc. und KOEI TECMO GAMES gemeinsam entwickelt und veröffentlicht.