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Test zu Spartan - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Spartan
  • USA USA: Spartan
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
01.04.2018
Vertrieb
Sinister Cyclops
Entwickler
Sinister Cyclops
Genre
Adventure, Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Leonidas – die spartanische Legende erreicht die Nintendo Switch

Von Tim Czerwinski () Spätestens seit dem Film 300 haben die Spartaner einen Ruf als unbeugsame Kriegsführer und Taktiker, der Ihnen vorauseilt. Eine lange Zeit über konnte sich die spartanische Armee als eine der stärksten des antiken Griechenlands im ganzen Land einen Namen machen. Der Aufstieg Spartas begann im 15. Jahrhundert vor Christus und dauerte bis ins 2. Jahrhundert v. Chr. an, als es schließlich unter römische Herrschaft fiel. In dieser Zeit hatten die Spartaner viele Herrscher, aus dem anfangs erwähnten Film ist aber vor allem König Leonidas bekannt. Dieser herrschte etwa zur Zeit um 500 v. Chr. und spielt in Spartan die entscheidende Rolle.

Wer baut eigentlich diese ganzen Fallen überall hin?

Nachdem wir nun den geschichtlichen Teil des Testberichts abgefrühstückt haben, kommen wir zum eigentlichen Spiel. Spartan ist ein Action-Platformer, der sich berufen fühlt, alte Arcade-Klassiker zu beerben. Das gilt allerdings hauptsächlich für den Schwierigkeitsgrad. Darüber hinaus gibt es eine unterschiedliche Anzahl an Münzen je Level, die von euch gesammelt werden wollen. Doch kommen wir zunächst einmal zurück zu Leonidas. Während er im angesprochenen Film noch dreihundert tapfere Männer zur Seite hat, begibt er sich jetzt alleine auf sein Abenteuer. Doch worin besteht dieses Abenteuer? Sämtliche Waffen, alle Rüstungen und das gesamte Gold Spartas ist plötzlich verschwunden. Als König und gefürchteter Krieger macht ihr euch also auf, um zurückzuholen, was euch gehört und diejenigen zu bestrafen, die dafür verantwortlich sind.

Das könnt ihr natürlich erst machen, sobald ihr wisst, wie das Spiel funktioniert. Dafür fungiert das erste Level als Tutorial, in dem euch die Steuerung erklärt wird. Während ihr mit dem linken Analog-Stick oder den Pfeilknöpfen steuert, könnt ihr mit B springen, bei erneutem Druck des B-Knopfes einen Doppelsprung vollführen und mit Y euer Schwert schwingen. Darüber hinaus steht Leonidas eine Ausdaueranzeige zur Verfügung, die abnimmt, wenn ihr mithilfe von ZR sprintet. Kisten zieht oder schiebt ihr mit R und mit L sowie ZL hebt ihr euren Schild, den ihr noch in zwei Positionen verwenden könnt: einmal als Schutz für den Kopf und einmal für den Körper. Genau wie Nintendos Haus- und Hofklempner beherrscht auch Leonidas einen Wandsprung, der jedoch deutlich flacher ausfällt, als der von Mario. Damit habt ihr auch schon alle Steuerungsmechaniken gelernt und könnt aufbrechen.

Wo ist eigentlich Herkules, wenn man ihn mal braucht?

Euer Abenteuer führt euch durch vier unterschiedliche Welten mit insgesamt 24 Leveln. Dabei werden nach und nach neue Elemente eingeführt, damit auch ja keine Langeweile aufkommt. Anders als bei vielen Arcade-Spielen sind die Level bei Spartan jedoch nicht linear. Ihr müsst immer die oben rechts in der Ecke gezeigten Gegenstände im jeweiligen Level finden, damit sich das Tor zur nächsten Welt öffnet. Es kann auch durchaus vorkommen, dass ihr das Tor findet, aber ihr noch nicht alle Sammelgegenstände habt. Dann heißt es suchen. Manchmal hab ich dafür auch länger gebraucht, als ich zugeben möchte. Deshalb kann ich auch sagen, dass 24 Level zwar wenig klingt, jedoch bei Leveln, die bis zu 60 Minuten dauern können, doch in Ordnung ist. Unter den 24 Leveln befinden sich auch Level, die für Bosskämpfe reserviert sind. Diese sind anspruchsvoll und fordern euch ordentlich heraus.

Der Schwierigkeitsgrad ist nichts für schwache Nerven.

Wie ich schon erwähnt habe, ist der Schwierigkeitsgrad an Arcade-Vorbilder wie Super Ghouls 'n Ghosts angelehnt. Alle, die diesen Titel kennen, wissen, worauf sie sich einlassen. Für die anderen sei gesagt: Ihr werdet sterben – und zwar sehr oft. Das kann bei dem ein oder anderen Spieler schon mal Frustmomente hervorrufen. Hauptsächlich kann man sagen, dass der Schwierigkeitsgrad hart aber fair ist, jedoch gibt es auch Momente, in denen ihr die Nintendo Switch liebend gern in den Fernseher werfen möchtet. Das sind Situationen, in denen ihr nach einem Respawn von einem Gegner erwischt werdet, weil dieser beim Einblenden des Bildschirms direkt auf euch schießt. Gern gesehen sind auch Gegner, die euch noch außerhalb eures Sichtfeldes entdecken und direkt mit einer Hitbox, auf die der "Nergigante" neidisch wäre (Monster Hunter World-Spieler wissen was ich meine), die Keule über den Schädel ziehen. Ja, ich meine dich Zyklop. Aber ich schweife ab.

Wenn ihr alles Sammelbare findet, werdet ihr mit dem Königsrang belohnt. Was? Ach die Zeit? Ja ne, das muss ein Fehler sein...

Um nicht ganz so diabolisch zu sein, gibt es viele Checkpoints in jedem Level, die strategisch günstig vor oder in der Nähe von kniffligen Passagen liegen. Wobei sich daraus eine ganz andere Möglichkeit der Folter ergibt. Lasst mich euch ein Bild mit Worten malen: Ihr erreicht das Tor zur nächsten Welt, aber euch fällt auf, dass euch noch ein Gegenstand fehlt. Ihr lauft zurück und stellt fest, dass stets nur der letzte Checkpoint zählt. Nun habt ihr direkt am Anfang des Levels den Gegenstand vergessen, übersehen oder schlichtweg nicht gefunden. Ihr lauft also zurück und versucht dabei, keine anderen Rücksetzpunkte zu aktivieren. Jetzt findet ihr den Gegenstand, jedoch erreicht ihr ihn nur, indem ihr durch einen Checkpoint geht. Nun habt ihr die ehrenvolle Aufgabe, das komplette Level noch einmal bis zum Ende zu spielen. Wenn Trump dieses Review liest, wird er dieses Spiel sicher zur Folter in Guantanamo Bay einsetzen, da bin ich mir sicher. Ich habe das Gefühl, ich schweife wieder ab?!

Wie sich leicht erkennen lässt, richtet sich Spartan eher an erfahrene Spieler. Es gibt jedoch auch den Wimp-Schwierigkeitsgrad, der sich jederzeit aktivieren oder deaktivieren lässt. In diesem könnt ihr euch bei Bedarf via Knopfdruck bis zu drei Herzen geben lassen. In einem Ladebildschirm wird darauf aufmerksam gemacht, dass dieser Modus das Spiel deutlich vereinfachen würde. Dem kann ich nur bedingt zustimmen. Bei dem Großteil der Passagen besteht die Schwierigkeit darin, keine Fehler zu machen. Sollte euch doch einmal ein Fehler unterlaufen, landet ihr meist in einer Falle, die euch sofort alle Herzen nimmt und euch in Richtung Hades schickt, um auch noch den mythologischen Aspekt des Tests zu liefern.

Die Schwierigkeit lässt sich jederzeit im Pausenmenü einstellen, aber echte Spartaner brauchen das nicht!

Das Spiel basiert auf der Unreal Engine 4, sieht gut aus und läuft sowohl im TV- als auch im Handheld-Modus stabil bei 60 FPS, was bei der Reaktionsgeschwindigkeit, die ihr braucht, oft auch essentiell ist. In der Hinsicht könnt ihr die Schuld für euer Versagen leider nicht auf Einbrüche der Wiederholungsrate oder ähnliches schieben. Die Musik zeichnet sich durch griechische Einflüsse aus und passt super in das Ambiente. Dennoch ist die Liste der unterschiedlichen Tracks nicht sehr lang. Alles in allem passen Optik und Sound jedoch super zusammen. Trotz der ausschließlich englischen Texte dürften jedoch keine allzu großen Sprachbarrieren entstehen, da einfach nicht so viel Text vorhanden ist. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die beiden Brüder hinter dem Spiel eine gute Arbeit geleistet haben!

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Spartan

Meinung von Tim Czerwinski
Spartan ist ein wirklich anspruchsvoller Platformer, der sich hauptsächlich an erfahrene Spieler richtet. Der einfache Spielmodus kann in gewissen Situationen hilfreich, in anderen Momenten jedoch vollkommen nutzlos sein. In der überwiegenden Zeit kann man jedoch sagen, dass das Spiel schwer, aber nicht unfair ist. Audiovisuell macht das Spiel mit griechischen Elementen eine gute Figur. Der Umfang ist mit 24 Leveln und etwa 20 Stunden Spielzeit in Ordnung, da die Level teilweise länger dauern, als man es von Platformern gewohnt ist. Für Spieler, die die Herausforderung suchen oder alte Hasen im Platformer-Genre sind, ist Spartan definitiv zu empfehlen. Diejenigen unter euch, die schnell frustriert sind, sollten sich ihr Guthaben jedoch lieber für andere Spiele aufsparen.
Mein persönliches Highlight: Der Moment, wenn eine schwierige Passage nach dem gefühlten 100. Versuch endlich geschafft ist.

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