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Test zu Hyper Light Drifter: Special Edition - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Hyper Light Drifter: Special Edition
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  • Japan Japan: Hyper Light Drifter: Special Edition
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
06.09.2018
Vertrieb
Abylight
Entwickler
Heart Machine
Genre
Adventure, Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Flott unterwegs

Von David Pettau () Als Hyper Light Drifter im Jahr 2016 erstmals erschien, wurde es von Fans und Kritikern gleichermaßen gefeiert. In seiner stark stilisierten Präsentation und dem seinem klassischen Top-Down/Action-Adventure-Gameplay sollte es vor allem Fans von The Legend of Zelda und Diablo ansprechen. Gerade The Legend of Zelda-Fans tummeln sich natürlich in großen Scharen auf Nintendo-Plattformen, und so stellte es für viele Nintendo-Fans einen herben Schlag dar, als die Wii U-Version von Hyper Light Drifter eingestellt wurde. Seit dem Anfang des aktuellen Monats kommen nun allerdings auch diese in den Genuss eines ganz besonderen Abenteuers, das nicht nur audiovisuell, sondern auch spielerisch zu gefallen weiß.

Hyper Light Drifter: Special Edition ist seit dem 6. September für die Nintendo Switch erhältlich, womit ihr auch erstmals unterwegs in die Rolle des geheimnisvollen Drifters schlüpfen könnt. Dabei wurde das vollständig in der Special Edition vorhandene Kernspiel um einige kleine, neue Inhalte erweitert. Das grundlegende Spielprinzip ist dabei schnell erklärt: Ähnlich wie etwa in einem klassischen The Legend of Zelda-Titel durchstreift ihr verschiedene, weitläufige Gebiete, löst darin verborgene Rätsel und bezwingt allen voran auf euch lauernde Feinde.

Gelegentlich bieten sich euch wahre Panoramen-Ausblicke.

Die wahrscheinlich wichtigste Fähigkeit des Drifters stellt dabei eine kleine Teleportation bzw. ein Dash über eine kurze Distanz dar. Diesen nutzt ihr für eine schnellere Fortbewegung, um Abgründe zu überwinden oder natürlich auch im Kampf, um gegnerischen Angriffen flink auszuweichen oder euch in die Richtige Position für einen Angriff zu begeben. Um Schaden auszuteilen kommen zwei verschiedene Gadgets zum Einsatz: zum einen euer Schwert, das ihr standardmäßig in einer Kombo aus bis zu drei schnell aneinandergereihten Angriffen schwingen könnt, zum anderen eine von mehreren Schusswaffen, die ihr in jede beliebige Richtung abfeuern könnt. Die Verwendung dieses Fernangriffs ist dabei an eine Energieressource gekoppelt, die sich regeneriert, wenn ihr Feinde oder zerstörbare Objekte mit eurem Schwert attackiert. So entsteht in Kämpfen mit vielen unterschiedlichen Gegnertypen, die euch meist in einem größeren Bund attackieren, ein ständiger Flow aus flinken Dashes, Angriffen mit eurem Schwert und Schüssen mit eurer Fernkampfwaffe.

Gefördert wird dieser Flow vor allem durch Verbesserungen für euren Drifter, die ihr euch in Geschäften anschaffen könnt. So erhaltet ihr nach und nach Zugriff auf eine größere Palette an teils mächtigen Angriffen und beispielsweise speziellen Dash-Manövern. Eine dieser Verbesserungen erlaubt euch etwa, mehrere Dashes aneinanderzureihen, was allerdings ein gewisses Risiko birgt und insbesondere ein hohes Maß an Konzentration erfordert: Um eine solche Kette an wendigen Sprints vom Stapel zu lassen, müsst ihr die entsprechende Taste mit dem korrekten Timing betätigen – und dabei dürft ihr natürlich nicht vergessen, den Drifter in die korrekte Richtung zu steuern! Stoßt ihr während dieses Manövers allerdings gegen ein Hindernis, so seid ihr für einen kurzen Augenblick Bewegungsunfähig. Nicht nur solltet ihr also die Distanz eures Dashes gut einschätzen können, ihr müsst euch auch stets einen guten Überblick über das aktuelle Geschehen bewahren.

Verbesserungen haben aber natürlich ihren Preis, was uns zur generellen Struktur des Spiels bringt, deren Aufbau sich ein wenig zu sehr an einem sich wiederholenden Schema orientiert. Nach wenigen Spielminuten findet ihr euch in einer kleinen Stadt wieder – diese stellt das Zentrum der Spielwelt dar, die in fünf Regionen aufgeteilt ist: das Zentrum, der Norden, der Osten, der Süden und natürlich der Westen. Euer Hauptziel besteht daraus, eine bestimmte Vorrichtung in allen vier Hauptregionen zu aktivieren, die das Zentrum umgeben. Um dies zu erreichen, müsst ihr die entsprechenden Regionen natürlich erkunden, Rätsel lösen und euch zahlreichen Feinden inklusive eines Bosses stellen. So kann Hyper Light Drifter streng genommen in sehr kurzer Zeit durchgespielt werden, viel Zeit wird der durchschnittliche Spieler allerdings auch damit verbringen, Geheimnisse innerhalb der verschiedenen Regionen aufzuspüren. So gibt es beispielsweise verschiedene Sammelgegenstände, die mal mehr und mal weniger gut in der Spielwelt versteckt sind. Einige davon könnt ihr schlussendlich wieder in der zentralen Stadt für neue Verbesserungen ausgeben.

Mit eurem Dash könnt ihr von Plattform zu Plattform "springen".

Beim Aufspüren der etlichen Geheimnisse sind vor allem eure Augen gefragt: Wie unschwer zu erkennen ist, präsentiert sich Hyper Light Drifter zwar streng genommen in einer mittlerweile unter vielen Spielern verpönten Pixel-Optik, diese verfolgt allerdings nicht nur das Ziel, Retro-Charme aufkommen zu lassen. Sowohl optisch als auch musikalisch dürfte Hyper Light Drifter für den einen oder anderen Spieler ein stilistisches Meisterwerk darstellen. Die außergewöhnliche Optik mit reichlich Wiedererkennungswert stellt allerdings auch oftmals das größte spielerische Hindernis dar, das es beim Aufspüren von geheimen Schätzen zu überwinden gilt. Vor allem zu Spielbeginn könnte es euch zunächst einmal sehr schwerfallen, etwa begehbaren Boden von Schluchten und Wänden zu unterscheiden. Nachdem ihr euch erst einmal an den optischen Stil des Spiels gewöhnt habt, wird es allerdings auch weiterhin kein Selbstläufer, versteckte Pfade ausfindig zu machen. Hier müsst ihr stets nach kleinen Unregelmäßigkeiten in der Darstellung der fremdartigen Landschaften und Gewölben Ausschau halten – und auf einige Geheimnisse werdet ihr auch mittels eines kleinen, sich auf dem Boden befindenden Symbols aufmerksam gemacht. Während Speedrunner ohne die Ausnutzung von Glitches sogar in weniger als einer Spielstunde die Credits zu Gesicht bekommen, dürfen sich entschlossene Geheimnis-Jäger gut und gerne auf eine Spielzeit von 20 Stunden, wenn nicht sogar mehr, freuen. Gerade durch die Verlockung von neuen Verbesserungen für euren Drifter erweist sich das Aufspüren von Geheimnissen auch als äußerst motivierend, ohne aber, dass diese Fähigkeiten zwingend notwendig wären.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Hyper Light Drifter: Special Edition

Meinung von David Pettau
Hyper Light Drifter stellt eine ziemlich außergewöhnliche Spielerfahrung dar, was insbesondere an der Präsentation des teils gnadenlos schweren Abenteuers liegt. In Trailern konnte mich die audiovisuelle Gestaltung von Hyper Light Drifter bereits begeistern, zu Beginn meiner Reise mit dem Drifter hatte ich vor allem mit der Optik kleinere Schwierigkeiten, doch nach dem Abschluss meines Abenteuers kann ich nur noch einmal betonen: Ich liebe diesen Grafikstil, von der außergewöhnlichen Musikuntermalung ganz zu schweigen. Darüber hinaus gefällt Hyper Light Drifter mit einem flotten Gameplay-Flow, der Fehler zwar knallhart bestraft, der allerdings auch immer fair bleibt. Einzig das sich wiederholende Schema der verschiedenen Gebiete des Spiels stellte sich als ein etwas ermüdender Faktor heraus. Hier wäre mehr Mut zum Außergewöhnlichen durchaus angebracht gewesen. Speziell bei der audiovisuellen Gestaltung und auch dem Schwierigkeitsgrad ist dagegen ein solcher Mut spürbar und wird schließlich zur größten Stärke von Hyper Light Drifter.
Mein persönliches Highlight: Ich denke, es sollte mittlerweile offensichtlich sein: Die audiovisuelle Gestaltung des Spiels.

Kommentare 1

  • Zegoh Turmbaron - 18.09.2018 - 19:40

    Guter Test, habe das Spiel bei nen Kumpel gesehen (auf PC) und es sah echt gut aus. Vielleicht sollte ich jetzt doch mal zuschlagen, wenn man nicht schon so viele Spiele hätte :D


    PS: @David Pettau direkt am Anfang vom News-Text hat sich ein kleiner Fehler bei "Hyoer" eingeschlichen ;)