Beiträge von Pascal Hartmann

    Da es auch hier die Vermutung gab, Krankenhaus-Schließungen würde man sich aufgrund Corona ja garantiert nicht mehr trauen (Quelle) :

    Zitat

    In Deutschland werden zum Jahresende [Anm.: gemeint ist 2020] zwanzig Krankenhäuser geschlossen sein, doppelt so viele wie im Durchschnitt der letzten Jahre. Betroffen sind im Corona-Jahr 2.144 Betten und circa 4.000 Stellen.

    Nun könnte man sagen, dass das ja nicht so viele sind (knapp 1.900 Krankenhäuser gibt es in Deutschland). Es waren vor 30 Jahren aber noch 2.400. Rechnet man das weiter, wären wir 2050 bei noch 1.400 Krankhäusern...

    Erst einmal finde ich es sehr gut, dass immer noch daran gearbeitet wird, die Bugs zu beheben. Zum anderen hätte das natürlich überhaupt nicht sein müssen. Und was soll ich mir unter "should bring the Switch port to parity with the original PC version" vorstellen? Ist die Switch-Fassung dann auf dem Stand der als erstes veröffentlichten Fassung auf dem PC? Also dann auch ohne Verbesserungen, die seit des Erscheinens der PC-Version erschienen sind?


    Ich wollte es eigentlich schon noch mal auf der Switch spielen, nun warte ich zumindest diesen Patch noch ab...

    Peinlich, aber ich habe doch tatsächlich ein Spiel vergessen, das ich noch 2020 durchgespielt hatte:


    Depixtion (Switch)

    Nicht viel dazu zu sagen, es ist Picross. Die Idee, dass man pro Rätsel die drei Grundfarben in einzelnen Bildschirmen erpuzzelt, finde ich aber sehr nett.


    Nun können wir aber mit 2021 starten, und da habe ich mir etwas Schönes für das 1. Spiel des Jahres ausgesucht:


    Ghostbusters: The Video Game Remastered (Switch)

    Also großer Ghostbusters-Fan wurmt es mich schon seit Jahren, dass ich das Spiel nie gespielt habe. Es wird immerhin als offizieller dritter Teil angesehen, was ich angesichts der Story auch nachvollziehen kann. Allgemein atmet das Spiel die Filme und es greift so viel daraus auf, vor allem aus dem ersten Teil, dass das Durchspielen eine reine Freude war. Ein großes Lob an die Level-Architekten, die sich viel Mühe mit lauter Kleinigkeiten und Details gegeben haben (auch wenn man immer wieder durch Gänge läuft und das Hotel recycelt wurde). Ich hatte einfach Spaß daran, stehenzubleiben und mich in den Umgebungen umzusehen sowie nach den Sammelobjekten zu suchen. Sehr schön auch immer die Zerstörungsschäden, die man nach einem Kampf gegen die Geister hinterlassen hat (inklusive zerstörter Säulen etc.).


    Spielerisch wurde einiges herausgeholt, denn neben dem Standard-Protonenstrahl werden noch drei weitere Modulationen eingesetzt, unter anderem darf wie im zweiten Film mit Schleim gespielt werden. Trotzdem muss man sagen, dass hier nicht das komplette Potential genutzt wurde, bis auf die paarmal Schleimstränge anbringen sind einfach nur ein paar Geister anfälliger gegen besondere Strahlen (im letzten Drittel nutzt man fast nur noch den Schleim). Leider kann das Ghostbusters-Spiel auch ganz schön nervig sein, bspw. im Abschnitt mit den Besitzergreifenden Geistern. Zudem fallen die Geisterjäger-Kollegen andauernd den Geistern zum Opfer und ihr müsst hinrennen und sie wieder aufheben. Obwohl man als Spieler den Rookie spielt, kam es mir oftmals so vor, als wäre ich derjenige, der den Job am besten und vor allem längsten macht...


    Die regelmäßig ausgeschalteten Team-Kameraden nerven vor allem deshalb, weil man in vielen "Arenen" aus allen Richtungen gleichzeitig attackiert und somit andauernd von Attacken getroffen wird, die man gar nicht sehen konnte. Wird man also unversehens hinterrücks von einem Luftangriff getroffen und geht selber down, kann man nur noch beten, dass einer der anderen rechtzeitig da ist, um einen wieder aufzuheben. Gerne schaffen es die Geisterjäger aber nicht und werden selbst fertig gemacht, sodass man den Checkpoint neu laden muss. Wenn man jedoch vorsichtiger bleibt und sofort wiederbelebt, sind die meisten Kämpfe kein Problem. Die Kollegen könnten sich ruhig trotzdem besser um ihr eigenes Leben kümmern...


    Das Wichtigste aber ist, dass die Atmosphäre einfach stimmt! Es sind Peter, Ray, Egon und Winston, wie man sie aus den Filmen kennt, inklusive der trockenen Sprüche und Gags. Peck ist wieder da, Janine sitzt am Schreibtisch und natürlich kümmert man sich um den Marshmellow-Mann. Übrigens war ich erst ein wenig verwirrt, weil ich mich seit ein paar Wochen durch die Zeichentrickserie gucke und ich daher erst deren Figuren im Kopf hatte. Wie, Janines Haare sind ja gar nicht rot, Skandal! Halt, moment :ugly-classic:


    Also: Fans der Geisterjäger müssen es eh gespielt haben (und endlich habe ich das auch) und werden bis auf ein paar Momente großartig unterhalten. So war es zumindest bei mir.


    Chaos auf Deponia (Switch)

    Nachdem ich letztes Jahr den ersten Teil der Deponia-Spiele gezockt hatte, kümmerte ich mich jetzt um den zweiten. Die Geschichte wird fortgesetzt und war wieder schön abgedreht. Und Rufus war wieder ein derart heftiges Ar***loch, dass ich ihn einfach mögen muss. Allein seine respektlose Art dem Kutter-Kapitän Bozo gegenüber hat mich ein ums andere Mal zum Lachen gebracht. Und wie er mit dem Penner umgeht :troll:


    Schade fand ich, dass man sich sehr lange im ersten Gebiet, nämlich dem Schwimmenden Scharzmarkt aufhält, während die späteren Gebiete relativ schnell abgehakt sind. Hier fehlte mir die Balance. Aber zum größten Punkt, nämlich den Rätseln: Auch hier war das meiste recht logisch und die Schreiber haben sogar teils in Gesprächen gute Hinweise eingebaut. Eine Verbesserung gegenüber Teil 1 in meinen Augen. Trotzdem gab es erneut Situationen, bei denen ich am liebsten den Picard... ich meine den Mario gemacht hätte :facepalm:


    So müsst ihr der Untergrundbewegung beitreten, die an eine Verschwörung glaubt. Dazu benötigt ihr ein bestimmtes Klopfzeichen für die Eingangstür. Zuvor kam ich jedoch in den Besitz von Dias mit eindeutigen Beweisen dafür, dass die Verschwörungstheorie korrekt ist und tatsächlich existiert. Nun sollte man denken, dass man damit zur Bewegung gehen könnte und Einlass bekommt. Aber nein, das ist dann wieder zu logisch und natürlich nicht vorgesehen. Oder man soll deprimierte Delfine aufmuntern. Versucht man es mit normalen Bananen, klappt es nicht. Es braucht erst eine gerade gebogene Banane, damit die richtige Sequenz abgespielt wird. Das ist nicht einmal mehr logisch :luigi_stare:


    Und dann hat das Spiel selbst nach über einem Jahr Release auf der Switch immer noch zumindest einen Bug, der das Vorankommen komplett verunmöglicht. So trifft man auf die Anführerin des Unorganisierten Verbrechens und wenn man nicht die richtigen Antworten auswählt, landet man im Haibecken. Rufus kann sich natürlich retten und eigentlich müsste man dann diese Sequenz einfach nochmal triggern können. Klappt aber nicht, sodass man nicht mehr an einen Gegenstand herankommt, um im Spiel voranzuschreiten :notlikethis: Immerhin hatte ich rein durch Zufall kurz vor angesprochenen Sequenz gespeichert. Das hat mir aber nicht erspart, vor dem Ergooglen des Bugs eine gefühlte Ewigkeit planlos herumgelaufen bin um herauszufinden, was ich denn als nächstes machen soll :diddy:


    Insgesamt bin ich aber dran geblieben und werde mir auch noch die anderen beiden Teile geben.

    Ich bezweifle, dass ich bis zum 1. noch etwas durchspiele, daher noch ein letztes Update in diesem Jahr:


    The almost Gone (Switch):

    Ein nettes Puzzle-Spiel, das von den Rätseln her schon auf dem einfachen Level mitspielt. Aber das finde ich gar nicht schlimm, denn es war schon teilweise schön kreativ. Besonders gut gefallen hat mir aber die Optik, denn sie ist zum einen reduziert auf einzelne kleine Räume, aber atmet trotzdem ein gewisses Leben. Wobei das die Geschichte betrachtet fast schon falsch ist das so zu sagen, ohne zu viel zu verraten. Es werden auch harte Themen wie Vernachlässigung, Schuld etc. angesprochen. Insgesamt sehe ich The almost Gone als kleines Erlebnis, das für einen kurzen Abend durchaus lohnenswert ist.


    Nordlicht (Switch):

    Ein wirklich hübsches kleines Spielchen, das Puzzle-Freunde ebenfalls nicht fordern wird, solange man rafft, dass man im Garten auch vor dem Haus entlang gehen kann (:reggie:). Nicht so gut durchdacht fand ich allerdings, dass man auch mal mit einem jeweils anderen Charakter reden muss, wenn man an der richtigen Stelle steht, um eine Sequenz zu triggern. Erst dann könnt ihr nämlich im Dialogmenü die entsprechende Option auswählen... Es geht in Nordlicht aber natürlich auch um die Geschichte, die davon handelt, dass Vater und Tochter auf ihrem Boot losziehen, um Frau bzw. Mutter zu besuchen. Tatsächlich konnte ich mir das Ende bei Beginn des letzten Abschnitts zwar schon denken, trotzdem hatte ich einen kleinen Kloß im Hals. Und das nach nicht besonders viel Spielzeit, die Figuren, gerade das Mädchen, werden nämlich schon sehr sympathisch rübergebracht, sodass ich mitfühlen konnte. Da ich nur ein kleines Spielchen erwartete, das ich auch bekam, bin ich sehr zufrieden damit.


    Headliner (Switch):

    Ihr übernehmt die Rolle eines/einer Headliner und stellt jeden Spieltag die Nachrichten zusammen. Anschließend lauft ihr nach Hause und trefft auf eurem Weg verschiedene Charaktere, deren Leben von den von euch veröffentlichten Schlagzeilen und in Dialogen getroffenen Entscheidungen beeinflusst werden. Darüber hinaus verändert sich auch die Stadt, in der ihr lebt. So könnt ihr bspw. nur gute Nachrichten für ein neues alkoholisches Getränk herausbringen, sodass über kurz oder lang jede Menge Menschen herumwanken. Auch euer Bruder wird abhängig. Oder ihr seid für bzw. gegen ein neues Gesetz, das die Krankenversicherung für alle Menschen bedeutet. Ihr könnt euch einer Verschwörungstheorie hingeben, euch mit oder gegen die Regierung stellen und mehr.


    Ich fand das Spiel hochgradig interessant und vor allem war ich immer wieder überrascht, wie sich eigentlich in meinen Augen gute Änderungen auch negativ auswirken können. Am Ende war ich mit dem Erreichten zufrieden (vor allem kam es zum Techtelmechtel mit der hübschen Freundin :troll: ), aber ich habe mir vorgenommen, irgendwann einen zweiten Durchlauf anzugehen und darin andere Entscheidungen zu treffen und Nachrichten zu wählen, um zu sehen, was sich dann in der Spielwelt und Geschichte ändert. Mir hat Headliner super gefallen, auch wenn es ehrlicherweise wenig Spiel und mehr Visual Novel ist.


    CrossCode (Switch):

    Also zuerst einmal finde ich vor allem die Grafik grandios! Aber auch die Musik hat mir außerordentlich gut gefallen, die Geschichte war interessant und ich wollte wissen, wie es weitergeht, und als Kirsche auf dem Kuchen war auch noch das Spielerische bis auf kleine Punkte hier und da wirklich toll. CrossCode ist definitiv eines meines Favoriten in diesem Jahr. Ihr spielt darin Lea und nehmt als ihr Avatar am MMO CrossCode teil. Was mit einem Standard-Plot von wegen verlorenem Gedächtnis beginnt, entwickelt sich in eine sehr interessante Richtung mit der Zeit. Im Grunde geht es vor allem darum, dass ihr das Spiel im Spiel Stück für Stück weiterspielt, um euer Gedächtnis zurückzufinden. Dabei findet ihr neue Freunde, einen Clan, erkundet die Welt und spannende Dungeons, sammelt haufenweise Items und erlebt knackige Kämpfe mit tollem Kampfsystem.


    Gerade die Dungeons sind vollgestopft mit Rätseln, die sich vor allem um von euch geworfene Bälle drehen. Diese können im Laufe der Spielzeit in vier Elemente umgewandelt werden (genauso wie eure Nahkampfangriffe) und generieren damit eine gute Spannweite an Puzzle-Möglichkeiten, die dann auch immer wieder kombiniert werden müssen. In einigen Rätselräumen habe ich ziemlich lange verbracht, weil sie doch ziemlich komplex waren. Dazu kommt, dass gerne auch mal auf Timing gesetzt wird, sodass neben Verstand auch eure Hand-Augen-Koordination getestet wird. Die Kämpfe sind richtig schön actionreich und sobald man genügend Spezialattacken hat, fetzen die auch richtig. Dazu können sie richtig schwer sein, ich musste mich durch einige ganz schön durchbeißen. Dazu muss ich allerdings zugeben, dass ich mich nicht allzu gut bei den Kämpfen angestellt habe... Ihr könnt zwar blocken, habe ich jedoch selten getan. Denn man kann ja ausweichen und so gar keinen Schaden nehmen. Mein Timing ist allerdings sehr schlecht, sodass ich oftmals unnötig Schaden einstecken musste :ugly:


    Ich will auch gar nicht weiter ins Detail gehen, was das Spiel angeht. Wenn ihr auf den Grafikstil und Action-Adventures/RPGs steht, solltet ihr CrossCode auf jeden Fall spielen. 2021 soll noch das Post-Game nachgereicht werden (ich freue mich riesig darauf).


    Deponia (Switch):

    Bei 2 Euro dachte ich mir, dass ich das doch mal spielen kann. Vor allem der Humor hat mir gefallen und war teilweise einfach richtig schön blöd. Und Rufus (der Hauptcharakter) kann herrlich unverschämt sein. Die gezeichneten Umgebungen gefallen und die meisten Rätsel sind auch logisch. Manchmal jedoch gab es Momente, in denen ich nur den Kopf schütteln konnte. So braucht ihr irgendwann Wasser, doch könnt ihr dieses nur an der einen dafür vorgesehenen Stelle aufnehmen. An allen anderen, an denen es ebenfalls Wasser gibt, klappt es nicht. Auch bin ich kein allzu großer Fan davon, dem Spieler in Point'n'Clicks zu viele Bildschirme und damit Möglichkeiten zu geben. Ich fühle mich dann gerne erschlagen (Monkey Island 2 :notlikethis:). Ich mag halt die Abschnitte lieber, die sich auf wenige Locations konzentrieren. Deponia wandelt hier für mich schon auf einem schmalen Grad. Insgesamt wurde ich jedoch gut unterhalten und ganz ehrlich, für 2 Euro kann ich sowieso nicht meckern.

    Diejenigen die da was von Diktatur schwafeln, haben doch gar keine Ahnung was eine Diktatur ist.


    Die Wirtschaft herunterzufahren ist nichts was der Politik Spaß macht. Die ganzen Maßnahmen kosten Milliarden und die schwarze Null ist erst mal futsch.

    Womit du hoffentlich nicht mich meinst, denn da sind wir natürlich noch lange nicht angekommen und werden wir voraussichtlich auch nicht. Und natürlich macht das Runterfahren der Wirtschaft der Politik keinen Spaß, der Bevölkerung auch nicht. Mit der schwarzen Null fange ich jetzt aber nicht an, will nicht noch ein Fass aufmachen ;)


    HAL 9000

    Wie ich schon mehrmals geschrieben habe, kann die Regierung auch im normalen demokratischen Prozess die Maßnahmen erlassen. Das hat nichts mit Rumeiern zu tun, sondern könnte das vielleicht sogar eher unterbinden, weil es eine Debatte gibt, bevor etwas im Parlament beschlossen wird. Wie viel Einfluss die Debatte dann hat, weil es ja eh die Mehrheit gibt, ist dann eine andere Sache.


    Zarathustra

    Ja, die Kritik nimmt zu. Es ist definitiv besser als zu Beginn der Pandemie (da konnte nicht wirklich viel kritisiert werden, war ja erstmal alles richtig), bzw. im Sommer. Aber wie ich hier merke, weht Kritikern trotzdem noch mächtig Gegenwind ins Gesicht. Das ist nicht schlimm, das muss so sein, und ist auch nur eine Feststellung.

    So ist das also, wenn alle gegen einen sind. Ungewohnt, bisher stand ich anscheinend immer auf der richtigen Seite ;)


    Kindra:

    Von wegen in andere Länder schauen: Dann hätte es einen Lerneffekt gegeben. Den sehe ich aber nicht, von daher gehe ich davon aus, dass das eben nicht ausreichend getan wird. Die Rentenpolitik in Österreich interessiert ja auch niemanden bei uns.


    Zarathustra

    Dann mecker ich aber über noch mehr Dinge, wenn es so einfach wird ^^ Das kann ich gut :)


    Wunderheiler

    Menschen wie ich? Jetzt bin ich interessiert, was für ein Mensch bin ich?


    HAL 9000

    Teils, teils. Das Parlament wird ja bei diesen Maßnahmen eben nicht befragt, sondern darf im Nachgang höchstens abnicken (was auch passiert, da CDU/CSU und SPD ja die Mehrheit haben). Und das ist eben nicht demokratisch. Wobei man natürlich auch einwenden könnte, das Parlament hat seine Zustimmung in einem demokratischen Prozess gegeben. Und zu den Inhalten: Es wirkt halt nicht durchdacht und manches unsinnig. Anderes wiederum ist richtig. Dass man es nicht zu 100% richtig machen kann, ist klar. Das erwarte ich auch nicht.


    Ja, natürlich trägt die Bevölkerung einen Großteil der Schuld am Verbreiten des Virus', es gibt ja auch viel mehr davon als Politiker :ugly:

    Aber ernsthaft, natürlich liegt vieles daran. Doch ich finde schon, dass man nicht außer Acht lassen sollte, dass das Hin- und Hereiern der Regierung für wenig Vertrauen sorgt (oder zumindest sorgen sollte, scheint ja anhand der Umfragen nicht so zu sein), und das Rezept der Peitsche durchgehend anzuwenden, wird eben auch Missmut und Widerwillen erzeugen. Das lässt sich nicht vermeiden. Es gibt ja auch genügend Wissenschaftler und Ärzte, die anraten, sich eher auf die Alten und andere Anfällige zu konzentieren und eben nicht alle in ein Boot zu setzen. In der derzeitigen Debattenkultur habe ich aber nicht das Gefühl, dass das überhaupt diskutiert werden darf.


    Und auf deiner vorgeschlagenen Demo möchte ich dann aber auch die Rufe "Wir sind das Volk!" hören!


    Hm, ganz ehrlich: Wenn dich dein Beispiel so lese mit der roten Ampel, muss ich dir schon zustimmen. Immerhin erwischst du mich an einem wunden Punkt, ich stehe auch in der tiefsten Nacht an jeder roten Fußgängerampel. Also bringt Diskurs ja doch etwas, wer hätte es gedacht. Und ja, es war natürlich im Sommer, als die Cafés etc. wieder offen haben durften. Vermutlich ist da auch der Frust groß gewesen, denn wie ich geschrieben habe, im Aufregen bin ich gut. Das war nicht nur so daher gesagt. Und beim Schreiben hier kam das einfach wieder hoch, weil ich mich in dem Moment wirklich auf den Arm genommen fühlte.

    Kindra

    Ich sagte ja, dass ich aus diesem Grund nicht dort hingehe. Kann man aber nicht jedem vorschreiben. Und ganz allgemein: Nur weil die AFD oder Nazis sagen, das oder das ist schlecht, heißt das nicht automatisch im Umkehrschluss, es sei gut (vermutlich selten, zugegeben). Davon abgesehen: Sollte man sich nicht fragen, warum auch normale Leute trotzdem dort hingehen? Es scheint ihnen ja ein ehrliches Verlangen zu sein, in dieser Sache gehört zu werden bzw. ihren Unmut kundtun zu wollen, dass sie das in Kauf nehmen.


    Und komm runter, Kritik an den Corona-Verordnungen zu üben bedeutet nicht, dass man Menschen umbringen will. Genau diese Art von extremer Denke in beide Richtungen führt doch dazu, dass Schieflagen in der Gesellschaft entstehen.


    Und du verstehst es anscheinend immer noch nicht: Ich habe doch gerade mit meiner kleinen Geschichte erklärt, wie unsinnig Masken an der frischen Luft sind, weil die einen in ein und derselben Straße tragen müssen, andere hingegen nicht, und trotzdem wird es umgesetzt (der Polizei mache ich da keinen Vorwurf, die macht ihre Arbeit).


    Auch beim Punkt "Wehret den Anfängen" kommst du direkt wieder mit etwas Extremem. Es ist doch nicht falsch, sich für das Grundgesetz einzusetzen. Und genau die Grundrechte wurden mit dem Ausnahmezustand in Frankreich unterwandert und das schlussendlich auch festgeschrieben. Es hat damit begonnen zu sagen "Ok, wegen Terrorgefahr dürfen wir euch alle für eine gewisse Zeit überwachen", nur dass am Ende ein "Ok, jetzt dürfen euch alle jederzeit überwachen" wurde. Auch Frankreich ist eine Demokratie.


    Zensursula war auch nur das erste, was mir spontan einfiel. Dass diese Sachen trotzdem irgendwann umgesetzt werden, ist mir klar. Trotzdem auch hier: Für die Grundrechte einzutreten ist doch nichts Schlechtes, klingt bei dir aber so.


    Es ist mir persönlich herzlich egal, ob KenFM weiterexistiert, aber dass abweichende Meinungen gelöscht werden, finde ich falsch, ja. Völlig unabhhängig davon, wer das tut.


    Zegoh

    Habe ich auch nie gesagt. Und richtig, alle haben das dasselbe Problem. Warum sich nicht zusammenschließen? Stattdessen überbietet man sich beim Kauf von Impfdosen, damit man ja zu den ersten gehört, die welche bekommen.

    Das ist doch immer das Problem: Leute regen sich darüber auf. Die sind dann laut. Im Falle des harten Lockdowns waren das dann vermutlich auch Wirtschaftsvertreter (verständlich). Man kann nicht jeden glücklich machen, aber vor Wochen war die Stimmung in der Bevölkerung eher "naja, bloß nicht so doll" (was ich in meiner Umgebung so mitbekommen habe). Also Lockdown Light, man will ja die Stimmen behalten. Und nachdem sich gezeigt hat, dass das nicht hilft, ist seltsamerweise auch die Zustimmung in der Bevölkerung für den harten Lockdown vermutlich wieder höher. Wenn man zu sehr darüber nachdenkt könnte man darauf kommen, dass doch alles geplanter ist als es aussieht. Noch bin ich aber nicht soweit ;)


    Man hätte ja auch in andere Länder gucken können, wie es dort gelaufen ist. Und nein, der Bundestag braucht nicht für alles ewig, auch dort können Gesetze etc. sehr schnell beschlossen werden. Die Regierung hat die Mehrheit!


    Zitat

    Jede schnelle Entscheidung muss auch überdacht werden.

    Aber das passiert doch offensichtlich nicht :/