Beiträge von Lazarus

    Oh je. Er hat schon nicht gewusst, was eine Insolvenz ist. Der Bäcker hat er ja auch nur als Beispiel für den Mittelstand herangezogen. Es ging ja nicht primär um den Energieverbrauch eines Bäckers, sondern um die Kaufkraft der Kundschaft, die das Brot eben nicht mehr beim Bäcker, sondern beim Discounter kauft. Wären die Grünen ihren Grundsätzen treu, müssten sie selber Habeck wegbashen. Der Kerl hat sich eben bis auf die Knochen blamiert, tut mir leid, ist aber so.

    nope:


    https://www.t-online.de/nachri…insolvenz-aeusserung.html


    Habeck ist übrigens einer der wenigen Politiker denen ich tatsächliches Wirtschaftsverständnis im makroökonomischen Bereich zutraue, hat er schon recht häufig bewiesen (Ich erinnere mich gern an die Talkrunde in der er... [war es Merz?] erstmal erklären musste wie die Grundzüge unseres Wirtschaftssystems funktionieren).

    Seine Aussage war halt sehr schlecht formuliert und rhetorisch fragwürdig. Dafür kann man ihn auch gern kritisieren, vor allem da er sonst ja eine äußerst gute Kommunikation pflegt. Man kann die Kirche dabei aber auch mal im Dorf lassen.

    Bei VWL sehe ich das aber anders. VWL ist schon sehr Mathelastig. Ich kenne ein paar Leute die das studiert haben und nun bei irgendwelchen Banken oder Versicherungen arbeiten und im Grunde nichts anderes machen als zu Rechnen. Gut, irgendwelche Integrale rechnen die nun nicht unbedingt aus. Aber Stochastik und Algebra sind da schon angesagt.

    Sorry fürs klugscheißen aber wer für Banken und Versicherungen arbeitet betreibt keine VWL sondern auch BWL (Übrigens sind die Rechnungen und Formeln die man im klassischen VWL Studium lernt auch eher... fragwürdig da diese eher auf freien Annahmen basieren als auf wissenschaftlicher Evidenz aber egal) und ja das hast du ja auch schon richtig erkannt. Höhere Mathematik (Stochastik zählt für mich nicht darunter aber hm ok) braucht man da nicht. Einfaches Rechnen reicht da völlig aus. Unser Mathelehrer auf dem Wirtschaftsgymnasium als auch unsere Rechnungswesen und BVWL-Lehrerinen haben auch immer deutlich zwischen Mathematik und Rechnen unterschieden und auch immer drauf hingewiesen dass man das im Wirtschaftsbereich nicht bräuchte.

    Klugscheißermodus Ende. ^^

    An unserem Wirtschaftsgymnasium war das damals noch der Fall.

    An unserem auch. War aber natürlich zumindest im Bezug auf Wirtschaftslehre Unsinn da man im BWL oder VWL-Bereich keine Vektorrechnung oder Analysis oder überhaupt irgendeine Art höherwertiger mathematischer Fähigkeiten benötigt.

    saurunu

    Als rein politisches Konstruckt stimmt das was du sagst. Ökonomisch betrachtet stimmt das aber nicht. So funktioniert unser Geldsystem nicht. Wir finanzieren mit Steuern keine Staatsausgaben.

    Und wie gesagt wenn man konservativ denkt und rechnet kann man zu dem Zweck immernoch klimaschädliche Subventionen dafür abschaffen.

    Wenn man politisch die Verkehrswende wirklich ernst nimmt(es geht ja nicht NUR ums Klima sondern auch um die mit Autos vollgestopften Straßen) ist es unabdingbar, dass wir über kurz oder lang kostenlosen ÖPNV benötigen. Laut manchen Ökonomen kostet das ca. 10mrd€ im Jahr. Eigentlich ein no-brainer. Wenn man jährlich zusätzlich noch ein par mrd€ ausgibt um das Streckennetz auszubauen + neue Bahnen usw. wäre das ein Zugewinn an Lebensqualität für zig millionen von Menschen im Land.

    Selbst wenn man fiskalpolitisch konservativ denkt sollte es kein Problem sein das zu bezahlen. Gibt ja schließlich jährlich über 60mrd€ an klimaschädlichen Subventionen die man einsparen könnte.

    Was ist das heute für eine extremistische und kranke Fankultur?

    Es ist leider nicht nur die eklige "Fan"-Kultur sondern auch wieder so ein Ding von Rechts bei dem sich über die schwarzen Elben, Hobbits ect. aufgeregt wird und der Serie ganz doll doofi-doofe "wokeness" vorgeworfen wird. Völlig gestört.

    Habe das bei IMDB auch beobahtet. Serie bei 6,5 momentan. Wird besser aber diese Hate-Trollarmees aus fanatischen Pseudofans und rechten Spinnern wird mehr und mehr zur Pest.


    Werde die beiden Folgen nachher gemütlich schauen. Bekannte, Kollegen und meine Schwester sind bislang sehr angetan.

    Ich bin gerade wieder Stallone Fan geworden. Habe mir Samaritan auf Amazon Prime angesehen. Gefällt mir richtig gut. Sehr ernste Erzählung, unterhaltsam und mit einem grandiosen Sylvester Stallone.

    Naja, ich fand den ganz OK. Hatte gehofft das er etwas more gritty wird. War dann eher wie Hancock im Armenvirtel. Schlecht wars aber auch nicht.

    Jo ich fand die erste Folge HOTD auch sehr nice. Habe gerade mal in meinem Westeros-buch nachgelesen. Das wird echt noch ziemlich krass. Frage mich wie viele Staffeln die wohl planen.

    Prey


    Predator aus dem Jahre 1987 ist wohl neben James Camerons „Aliens“ der bedeutendste Horror-Action-Thriller der 80'er Jahre. Die simple Geschichte um ein Elitesöldner-Team, das im Dschungel auf einen außerirdischen Jäger trifft, wurde seit Dato in mehreren Varianten wiederholt. Einmal ging es in die Großstadt gegen die gewissenhaften Polizisten, einmal auf ein eigens dafür auserkorenes Jagdgelände, zweimal ging es gegen die Aliens und nach dem letzten absoluten Predator-Reinfall geht es in die Vergangenheit. Es ist also mehr als fragwürdig, ob dieselbe Leier nun im neuen Setting immer noch funktionieren kann.


    Überraschender Weise funktioniert der klassische Plot im Jahre 1719 in den nordamerikanischen „Great Plains“ vielleicht sogar besser als je zuvor. Im Mittelpunkt steht die junge Comanche Naru deren Wunsch es ist von ihrem Stamm, als Jägerin anerkannt zu werden, doch bis auf Ihren großen Bruder findet sie bei Ihren Leuten keine besondere Unterstützung, sodass sie loszieht, um sich zu beweisen. Hier werden also klassisch aktuelle Themen wie Kolonialisierungskritik, Sexismus und female empowermend, ganz im Stile eines „Alien“ oder dem Western „Johnny Guitar“ aus dem Jahre 1954 behandelt und geschickt mit dem Hauptplot verwoben, um diesen mehr Fleisch zu verleihen.

    Bereits im ersten Teil merkte das Team um Arnold Schwarzenegger recht schnell, dass es mit purer Feuerkraft nicht viel gegen den Predator ausrichten kann, sodass man gezwungen war cleverer gegen den Gegner vorzugehen. Die Minigun im Walde ist hier also keine Option. Im neuen, unverbrauchten Setting kommt dieser Umstand, mangels moderner Waffen, natürlich besonders zum Tragen und spielt der Heldin, die sowieso seit jeher gezwungen war, ihre körperlichen Nachteile durch Cleverness aufzuwiegen, besonders in die Karten. Dadurch entwickelt sich gerade in der zweiten Hälfte des Filmes ein spannendes Katz- und Mausspiel zwischen den indigenen Ureinwohnern, den französischen Wilderern und dem außerirdischen Jäger. Die Atmosphäre von „Prey“ braucht sich zu keinem Zeitpunkt vor dem ersten „Predator“ zu verstecken. Dazu trägt natürlich die wunderschöne Naturkulisse bei, die im Zusammenarbeit mit der wirklich starken Kameraarbeit teilweise beeindruckende Bilder liefert. Auch an anderer Stelle ist der Kameramann Jeff Cutter ein wahrer Segen, denn auch die Bildästhetik der Actionsequenzen kann sich sehen lassen. Kein Dauergewackel oder hektisches hin – und hergeschneide. Hier sitzt jede Einstellung, die gekonnt inszenierten Kampfchoreografien sind spannend, mit ruhiger Hand gefilmt und besitzen eine gute Bildgeometrie. Das bedeutet man weiß immer, wo man sich gerade befindet und kann dem Geschehen komplett folgen. Das ist auch schon eine Kunst für sich.


    Nun ist bei diesem Film aber auch nicht alles gelungen und das größte Problem von „Prey“ sind ohne Zweifel seine stellenweise wirklich schlecht aussehenden Computereffekte. Gerade die animierten Tiere im Film stammen straight aus dem uncanny Valley. Oft kann man diesem Umstand durch Dunkelheit und Schatteneinstellungen kaschieren, aber leider finden entsprechende Szenen oft am hellsten Tage statt. Hier und da finden sich auch manche Ungereimtheiten und ein oder zwei starke Logiklöcher, die man hätte vermeiden können.

    Dem gegenüberstehen dann aber wiederum die bereits angesprochenen Punkte und das wirklich sympathische Schauspiel der Hauptdarstellerin Amber Midhunter, die es hier schafft eine starke, junge Frau zu mimen, die sich ihrer Schwächen bewusst ist und es trotz aller Widrigkeiten schafft diese zu überwinden.


    „Prey“ ist trotz seiner Schwächen, zusammen mit dem ersten Film der Reihe die bislang beste Iteration der Predator-Idee, die man bisher sehen konnte und daher jedem Action-Horror-Fan absolut zu empfehlen.


    7,5/10



    Bei mir gabs die Wochen neue Comics.

    Ich beschäftige mich jetzt mal ein wenig mit dem wilden Cremerier aus der Feder von Robert E. Howard.


    Die oberen vier sind die ersten vier Ausgaben der neuen Französischen Conan Reihe in der Jede Kurzgeschichte von einem anderen Künstlerteam interpretiert wird. Wirklich coole Sachen und hierzulande von Splitter als schöne oversized Hardcover veröffentlicht.

    Die unteren beiden sind deutsche Omnibusse von Panini. Einmal das Dark Horse Zeug aus den frühen 2000ern und das Andere ist eine Sammlung der Savage Sword Of Conan Magazine aus den 70'ern. Das schöne daran ist die Savage Sword Sachen sind alle schwarz/Weiß. Das bedeutet sie leiden nicht an der, für mich, furchtbaren Colorierungsqualität der damaligen Zeit, die oft dafür sorgt dass viele Details verloren gehen (Ganz schlimm bei der Marvel Conan der Barbar-Classic Reihe die die Haup-Conan-Serie au den 70ern bis 90'ern sammelt). Die Comics könnten optisch auch von heute stammen. Sehr cool jedenfalls.

    Vor allem: Die Kurzgeschichte "Die Tochter des Frostriesen" habe ich so jetzt in drei Versionen aus drei verschiedenen Epochen. :D

    Hatte dich im Vorfeld gewarnt. ;)


    Das ist der schlechteste Film der letzten 30 Jahre. Sogar noch schlechter als Birdemic, Sharknado und Lord of the Elves.

    Meine Güte, man kann es auch völlig übertreiben. Nicht nur, weil ich denke dass du den Film offenbar nicht so ganz verstanden hast sondern auch weil das rein optisch mit deinen Vergleichen nicht hinhaut.

    Nope ist ein äußerst vielschichtiger Film der viel zu sagen hat. eine klevere Gesellschaftskritik. Er prangert Missstände in Hollywood an, verurteilt die Sensationsgier der Menschen etc., hat zwischen den Zeilen recht viel Humor und Selbstironie und eine nette kreative Hauptidee. Stilistisch muss einem das nicht gefallen aber deswegen muss man auch keinen Quatsch verbreiten.