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Budget-Spezial: GO Series - Teil 3



Auf Handy, iPad und Co. sind die Spiele für kleines Geld schon längst akzeptiert und erreichen Millionen an potenziellen Spielern. Doch auch der eShop des Nintendo 3DS (XL) bzw. der DSiWare-Shop des Nintendo DSi (XL) warten mit einer beachtlichen Anzahl an günstigen Spielen auf. Und wer kann bei einem Preis von 2 Euro schon Nein sagen? Eben. Gerade deswegen sollte man es vermeiden, auf gut Glück sein Geld aus dem Fenster zu werfen. Irgendwann läppern sich nämlich auch die kleinen Euro-Beträge zusammen. Daher bieten wir euch in unserem dreiteiligen Special zur GO Series einen Überblick über die darin enthaltenen Spiele und wagen damit den Einstieg in den Budget-Markt von Nintendos Downloadplattformen. Teil 1 findet ihr hier und Teil 2 hier.



Portable Shrine Wars (9):

Endlich kommen wir zu meinem persönlichen Favoriten dieses Budget-Spezials. Portable Shrine Wars ist einfach nur völlig chaotischer Wahnsinn! Das gesamte Design ist ebenfalls völlig verrückt. So steuert ihr in diesem Spiel eine Sänfte und ballert mit euren Sänftenträgern andere Sänften ab, um deren Träger zu rekrutieren. Oder ihr springt meterhoch in die Luft und landet mit einem Rumms auf eurem Gegner, was zu jeder Menge zerbeulter und zerstörter Sänften führt. Denkt euch jetzt noch Löcher, wie Flipperkugeln hin und her fliegende Sänften, vor Figuren wimmelnde Spielszenen und Endbosse hinzu, fertig ist Portable Shrine Wars.

Ihr müsst nach und nach die verschiedenen Level bestehen, an deren Ende immer ein Endboss auf euch wartet. Dieser ist deutlich stärker als die anderen Sänften, denen ihr zahlreich auf eurem Weg dorthin begegnet, und muss mit Taktik ausgeschaltet werden. Hier müsst ihr dann auch überlegt agieren. Zudem sind diese Auseinandersetzungen ziemlich schwer und meistens nicht beim ersten Versuch zu schaffen. Doch obwohl die Kämpfe gegen die Bosse Spaß machen, fallen sie gegen den Rest des Spiels deutlich ab. Gegen das herrliche Chaos bis dahin können sie aber auch einfach nicht ankommen.

Ihr startet recht lahm und müsst erst einmal weitere Träger einsammeln, an denen ihr vorbeikommt oder die ihr euren Gegnern abnehmt. Je mehr Träger eure Sänfte voranbringen, desto schneller werdet ihr. Und wenn dann noch Beschleunigungsfelder dazukommen, werdet ihr verdammt schnell! Dann ballert man einfach nur noch wie wild mit seinen Trägern um sich, sammelt ständig neue ein, prallt hin und her zwischen den anderen Sänften und muss während all dem noch darauf achten, nicht in ein Loch zu fallen. In diesen Momenten dreht Portable Shrine Wars die Spielspaßschraube ganz weit auf.

Wer sich durch alle Level gekämpft hat, kann sich am Endlos-Modus versuchen. In diesem müsst ihr einfach versuchen, so lange wie möglich zu überleben. Denn habt ihr keine Sänftenträger mehr, heißt es Game Over. In den späteren Levels kann das durchaus mal vorkommen, da der Schwierigkeitsgrad gut anzieht. Aber hier beiße ich mich gerne durch. Ich kann gar nicht genug kriegen vom Gewusel auf den beiden Bildhschirmen. Die Strecke wird nämlich auf beiden Screens des DSi bzw. 3DS dargestellt. Somit seht ihr Löcher schon im Voraus, ihr werdet aber auch akustisch und optisch mit Sirenen darauf aufmerksam gemacht. Das steigert das Chaos dann nur noch weiter.

Einen großen Teil seines Charmes zieht das Spiel aus dem Grafikstil, der einfach nur niedlich ist. Man hat fast schon Mitleid, die armen Teufel, die eure Sänfte tragen, auf die vor euch schießen zu müssen. Zusätzliche Gefahren wie Windstöße werden deutlich sichtbar dargestellt und auch im größten Chaos läuft das Spiel absolut flüssig, außerdem habt ihr euer Gefährt (wenn man es denn so bezeichnen möchte) immer im Griff. Portable Shrine Wars leidet nur unter den schon angesprochenen Endbossen, die doch einen Tick zu schwer geworden sind. Aber ganz ehrlich: Schei* drauf und einfach dem WirrWarr hingeben!



Tower of Deus (6):
Ich war wirklich erstaunt, als ich Tower of Deus spielte. Das Spiel hat nämlich eine Story! Nachdem ich mich von diesem Schock erholt hatte, wurde ich recht schnell ernüchtert. Sie lässt sich nämlich ganz schnell zusammenfassen: Ihr spielt einen verfluchten Typen, der den Tower of Deus erklettern will, weil er sich ganz oben eine Heilung für den Fluch erhofft. Auf seinem Weg nach oben wenden sich immer wieder verschiedene Götter an ihn, um ihm zu helfen.

Diese göttlichen Monologe tauchen immer wieder zwischen den Levels auf und dienen als eine Art Tutorial, da in ihnen die Steuerung und jedes Hindernis, auf das ihr stoßen werdet, erklärt werden. Das nimmt dem Spiel ein bisschen die Überraschung, da ihr genau wisst, was euch als nächstes erwartet. Ob das nun neue Gegner sind, Hindernisse wie aus dem Boden ragende Schwerter oder stetig ansteigendes Wasser: Ihr könnt euch schon im Vorhinein darauf einstellen und so verlieren die Fallen im Turm des Deus ihren Schrecken.

Apropos Gegner: Bekämpfen könnt ihr sie nicht. Ihr müsst ihnen ausweichen bzw. über sie hinweg springen. Bei Kontakt mit ihnen oder einer der Fallen verliert ihr Lebensenergie, die quasi euer Zeitlimit darstellt. Sie ist immer am Sinken, selbst wenn ihr stehenbleibt. Ihr solltet also schauen, dass ihr bis zum Ziel der jeweiligen Stage kommt, bevor sich eure Lebensenergie-Anzeige komplett geleert hat. Ihr könnt aber Kristalle einsammeln, die einen Teil eurer Energie wieder auffüllen. Doch der Verfluchte kann nicht nur springen und sich an Kanten empor ziehen: Mit einem Druck auf den X-Knopf lässt er sich Flügel wachsen und kann fliegen.

Diese Fähigkeit solltet ihr aber nicht überstrapazieren, da ihr im Flügel-Modus noch schneller Lebensenergie verliert. Teilweise habt ihr die Wahl zwischen zwei Wegen nach oben. Da wäre zum einen der langsamere, auf dem ihr viel klettern müsst und zum anderen der schnellere, auf dem ihr fliegend Hindernissen ausweicht und schauen müsst, dass ihr mit eurer Energie haushaltet. Ab und zu seid ihr gezwungen zu fliegen, weil es nicht anders vorangeht. Habt ihr dann nicht genug Lebensenergie, könnt ihr den Level gleich noch einmal von vorne beginnen.

Das sollte aber nicht zu häufig passieren, da Tower of Deus zu den leichteren Spielen der GO Series gehört. Gefährlicher als die Fallen und Monster ist aber leider die Steuerung, die nicht direkt genug reagiert. Aber auch die Hit-Detection ist haarsträubend. So werden gerne mal Treffer gegen Monster gezählt, obwohl ihr klar sichtbar über sie hinüber springt. Sprünge über Klingen werden auch dadurch auch schwieriger, als sie sein müssten, da nicht ganz klar ist, wie nah ihr an sie herankommen dürft.

Technisch wirkt Tower of Deus ein bisschen bieder, weil immer und immer wieder dieselben Farbmuster verwendet werden. Ok, Ziegelsteine sind bräunlich, aber ein bisschen mehr Abwechslung wäre doch sicherlich drin gewesen. Die Musik ist auch annehmbar. Wer einen Plattformer für zwischendurch sucht und keine perfekte Steuerung erwartet, darf den Turm von Deus ersteigen.



Undead Storm (7):
Die Zombiekalype ist ausgebrochen! In der Rolle eines von vier Überlebenden müsst ihr nun Unmengen von Untoten abballern. Ihr habt die Wahl aus einem normalen Kerl, einem alten Sack, einer hübschen, jungen Frau (gut, das kann ich anhand der blockigen Figur nicht erkennen, aber Frauen in Spielen sind doch immer hübsch) und einem Teenager, der Jagd auf Zombies macht, weil die ihm seinen Burger weggefuttert haben. Ja, so steht das da tatsächlich. Es versteht sich von selbst, dass der Typ übergewichtig ist und eine Brille trägt. Klischees, anyone?

Aber hey, Undead Storm will kein lustiges Spiel sein, sondern ein harter Überlebenskampf. Habt ihr euch für einen Charakter entschieden, habt ihr die Wahl aus drei Szenarien (einer Fabrik, einem Krankenhaus und ein paar Straßen) und schließlich müsst ihr euch noch für einen Schwierigkeitsgrad entscheiden. Dieser bestimmt, wie stark die Zombiemeute ist und wie viele Waffen ihr in den einzelnen Stages findet.

Ihr müsst nun eine bestimmte Anzahl an Gegnerwellen überstehen. Habt ihr das geschafft, geht es in einen Bosskampf gegen einen besonders mächtigen Untoten. Allein ist aber auch der niedrigste Schwierigkeitsgrad kein Zuckerschlecken, darum solltet ihr so schnell wie möglich die anderen drei Charaktere suchen und retten. Dann stehen euch diese nämlich zur Seite und ihr könnt euch der Übermacht frohen Mutes entgegenstellen. Die KI ist ganz in Ordnung und es macht schon Laune, die Zombies mit den Waffen wie Maschinengewehren, Schrotflinten, Flammenwerfern oder Molotow-Cocktails auszulöschen.

Spaßiger dürfte Undead Storm aber im Multiplayermodus sein. In diesem können bis zu vier Spieler gleichzeitig gegen die Untoten antreten. Antesten konnte ich das aber leider nicht. Nur machen solche Survival-Shooter in der Gruppe immer mehr Spaß als allein, siehe Left 4 Dead (Xbox 360 und PC). Warum also sollte das hier anders sein? Nun ja, einen Grund könnte es tatsächlich geben: Die Steuerung ist schrecklich. So dreht ihr eure Zielrichtung wie schon in D-Tank mit den Schultertasten, wodurch schnelle Manöver und Seitenwechsel unmöglich sind. Daher solltet ihr immer gut zusammenhalten (ob nun mit der KI oder mit euren Freunden), da ihr dieses Manko so ganz gut ausgleichen könnt.

Technisch ist der Titel der schwächste der GO Series. Klar, die meisten Spiele setzen auf 2D und Undead Storm auf eine 3D-Engine. Trotzdem müssten derart miese Texturen und blockige Figuren auch in einem DSiWare-Spiel nicht sein. Immerhin läuft das Spiel auch bei hohem Feindaufkommen und unermüdlichem Waffeneinsatz flüssig. Als Multiplayer-Titel also sicherlich ganz spaßig, allein nicht mehr so. Aber wer auch unterwegs auf Zombies ballern will, macht für zwei Euro schon nichts falsch.

Autor: Pascal Hartmann

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Guthabens für das Budget-Spezial!


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